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01.10.2018 | Politik | Nachrichten

Startschuss für Nationale Demenzstrategie

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Familienministerin Franziska Giffey (SPD) gaben am 19. September in Berlin den Startschuss für die Entwicklung einer „Nationalen Demenzstrategie“. Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz deutschlandweit zu verbessern.

Demenz ©  Ocskay Bence / Fotolia

Die Bundesregierung will die 2014 gegründete „Allianz für Menschen mit Demenz“ zu einer Nationalen Demenzstrategie weiterentwickeln. Im ihrem am 19. September vorgestellten Bericht konnte die Allianz auf rund 450 erfolgreich umgesetzte Projekte verweisen. Dazu gehören auch rund 500 lokale Beratungs- und Unterstützungsangebote. Damit sei es gelungen, so Familienministerin Giffey, die Lebenssituation vieler Erkrankter und ihrer Angehörigen zu verbessern. Für gute Anlaufstellen wolle man jetzt flächendeckend sorgen: „Wir müssen es schaffen, dass die Rahmenbedingungen für Menschen mit Demenz bundesweit verbessert werden.“

Die Nationale Demenzstrategie soll Ziele formulieren und verbindliche Maßnahmen festlegen. Bundesgesundheitsminister Spahn: „Jeder ist gefragt, die Situation von Demenzkranken zu verbessern. Dazu gehört eine gute pflegerische und medizinische Versorgung genauso wie ein verständnisvoller Umgang im Alltag.“

Das Thema Demenz gehört schon in die Pflegeausbildung

Der Deutsche Pflegerat (DPR) unterstützt ebenfalls den Aufbau der Nationalen Demenzstrategie. Wichtig sei es, die Bedeutung demenzieller Krankheiten schon in der Pflegeausbildung zu berücksichtigen. „Eine bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Pflege kann nur durch qualifiziertes Personal ermöglicht werden“, betonte DPR-Präsident Franz Wagner. Ein besonderes Augenmerk will der DPR auch auf die Zusammenarbeit aller Akteure legen. Diese schließe auch das Ehrenamt ein. (ne)

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