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17.12.2018 | Rahmenbedingungen | Nachrichten

Bundesagentur für Arbeit: Gehaltsdifferenzen in der Pflege sind massiv

Das Gehaltsgefüge in der Pflege variiert stark, und zwar sowohl im Hinblick auf den Beschäftigungsort als auch auf die Art der Pflegetätigkeit. Das geht aus einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hervor.

Pflegeheim © FredFroese / Getty Images / iStockIn punkto Gehalt kommt es für Pflegende sehr darauf an, wo und in welchem Bereich sie arbeiten.

Danach liegt das Gehalt – Stand Ende 2017 – von Fachkräften in der Krankenpflege im Schnitt bei 3337 Euro. Fachkräfte in der Altenpflege haben dagegen einen mittleren Verdienst von 2744 Euro. Damit liegen sie 14,5 Prozent unter dem Durchschnittslohn branchenweit aller Beschäftigten – dieser beträgt 3209 Euro.

Bei den Helferberufen wiederholt sich diese Verdienstspreizung: Helfer in der Krankenpflege gehen mit im Schnitt 2502 Euro am Monatsende nach Hause, Altenpflege-Helfer dagegen mit 1944 Euro, also 560 Euro weniger.

Die stärksten Lohnsteigerungen seit 2012 verzeichnen mit 15,6 Prozent die Fachkräfte in der Altenpflege, gefolgt von Helfern in der Altenpflege (15,5 Prozent), Fachkräften in der Krankenpflege (12,8 Prozent) und ihren Helfern (9,5 Prozent).

Hinzu kommt noch eine Ost-West-Kluft bei den Gehältern: Fachkräfte in den neuen Ländern werden um 23,3 Prozent schlechter bezahlt, bei den Helfern sind es 18,3 Prozent. Die Unterschiede sind regional massiv: in Sachsen-Anhalt geht eine Fachkaft in der Altenpflege mit durchschnittlich 2136 Euro brutto nach Hause. Im Boom-Land Baden-Württemberg sind es 3036 Euro. (fst)