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09.01.2020 | Politik | Nachrichten

Bayern will Versorgung mit Hebammen verbessern

Geschlossene Kreißsäle und überlastete Hebammen. Der Freistaat Bayern will jetzt mit einem Aktionsprogramm gegensteuern. Für bessere Arbeitsbedingungen von Hebammen.

Das Aktionsprogramm zur Verbesserung der Hebammenversorgung in Bayern kann durchstarten. Bei einem „Runden Tisch“ am Mittwoch in Nürnberg wurden die gemeinsam vom Gesundheitsministerium im Freistaat und anderen Akteuren aus dem Bereich der Geburtshilfe und Schwangerenversorgung erarbeiteten Maßnahmen einstimmig beschlossen.

„Mit zusätzlichen Impulsen wollen wir die Versorgung von Mutter und Kind sicherstellen – und zwar vor, während und nach der Geburt“, so Gesundheitsministerin Melanie Huml im Anschluss an das Treffen. Auch soll durch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Aufwertung der Ausbildung der Hebammenberuf attraktiver werden.

Verbessert werden sollen etwa die Informationen für Schwangere und Mütter durch Einrichtung regionaler Hebammenzentralen. Sie sollen die – derzeit in manchen Regionen langwierige – Suche nach freiberuflich tätigen Hebammen abkürzen.

Eine wichtige Rolle bei der Vernetzung kommt der neuen Koordinierungsstelle zu, die am Landesamt für Pflege (LFP) in Amberg eingerichtet wird. Sie soll Kommunen bei Maßnahmen vor Ort beraten und durch die Zusammenarbeit mit den „GesundheitsregionenPlus“ den Informationsaustausch zwischen Land und Kommune sichern sowie die Fortbildungen für Hebammen und Ärzte koordinieren.

Ein weiterer zentraler Punkt in dem Aktionsprogramm ist die Überführung der bisherigen Ausbildung an den Berufsfachschulen in eine akademische Ausbildung. „Die auf Bundesebene neu geregelte hochschulische Hebammenausbildung muss jetzt zügig umgesetzt werden“, fordert Huml.

Daher sei im Rahmen des Aktionspapiers vorgesehen, durch frühzeitige Information der Betroffenen und enge Zusammenarbeit mit allen Beteiligten den Übergang bestmöglich zu gewährleisten. (bfe)

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