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01.06.2010 | CME Weiterbildung · Zertifizierte Fortbildung | Ausgabe 4/2010

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2010

Prognosebeurteilung nach kardiopulmonaler Reanimation

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2010
Autoren:
Prof. Dr. H.-C. Hansen, W.F. Haupt

Zusammenfassung

Die kardiopulmonale Wiederbelebung stellt eine häufige und typische Notarzteinsatzindikation dar. Die Prognose des Patienten lässt sich oft schon in den ersten Krankheitstagen genau eingrenzen; dies betrifft insbesondere die ungünstige Entwicklung zu einem postanoxischen Koma mit tödlichem Ausgang oder persistierendem apallischen Syndrom. Spezifische Indikatoren sind die folgenden auch am 3. Tag nach der Reanimation und trotz aufgehobener Analgetika-/Sedativawirkung weiterhin bestehenden neurologischen Ausfälle: Verlust der Pupillenreflexe, Koma mit Strecksynergismen oder ohne Motorik und generalisierter Status myoclonicus. Frühzeitiger und unabhängig von der Medikation zeigen am 2. Krankheitstag im Blut gemessene Werte der neuronenspezifischen Enolase (NSE) bei starker Erhöhung (>33 µg/l) oder elektrophysiologische Befunde (schwerste Leitungsstörungen im somatosensorisch evozierten Potenzial, SEP) die schlechte Prognose ebenfalls hochspezifisch an. Der Rückschluss auf einen günstigen Verlauf ist dagegen selten frühzeitig möglich. Bei Kindern und primär unterkühlten Patienten können nur eingeschränkte prognostische Aussagen gemacht werden. Eine therapeutische Hypothermie über 24 h ändert zwar die grundsätzliche prognostische Bedeutung der genannten gravierenden Befunde nicht, allerdings fehlen gegenwärtig ausreichende Daten über den Zeitpunkt der frühestmöglichen verlässlichen prognostischen Voraussage aus SEP und NSE nach Hypothermiebehandlung.

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Literatur
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