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07.09.2017 | Politik | Nachrichten

Weniger Bürokratie in der Pflegedokumentation

Mit dem Entbürokratisierungsprojekt des Pflegebevollmächtigten hatte die Regierung eine vereinfachte Pflegedokumentation eingeführt. Jetzt geht die Verantwortung in die Hände der Trägerverbände über.

Mit dem Projekt „Ein-Step“ wurde bundesweit eine vereinfachte Pflegedokumentation in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eingeführt. Das Ziel: Die Belastung mit Bürokratie auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Am 31. Oktober 2017 endet das Projekt. Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU),  zog jetzt in Berlin eine positive Bilanz und übergab die Verantwortung an die Trägerverbände in der Pflegebranche.

Laut Fischbach handelt es sich um das „erfolgreichste Entbürokratisierungsprojekt in der Pflege, das es jemals gegeben hat“. „Das unsinnige Häkchen machen im Pflegebericht hat endlich ein Ende“, stellte sie fest. Pflegende in Heimen und Pflegediensten würden handfest entlastet und hätten wieder mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben. Sie appellierte an die Trägerverbände, die vereinfachte Dokumentation in den Einrichtungen konsequent voranzutreiben und sicherte ihnen auch weiterhin ihre Unterstützung zu. Es komme jetzt darauf an, dran zu bleiben und Einrichtungen bei der Entbürokratisierung zu unterstützen. 

Fast jede zweite Pflegeeinreichtung in Deutschland hat teilgenommen

Das am IGES Institut angesiedelte Projektbüro mit Elisabeth Beikirch und Hans-Dieter Nolting hatte im Verlauf mehr als 800 Multiplikatoren der Verbände geschult, die Schulungen der Medizinischen Dienste und Heimaufsichten unterstützt, Leitfäden erstellt und auf Bundesebene die Koordinierung der Unterstützung von Pflegeeinrichtungen übernommen. Sämtliche Bundesverbände der Pflegebranche sowie Bundesländer und Medizinische Dienste stimmten die Umsetzung regelmäßig in einem Lenkungsgremium miteinander ab. Bis August nahmen bundesweit 11.550 Einrichtungen und damit nahezu jede zweite Pflegeeinrichtung in Deutschland an dem Projekt teil.

Auf der Veranstaltung „Mehr Zeit für die Pflege - durch Entbürokratisierung den Pflegealltag verbessern und Professionalisierung fördern - Perspektiven und Reflexion“ dankte Ingrid Fischbach den beteiligten Institutionen für ihr großes Engagement. In Anwesenheit ihres Vorgängers im Amt des Pflegebevollmächtigten, Minister Karl-Josef Laumann, zogen die Verbände der Pflegebranche eine positive Bilanz. Diskutiert wurde aber auch, was zu tun bleibt, damit Pflegeeinrichtungen ihre Dokumentation weiterhin konsequent umstellen und Pflegekräfte entlasten. (ne)

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Bei Ein-STEP sind fast 50 Prozent der ambulanten, stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen in der Langezeitpflege registriert. Drei Fragen an Elisabeth Beikirch: Wie erklärt sie sich dieses Interesse an der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation?

www.patientenbeauftragte.de
www.ein-step.de

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