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16.05.2024 | Politik | Nachrichten

Pflegeassistenzausbildung – Bayern macht Druck 

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Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach dringt auf eine rasche Einführung des Pflegeassistenzgesetzes. Beim Gesetzgebungsverfahren gebe es keine Zeit zu verlieren. 

Mitte Februar hatten Bundesfamilienministerium und Bundesgesundheitsministerium den Ländern konkrete Eckpunkte für eine bundesweit einheitliche Regelung der Pflegeassistenzausbildung vorgestellt. Der angekündigte Gesetzentwurf lässt aber weiter auf sich warten. Dabei soll die neue Ausbildung zum 1. Januar 2026 starten. 

Vereinheitlichung der Ausbildung "überfällig"

Bayerns Gesundheitsministerin mahnte daher am Dienstag mehr Tempo an: „Um alles entsprechend anzupassen, benötigen wir zeitnah einen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens. Wir verlieren hier unnötig Zeit.“ 

Eine rasche Vereinheitlichung der Ausbildung von Pflegefachhelfenden sei „überfällig“, erklärte die Ministerin am Rande einer Veranstaltung in Nürnberg und verwies auf veränderte Versorgungsstrukturen in der Pflege. "Bislang haben wir einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Landesregelungen. In manchen Bundesländern dauert die Pflegeassistenzausbildung bis zu zwei Jahre – bei uns in Bayern hingegen nur ein Jahr“. Mit der generalistischen Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann habe die Bundesregierung bereits maßgebliche Weichen gestellt.

Flächendeckende Ausbildungsvergütung gewährleisten

Die Einführung eines Pflegeassistenzgesetzes auf Bundesebene sei aber auch notwendig, um dauerhaft eine kostenfreie Ausbildung mit verbindlich geregelter Ausbildungsvergütung gewährleisten zu können. Wie Gerlach erläuterte, können die Träger der praktischen Ausbildung aufgrund der gegenwärtigen Finanzierungssystematik insbesondere in der Langzeitpflege noch keine flächendeckende Ausbildungsvergütung gewährleisten. Aktuell sorge die bayerische Staatsregierung mit freiwilligen Leistungen dafür, dass die Ausbildung kostenfrei angeboten werden könne. (ne)

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