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07.09.2017 | Politik | Nachrichten

DPR: Finger weg von Fachkraftquote

Der pflegepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erwin Rüddel, plädiert aktuell für eine Lockerung der Fachkraftquote in Pflegeeinrichtungen. Damit könnten die Einrichtungsbetreiber den Personaleinsatz besser gestalten. Für den DPR ein inakzeptabler Vorschlag.

„Finger weg von der Fachkraftquote in stationären Pflegeeinrichtungen“, erklärte dazu der Präsident des Deutschen Pflegerates (DPR) Andreas Westerfellhaus in Berlin. Im Mittelpunkt dürfe nicht die Flexibilisierung des Personaleinsatzes für die Einrichtungsbetreiber stehen, sondern die Patientensicherheit. Um diese zu gewährleisten, muss nach Auffassung des DPR die seit Mitte der Neunzigerjahre geltende Fachkraftquote von 50 Prozent vielmehr nach oben angepasst werden. Nicht nur die Zahl der Pflegebedürftigen sei seither stark gestiegen, sondern auch der Bedarf an qualifizierter Pflege. Als Gründe nennt der Pflegedachverband Hochaltrigkeit, Multimorbidität und den generellen Anstieg von Pflegeleistungen durch Pflegestärkungsgesetze und den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff.

© drubig-photo / Fotolia

Der DPR fordert daher die Ermittlung und Einführung einer an dem gestiegenen Pflegebedarf ausgerichteten Fachkraftquote. Diese müsse auch Bestandteil des vom Gesetzgeber bis zum Jahr 2020 geforderten Personalbemessungssystems sein. Zudem sei eindeutig festzulegen, mit welchem Personal und mit welcher Qualität die vom Gesetzgeber geforderten Leistungen erbracht werden sollen. (ne)