Gewalt gegen Frauen
- 25.11.2020
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Zum heutigen Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen, dem 25. November, fordert der DBfK Nordwest e.V. auf, das Thema wieder stärker ins Licht zu rücken.
Laut Bundeskriminalamt gab es 2019 eine Steigerung bei häuslicher Gewalt mit mehr als 141.000 Opfern, 81% davon Frauen. Die Liste der möglichen Delikte ist lang und reicht von Stalking, Bedrohung, sexuellen Übergriffen, Körperverletzung, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung bis hin zu Mord und Totschlag. „Beruflich Pflegende sind mehrfach betroffen. Sie sind zu rund 80% weiblich und damit in der Hauptrisikogruppe für häusliche Gewalt. Sie sind aber auch beruflich häufig Opfer von Gewalt – insbesondere in Form von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Davon sind laut Schätzungen etwa ein Viertel der Pflegenden weltweit regelmäßig betroffen. Und sie sind in einer Schlüsselrolle, wenn es um das Erkennen von Gewaltanwendung und deren Folgen geht – etwa bei ihren Patientinnen oder Bewohnerinnen,“ sagt Swantje Seismann-Petersen, stellvertretende Vorsitzende des DBfK Nordwest e.V.
Für den DBfK ist deshalb stetige Aufklärung und Aufforderung zum Handeln besonders wichtig. Dazu gehören präventive Maßnahmen des Arbeitgebers zum Arbeitsschutz ebenso wie eine angstfreie Atmosphäre, in der Pflegende auf Beobachtungen oder Erfahrungen von Gewalt aufmerksam machen können.
Der DBfK bietet seit diesem Herbst zum Themenkomplex sexuelle Belästigung und Mobbing in der Pflege ein virtuelles Fortbildungs-Seminar. (ho)
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