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26.04.2022 | Politik | Nachrichten

Sektorenübergreifende Versorgung: DPR fordert Einbindung der Pflege

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Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat sich zur Notwendigkeit einer sektorenübergreifenden Versorgung bekannt. Diese könne aber nur gelingen, wenn auch die Pflege in Entscheidungen eingebunden wird.

Gemeindeschwester Präventiver Hausbesuch © pikselstock / stock.adobe.comPflegefachpersonen sitzen an vielen Schnittstellen. Aus Sicht des DPR kann die sektorenübergreifende Versorgung nur unter Einbezug der Pflege gelingen.

Hintergrund ist ein von der AOK-Gemeinschaft bereits im November vorgeschlagenes „3+1-Modell“. Danach soll die übergreifende Planung der ambulanten und stationären Versorgung auf Landesebene durch ein Gremium aus Krankenhäusern, Kassenärzten und Krankenkassen erfolgen – unter Beteiligung der jeweiligen Landesregierung. In einem Interview mit dem Fachmagazin G+G bezeichnete der Vorsitzende des Sachverständigenrates für Gesundheit, Professor Ferdinand M. Gerlach, das vorgeschlagene Modell jetzt als eine „Chance, die wir nutzen sollten“.

Ohne Pflege geht es nicht

Für DPR-Präsidentin Christine Vogler ist jedoch klar: Ohne das Know-how derjenigen, die „wesentlich die Versorgung gewährleisten“, kann es nicht gehen. Die AOK-Gemeinschaft wolle ein neues Gremium einführen, das über wesentliche Strukturen der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung bestimmen soll. Zwingend notwendig sei daher ein „4+1-Modell“, das auch die Profession Pflege einbinde. 

Der DPR lehnt jegliche Ausgrenzung der größten Berufsgruppe im Pflege- und Gesundheitswesen bei Entscheidungen, die sie betreffen, kategorisch ab: „Was richtig und möglich für die Profession ist, das kann nur sie selbst entscheiden“, betonte Vogler und forderte die AOK-Gemeinschaft dazu auf, das vorgeschlagene Modell um die Profession Pflege auf 4+1 zu erweitern. Vogler: „Das ist ein erster Schritt zur unumgänglichen Wertschätzung für die Pflege.“ (ne)

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