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14.03.2018 | Politik | Nachrichten

Kommt ein Ministerium für Gesundheit und Pflege?

Angesichts der gesellschaftlichen Relevanz der Pflege plädieren die Grünen für eine Umbenennung des Bundesgesundheitsministeriums in ein „Ministerium für Gesundheit und Pflege“. Auch das geplante Sofortprogramm für die Pflege müsse deutlich erweitert werden.

Kordula Schulz-Asche (pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion) © Pressefoto KaminskiKordula Schulz-Asche, pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion

„Die Pflege ist eine der größten wachsenden Herausforderungen unserer Gesellschaft“, erklärt die die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kordula Schulz-Asche in einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel und den designierten Gesundheitsminister Jens Spahn.

2,9 Millionen Menschen in Deutschland seien pflegebedürftig, Millionen von Angehörigen in die Pflege involviert und Tausende Pflegefachkräfte täglich im Einsatz bei ständig steigender Arbeitsbelastung. „Der Pflegeberuf braucht dringend mehr Aufmerksamkeit“, so Schulz-Asche.

In einer Umbenennung des Gesundheitsministeriums sieht sie einen Schritt der Anerkennung. Spahn müsse darüber hinaus ein wirksames Pflege-Sofortprogramm auf die Beine stellen. Die im Koalitionsvertrag vereinbarten 8.000 Pflegestellen seien unzureichend. „Der Bedarf an zusätzlichen Pflegekräften ist weitaus größer. Wir fordern die Finanzierung von jeweils 25.000 zusätzlichen Fachkraftstellen für die Alten- und Krankenpflege“, so Schulz-Asche.

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