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22.08.2017 | Rahmenbedingungen | Nachrichten

Arbeitshilfe für Arbeitgeber

Die Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen besser werden. Eine neu entwickelte Arbeitshilfe zeigt Unternehmern, worauf es dabei ankommt.

Altenpfleger schieben Senioren im Rollstuhl © Kzenon / Fotolia

Gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit hat das Freiburger Institut „AGP Sozialforschung“ eine Arbeitshilfe für Arbeitgeber in der Pflegewirtschaft erstellt. Diese zeigt Schlüsselfaktoren für gute Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege auf. Wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) gestern mitteilte, soll die Arbeitshilfe „Ansporn und Hilfe zugleich sein, um Mitarbeitern ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten.“

Schlüsselfaktor: planbare Arbeitszeiten

Unter der Federführung von AGP-Leiter Professor Thomas Klie hatte ein elfköpfiges Expertenteam zentrale Faktoren unter die Lupe genommen, die für den Erhalt und die Gewinnung des Personals in der Langzeitpflege wichtig sind. Ergebnis ist eine Arbeitshilfe, in der 14 Schlüsselfaktoren erfolgreicher Personalarbeit vorgestellt werden.

Dazu zählen neben angemessenen Gehältern, besserer Gesundheitsförderung und gut ausgebildeten Führungskräften auch lebensphasengerechte Arbeitszeitmodelle und planbare Arbeitszeiten. „Auf die Dienstplangestaltung muss Verlass sein“, heißt es unter anderem in der Broschüre. Wer im Pflegeberuf auf Dauer erlebe, dass auf Dienstpläne und Einsatzzeiten kein Verlass ist, werde dem Arbeitsplatz schnell wieder den Rücken kehren.

Um geeignete und motivierte Mitarbeiter für die Langzeitpflege zu gewinnen und auch zu halten, müsse in den Führungsetagen der Pflegeeinrichtungen der „Schalter umgelegt“ werden, sind sich die Experten sicher: „Weg von klassischer Stellenverwaltung, hin zu einer modernen, ausgereiften Personalarbeit“. (ne)

Zum Weiterlesen: www.bundesgesundheitsministerium.de/Arbeitshilfe-Langzeitpflege

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