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03.09.2018 | Psychiatrie | Nachrichten

Klettern gegen die Angst

Was vor fünf Jahren als Ausflugsprogramm für Patienten begann, gehört heute in der Uniklinik Erlangen fest zum Angebot der Psychiatrischen Tagesklinik: Menschen mit Angststörungen oder Depressionen klettern und lernen dabei nicht nur ihre Furcht zu überwinden.

Bouldertherapeut und Krankenpfleger Stefan Först © Universitätsklinikum Erlangen, Psychiatrische und Psychotherapeutische KlinikBouldertherapeut und Krankenpfleger Stefan Först

Dank der Initiative von drei Krankenpflegern wird seit 2013 in der Psychiatrischen Tagesklinik des Erlanger Uniklinikums das sogenannte Bouldern therapeutisch eingesetzt. „Beim Bouldern klettert man immer in Absprunghöhe. Dabei ist man nicht gesichert“, erklärt Krankenpfleger und Bouldertherapeut Stefan Först in der Septemberausgabe von HEILBERUFE. „Jeder entscheidet selbst, ob er einen Schritt weitergeht oder aufhört.“ Diese Selbstbestimmung wirke sich positiv auf Menschen mit einer psychischen Erkrankung aus. Er selbst hat mit dem Bouldern seine Höhenangst in den Griff bekommen. Bei den Patienten steigert es nicht nur das Selbstwertgefühl, sondern unterbricht auch lähmende Gedankenschleifen: „Wenn man klettert, ist man mit den Gedanken immer im Hier und Jetzt“, so Först. Die positiven Auswirkungen auf die Psyche der Patienten konnte auch eine begleitende Pilotstudie nachweisen.

Und die kletterbegeisterten Krankenpfleger geben ihre positiven Erfahrungen gerne auch an Kollegen weiter. In ihrem eigens gegründeten Unternehmen schulen Stefan Först, Matthias Schopper und Stefan Fuchs Pflegekräfte und Sozialarbeiter, die das therapeutische Klettern in ihrer Einrichtung anbieten wollen.

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