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Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 6/2019

03.08.2018 | Originalien

Prävalenzen von Demenz in Universitätskliniken

Analyse von ICD-10-Kodierungen in fünf Universitätskliniken in Deutschland über zwei Geschäftsjahre

verfasst von: Dipl-Pflegew. (FH) Birgit Vogt, Tobias Mai, Johanna Feuchtinger, Helene Maucher, Barbara Strohbücker, Christa Flechinger, Birgit Alpers, Martina Roes

Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 6/2019

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Zusammenfassung

Hintergrund

Demografische Veränderungen führen zu einer Zunahme von Patienten mit Demenz im Krankenhaus. Aus Deutschland liegen hierzu wenige epidemiologische Daten vor; Anhaltszahlen aus Universitätskliniken (UK) fehlen ganz. Auf der Grundlage von ICD-10-GM-Routinedaten wurden Prävalenzraten in UK und deren Verteilung analysiert.

Methodik

In einer Sekundäranalyse wurden ICD-10-GM-Haupt- und ICD-10-GM-Nebendiagnosen für das Krankheitsbild Demenz aus den Jahren 2014 und 2015 aus fünf UK analysiert. Berücksichtigt wurden alle stationären Fälle ≥18 Jahren mit einer Aufenthaltsdauer ≥24 h (2014 n = 187.168; 2015 n = 189.040). Eine differenzierte Analyse erfolgte für die >69-Jährigen (2014 n = 67.111; 2015 n = 67.824).

Ergebnisse

Die Jahresprävalenz (2014/2015) für alle fünf UK lag für Patienten ≥18 Jahren bei 1,3 % bzw. 1,4 %, für die Gruppe der >69-Jährigen bei 3,3 % bzw. 3,5 %. Innerhalb der fünf UK variierten die Prävalenzen für Patienten ≥18 Jahren zwischen 0,44–2,16 % (2014) und 0,44–2,77 % (2015) und für die >69-Jährigen zwischen 1,16–5,52 % (2014) und 1,16–7,06 % (2015). Die meisten Fälle standen in Verbindung zu den Hauptdiagnosegruppen Traumatologie, Kardiologie, Gastroenterologie und Neurologie.

Diskussion

Durch Analyse von Routinedaten können Hinweise auf die Prävalenz von Demenz in UK gewonnen werden. Die Angaben für die >69-Jährigen variieren zwischen den einzelnen UK jedoch stark. Gründe hierfür können unterschiedliche Versorgungsaufträge sein, v. a. in Bezug auf geriatrische Patienten. Möglich ist aber auch, dass Assessmentverfahren uneinheitlich und unzuverlässig sind und damit letztlich auch die Kodierung. Ein standardisiertes Verfahren für die Identifikation von Menschen mit Demenz ist erforderlich.
Fußnoten
1
Die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme, 10. Revision, German Modification (ICD-10-GM), ist die amtliche Klassifikation zur Verschlüsselung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung in Deutschland. Seit dem 1. Januar 2017 ist die ICD-10-GM in der Version 2017 anzuwenden. http://​www.​dimdi.​de/​static/​de/​klassi/​icd-10-gm/​index.​htm.
 
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Metadaten
Titel
Prävalenzen von Demenz in Universitätskliniken
Analyse von ICD-10-Kodierungen in fünf Universitätskliniken in Deutschland über zwei Geschäftsjahre
verfasst von
Dipl-Pflegew. (FH) Birgit Vogt
Tobias Mai
Johanna Feuchtinger
Helene Maucher
Barbara Strohbücker
Christa Flechinger
Birgit Alpers
Martina Roes
Publikationsdatum
03.08.2018
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 6/2019
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-018-1433-5

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