Sozialpädagogische Begleitung gegen Ausbildungsabbrüche bpa fordert klare Rahmenbedingungen
- 26.08.2025
- Politik
- Nachrichten
Brandenburg plant ein sozialpädagogisches Begleitkonzept, um die hohe Abbrecherquote in der Pflegeausbildung zu senken. Der bpa begrüßt den Ansatz, besteht aber auf verbindlichen und angemessenen Rahmenbedingungen.
An Brandenburgs Pflegeschulen gibt es möglicherweise bald Sozialpädagogen, die dazu beitragen sollen, die hohe Zahl an Ausbildungsabbrüchen zu senken. Eine entsprechende Verordnung wird derzeit erarbeitet.
Sozialpädagogische Unterstützung als Lösung
Der bpa-Landesverband begrüßte das Vorhaben am Dienstag nachdrücklich. Viele Menschen würden hochmotiviert in die Pflegeausbildung starten, dann aber an den komplexen Ausbildungsanforderungen oder privaten Herausforderungen, die sie in der Ausbildung nicht ausreichend bewältigen können, scheitern. "Die geplante sozialpädagogische Begleitung ist ein wichtiger Ansatz, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken", betonte bpa-Landesvorsitzende Simone Leske. "Wir brauchen in der Pflege dringend jede einzelne Fachkraft."
Forderungen der Pflegeanbieter
Wirkung kann die Verordnung aus Sicht des bpa nur entfalten, wenn die Rahmenbedingungen klar und verbindlich ausgestaltet werden. Gemeinsam mit dem Brandenburger Pflegeschulbund haben sich die privaten Pflegeanbieter an die Landesregierung gewandt und Konkretisierungen eingefordert. Um qualifizierte Sozialpädagogen für die Stellen zu gewinnen, brauche es eine gute und verlässliche Personalausstattung, eine nachhaltige Finanzierung sowie eine attraktive Vergütung, so der bpa. „Qualifizierte Fachkräfte dürfen nicht in befristeten Projektstellen landen, sondern müssen auch langfristige berufliche Perspektiven erhalten", betonte Landesvorsitzende Leske. (ne)