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30.05.2017 | Politik | Nachrichten

Pflegedialog: Fachkräftebedarf regional sichern

Unter dem Dach des "Fachkräftegipfels Pflege" sollen im Rahmen von fünf "Regionalen Pflegedialogen" im Land regionenspezifische Beiträge zur Fachkräftesicherung in der Pflege erarbeitet werden. "Unser Ziel ist es, eine menschenwürdige und qualitativ hochwertige pflegerische und medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz sicherzustellen und weiterzuentwickeln", erklärte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler am 30. Mai anlässlich des "Regionalen Pflegedialogs" in Mainz.

Dazu bräuchte man ausreichend Personal, gute Bezahlung, attraktive Arbeitsbedingungen und eine Reform der Pflegeausbildung. Rheinland-Pfalz habe das schon früh erkannt und als erstes Bundesland bereits 2002 die flächendeckende und regional differenzierte Arbeitsmarktanalyse "Branchenmonitoring" für den Bereich der Pflegeberufe eingeführt.

Demnach konnten zwischen 2011 und 2016 die Ausbildungszahlen in der Pflege deutlich gesteigert werden, insbesondere in der Altenpflege um 31 Prozent. Die Herausforderungen für das Berufsfeld Pflege seien durch gemeinsames Handeln aller Akteure zu bewältigen. So gab es laut Branchenmonitoring im Jahr 2015 in Rheinland-Pfalz zwar einen Pflegekräfteengpass von 1.900 Personen, aber die ursprünglich prognostizierte Lücke von 5.369 Pflegekräften konnte um 65 Prozent reduziert werden. Bätzing-Lichtenthäler wertete diese Entwicklung als großartigen Erfolg. "Auf dieser guten Basis haben wir im Januar gemeinsam beschlossen, die Fachkräfteinitiative fortzuführen."

Im Rahmen der regionalen Fachkräftedialoge mit den Beteiligten und den Akteuren vor Ort sollen jetzt die Handlungsfelder diskutiert und konkrete Ziele und Maßnahmen erarbeitet werden. Diese würden dann in die Vereinbarung zur Fachkräfteinitiative 2.0 auf Landesebene einfließen, so die Ministerin. Der konstruktive Dialog mit der Praxis habe sich bewährt: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit den Akteuren der Initiative die zukünftigen Herausforderungen für die Fachkräftesicherung in der Pflege angehen und in gute Bahnen lenken werden."