Skip to main content
Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin 8/2020

01.12.2020 | Originalien

Präklinische Nutzung der Schockraumalarmierung nach Unfallhergang. Ergebnis einer Online-Umfrage

verfasst von: Dr. med. P. Hagebusch, P. Faul, F. Naujoks, R. Hoffmann, U. Schweigkofler

Erschienen in: Notfall + Rettungsmedizin | Ausgabe 8/2020

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Die Versorgung eines traumatologischen Patienten bedarf eines erheblichen Aufwands an Personal und Ressourcen. Aktuell ist die Alarmierung eines Schockraums nach den sog. GoR-B-Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie möglich, man spricht vom Schockraum nach Unfallhergang. Dies wurde im Zuge der S3-Leitlinie zur Polytraumaversorgung implementiert. Diese Leitlinie hat in den letzten Jahren u. a. zu einer signifikanten Senkung der Mortalität bei Schwerverletzten beigetragen. Jedoch ist es parallel zu einer relevanten Mehrauslastung der Schockräume gekommen, was eine erhebliche finanzielle und personelle Belastung bedeutet. Die Frage nach einer möglichen Reduktion der Schockraumvorhaltung wird kontrovers diskutiert. Die durchgeführte Umfrage richtete sich an präklinisch tätige Ärztinnen und Ärzte sowie Rettungsdienstmitarbeiter(innen) und diente der Untersuchung der präklinischen Anwendung der Schockraumanmeldung nach Unfallhergang. Dabei konnte gezeigt werden, dass die Alarmierung sehr heterogen genutzt wird. Ein Rückschluss auf die Verletzungsschwere des Patienten bzw. die zu aktivierenden Kräfte erscheint für das aufnehmende Traumazentrum kaum möglich. Die automatische Reduktion der Schockraumvorhaltung bei Anmeldung nach Unfallhergang – ohne weitergehende Informationen z. B. durch Arzt-Arzt-Gespräch – kann daher zurzeit aus unserer Sicht nicht empfohlen werden.
Literatur
2.
Zurück zum Zitat Schoeneberg C, Schiling M, Keitel J, Kaudther DBM (2017) Polytrauma – ein Versuch der Validierung durch eine retrospektive Analyse von 2304 Patienten (2002–2011) an einem überregionalen ( Level 1 ) Traumazentrum TraumaNetwork , Trauma Registry of the DGU ® , Whitebook , S3 Guideline on Treatment of Polytrauma. Zentralblatt für Chir – Zeitschrift für Allg Visz Thorax- und. Gefäßchirurgie 142(2):199–208 Schoeneberg C, Schiling M, Keitel J, Kaudther DBM (2017) Polytrauma – ein Versuch der Validierung durch eine retrospektive Analyse von 2304 Patienten (2002–2011) an einem überregionalen ( Level 1 ) Traumazentrum TraumaNetwork , Trauma Registry of the DGU ® , Whitebook , S3 Guideline on Treatment of Polytrauma. Zentralblatt für Chir – Zeitschrift für Allg Visz Thorax- und. Gefäßchirurgie 142(2):199–208
3.
Zurück zum Zitat Marzi I, Lustenberger T, Störmann P, Mörs K, Wagner N, Wutzler S (2019) Steigender Vorhalteaufwand für den SchockraumIncreasing overhead ressources of the trauma room. Unfallchirurg 122:53–58CrossRef Marzi I, Lustenberger T, Störmann P, Mörs K, Wagner N, Wutzler S (2019) Steigender Vorhalteaufwand für den SchockraumIncreasing overhead ressources of the trauma room. Unfallchirurg 122:53–58CrossRef
4.
Zurück zum Zitat Rotonda M, Cribari C, Smith RS (2014) Resources for optimal care of the traumatised patient 2014-annotated Rotonda M, Cribari C, Smith RS (2014) Resources for optimal care of the traumatised patient 2014-annotated
5.
Zurück zum Zitat Linder F, Holmberg L, Bjorck M, Juhlin C, Thorbjornsen K, Wisinger J, Polleryd P, Eklof H, Mani K (2019) A prospective stepped wedge cohort evaluation of the new national trauma team activation criteria in Sweden—the TRAUMALERT study. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 27:1–10CrossRef Linder F, Holmberg L, Bjorck M, Juhlin C, Thorbjornsen K, Wisinger J, Polleryd P, Eklof H, Mani K (2019) A prospective stepped wedge cohort evaluation of the new national trauma team activation criteria in Sweden—the TRAUMALERT study. Scand J Trauma Resusc Emerg Med 27:1–10CrossRef
6.
Zurück zum Zitat Smith D, Chapital A, Burgess D, Uperesa B (2011) Trauma activations and their effects on non-trauma patients. J Emerg Med 41:90–94CrossRef Smith D, Chapital A, Burgess D, Uperesa B (2011) Trauma activations and their effects on non-trauma patients. J Emerg Med 41:90–94CrossRef
7.
Zurück zum Zitat Spering C, Roessler M, Kurlemann T, Dresing K, Stürmer KM, Lehmann W, Sehmisch S (2018) Optimized resource mobilization and quality of treatment of severely injured patients through a structured trauma room alarm system. Unfallchirurg 121:893–900CrossRef Spering C, Roessler M, Kurlemann T, Dresing K, Stürmer KM, Lehmann W, Sehmisch S (2018) Optimized resource mobilization and quality of treatment of severely injured patients through a structured trauma room alarm system. Unfallchirurg 121:893–900CrossRef
8.
Zurück zum Zitat Lenz W, Luderer M, Seitz G (2003) Die Dispositionsqualität einer Rettungsleitstelle. Qualitätsmanagement mit der „Rückmeldezahl“. Notf Rett Med 3:72–80 Lenz W, Luderer M, Seitz G (2003) Die Dispositionsqualität einer Rettungsleitstelle. Qualitätsmanagement mit der „Rückmeldezahl“. Notf Rett Med 3:72–80
9.
Zurück zum Zitat Waydhas C, Baake M, Becker L, Buck B, Düsing H, Heindl B, Jensen KO, Lefering R, Mand C, Paffrath T, Schweigkofler U, Sprengel K, Trentzsch H, Wohlrath B, Bieler D (2018) A consensus-based criterion standard for the requirement of a trauma team. World J Surg 42:2800–2809CrossRef Waydhas C, Baake M, Becker L, Buck B, Düsing H, Heindl B, Jensen KO, Lefering R, Mand C, Paffrath T, Schweigkofler U, Sprengel K, Trentzsch H, Wohlrath B, Bieler D (2018) A consensus-based criterion standard for the requirement of a trauma team. World J Surg 42:2800–2809CrossRef
Metadaten
Titel
Präklinische Nutzung der Schockraumalarmierung nach Unfallhergang. Ergebnis einer Online-Umfrage
verfasst von
Dr. med. P. Hagebusch
P. Faul
F. Naujoks
R. Hoffmann
U. Schweigkofler
Publikationsdatum
01.12.2020
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 8/2020
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-020-00679-7

Weitere Artikel der Ausgabe 8/2020

Notfall + Rettungsmedizin 8/2020 Zur Ausgabe

Teamwork + Education

Muskelrelaxanzien im Notfall