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04.09.2018 | Politik | Nachrichten

Ab 2019 soll die Pflege-Ausbildung im Norden kostenfrei sein

Gesundheitsminister Glawe will Tempo bei dem Vorhaben, das Schulgeld abzuschaffen.

Lernen © Kzenon/Fotolia

In Mecklenburg-Vorpommern soll die Pflegeausbildung bald kostenfrei sein. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) hofft auf eine Realisierung ab dem Ausbildungsjahr 2019/2020.

"Wir brauchen diesen Schritt. Je eher desto besser", sagte Glawe. Derzeit beschäftigt sich im Nordosten noch eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Gesundheitsministeriums mit der Umsetzung der kostenfreien Pflegeausbildung. Die Kosten für das Schulgeld werden auf rund 1,4 Millionen Euro pro Jahr geschätzt, die das Land zu stemmen hätte.

Glawe hält diese Entlastung der Pflegeschüler für dringend erforderlich: "Wenn der Pflegeberuf attraktiv sein soll, dann muss er das von Anfang sein. Die schulgeldfreie Ausbildung ist auch notwendig, um im Wettbewerb mit anderen Ländern attraktiv zu sein", sagte Glawe.

Mit dem Vorstoß will Mecklenburg-Vorpommern ein Jahr vor der bundesweiten Verpflichtung die kostenlose Pflegeausbildung ermöglichen. Die Finanzierung der Pflegeberufeausbildung soll ab 2020 über einen Ausgleichsfonds erfolgen, der vom Land eingerichtet wird. Neben dem Land selbst werden dann Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Kranken- und Pflegekassen einzahlen.

Die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes ist laut Glawe ein "Kraftakt für alle Beteiligten". Neben einer Umlageordnung müssen ein Rahmen-Curriculum und eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung entwickelt werden. Auch der Ausbau der hochschulischen Pflegeausbildung ist damit verbunden.

Die Studiengangkonzepte sollen einen primärqualifizierenden Bachelorstudiengang und konsekutive Masterangebote für ein Arbeitsfeld in der Pflege, Wissenschaft, Management oder Pädagogik umfassen. "Dabei ist auf vertikale Durchlässigkeit und die Entwicklung von Anerkennungsverfahren für Pflegefachpersonen mit einer dreijährigen Berufsausbildung ohne formale Hochschulzugangsberechtigung zu achten", so Glawe. (di)

Quelle: Ärzte Zeitung

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