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02.06.2022 | Politik | Nachrichten

DPR fordert umgehende Einführung der PPR 2.0

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Vor dem Hintergrund einer aktuellen Studie fordert der DPR die umgehende Einführung der PPR 2.0. Die Versorgung in den Krankenhäusern sei gefährdet und die Politik müsse endlich handeln.

Personal © pkruger / iStock / ThinkstockEine bundeseinheitliche und bedarfsgerechte Personalbemessung fordern DPR und die Gewerkschaft Verdi.

Im Rahmen seiner Studie hatte der Gesundheitssystemforscher Michael Simon ermittelt, dass auf Deutschlands Intensivstationen bis zu 50.000 Pflegekräfte in Vollzeit fehlen. Die Personalengpässe auf Intensiv- und Normalstationen beeinflussen sich laut Simon aber auch wechselseitig. „Wie viel an Beweisen, Studien und Analysen benötigt die Bundesregierung noch, um endlich umfassend und vor allem schnell zu reagieren und den Worten Taten folgen zu lassen?“, fragte DPR-Vize-Präsidentin Irene Mayer am Donnerstag in einer Stellungnahme. Der Pflegenotstand gefährde die medizinische und pflegerische Versorgung.

Bundeseinheitliche Personalbemessung

Notwendig sei eine bundeseinheitliche Personalbemessung für die Intensiv- und Normalstationen der Krankenhäuser, so Mayer weiter und wiederholte die Forderung des DPR nach einer zügigen Umsetzung der PPR 2.0.

Für die DPR-Vizepräsidentin ist das aber nicht ausreichend. Es gehe auch darum, die komplexen Ursachen für den massiven Personalmangel zu analysieren. Darauf aufbauend sei ein Gesamtplan zu entwickeln, wie es unter „dieser verheerenden Ausgangslage“ gelingt, die pflegerische Versorgung der Bevölkerung in der Zukunft aufrechtzuerhalten. Mayer betonte: „Auch hierzu liegen die Erkenntnisse bereits auf dem Tisch. Politisch muss jetzt endlich schnell und richtig reagiert werden.“

Verdi: Teufelskreis durchbrechen

Auch die Gewerkschaft Verdi nimmt die von der Hans-Böckler Stiftung geförderte Studie zum Anlass, von der Politik bedarfsgerechte Personalvorgaben einzufordern. Im Zuge der Pandemie habe sich die Arbeitsbelastung auf den Intensivstationen weiter verschärft. Pflegepersonen würden aus ihrem Beruf fliehen oder ihre Arbeitszeit reduzieren, weil sie es nicht mehr aushielten. Sylvia Bühler vom Verdi-Bundesvorstand erklärte: „Der Handlungsauftrag an die politisch Verantwortlichen ist klar: Der Teufelskreis aus schlechten Arbeitsbedingungen, Berufsflucht und noch höherer Belastung muss durchbrochen werden." Zentrales Mittel dafür seien bedarfsgerechte und verbindliche Personalvorgaben. (ne)


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