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06.09.2017 | Politik | Nachrichten

Personaluntergrenzen: Beratungen gestartet

Die Beratungen zur Festlegung verbindlicher Personaluntergrenzen in der Pflege sind gestartet. Mit einer Beschränkung auf pflegesensitive Bereiche ist es nicht getan, mahnt die Gewerkschaft Verdi.

Wenn jetzt über Personaluntergrenzen für Teilbereiche der Pflege verhandelt werde, könne dies nur ein erster Schritt sein, dem schnell weitere folgen müssten, teilte die Gewerkschaft im Vorfeld der Beratungen mit. Sonst berge dies die Gefahr, dass aus anderen Bereichen Personal abgezogen werde. „Das gesamte Krankenhausgeschehen muss in den Blick genommen werden. Egal in welchem Bereich Patienten versorgt werden“, betonte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Eine vernünftige Personalausstattung sei die Voraussetzung für eine sichere Versorgung.

Die extrem hohe Personalbelastung und unzumutbare Arbeitsbedingungen in einem Großteil der Krankenhäuser erfordern nach Ansicht der Gewerkschaft schnell wirksame Maßnahmen zur Entlastung des Personals und zur Gewährleistung der Patientensicherheit. Für die nachhaltige Verbesserung der „dramatisch schlechten Personalsituation“ sei eine Personalbemessung erforderlich, die sich am individuellen Pflegebedarf der Patienten orientiere.

Der Gesetzgeber hatte Anfang Juni die Vertragsparteien der Selbstverwaltung damit beauftragt, Personaluntergrenzen für pflegesensitive Bereiche zu entwickeln. Gelingt dies bis zum 30. Juni 2018 nicht, legt das Bundesgesundheitsministerium mit Wirkung zum 1. Januar 2019 Untergrenzen fest.

Die Gewerkschaft Verdi und weitere Organisationen und Verbände sind an den Beratungen der Selbstverwaltungspartner beteiligt. (ne)

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