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06.01.2020 | Rahmenbedingungen | Nachrichten

2020 – Internationales Jahr der Pflegefachpersonen und Hebammen

Mit dem neuen Jahr wurde auch das von der WHO ausgerufene „Internationale Jahr der Pflegenden und Hebammen“ eingeläutet. Dabei geht es nicht nur darum, die Arbeit der beiden Berufsgruppen zu würdigen.

Mit dem Internationalen Jahr der Pflegenden und Hebammen würdigt die WHO die Arbeit der beiden Berufsgruppen für das Gesundheitswesen. Gleichzeitig ruft sie die Regierungen dazu auf, die Rahmenbedingungen, unter denen Pflegearbeit stattfindet, zu verbessern und die Berufe zu stärken. 

„Es geht nicht nur darum, diese beiden Professionen zu feiern, sondern auch darum, in Zeiten des Personalmangels in sie zu investieren“, erklärte dazu auch der Präsident des deutschen Pflegerats (DPR), Franz Wagner, in Berlin. Für beide Professionen gebe es seit Jahresbeginn in Deutschland neue Ausbildungsgesetze. Trotzdem bleibe die Pflege in Deutschland im Hinblick auf Ausbildung und das Berufsprofil deutlich hinter den Möglichkeiten zurück. Wagner forderte einen adäquaten Einsatz der Kompetenzen von Pflegefachpersonen, um insbesondere chronisch Kranke und pflegebedürftige Menschen besser zu unterstützen.  Es sei überfällig und dem Ziel des Internationalen Jahres angemessen, endlich die rechtlichen und personellen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Wagner: „Wir erwarten, dass die in der Konzertierten Aktion Pflege angekündigten Schritte zur Verbesserung der Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit zügig umgesetzt werden“. Dazu gehöre neben der Personalbemessung in der Langzeit- und der Akutpflege auch der Strategieprozess zur Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen. „Nur ein Gesamtpaket wird dem tollen Beruf Pflege wieder seine Attraktivität zurückgeben“, so Wagner. (ne)


  

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