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24.04.2020 | Politik | Nachrichten

Pflegende verdienen mehr als Applaus und Einmalboni

Gestern hat das Bundeskabinett den Weg für höhere Mindestlöhne in der Altenpflege geebnet.  „Systemrelevante Berufe“ wie die Pflege verdienen deutlich mehr als einen Mindestlohn, findet DBfK-Präsidentin Christel Bienstein.

Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des DBfK © privatChristel Bienstein, DBfK-Präsidentin (© DBfK)

„Die Zahlung eines Mindestlohns, ob für Pflegefachpersonen oder für Pflegehelferinnen, ist kein Anreiz, um diesen Beruf zu wählen oder über lange Jahre darin tätig zu sein“, erklärte am Mittwoch DBfK-Präsidentin Christel Bienstein. Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen und wieder Vertrauen aufzubauen, bräuchte es deutlich mehr. Vor allem eine Entlastung vor Ort sei wichtig.

Durch die seit Jahren schlechten Arbeitsbedingungen seien die beruflich Pflegenden bereits ausgelaugt in die jetzige Krise eingetreten. Seitdem würden sie sich auf höchstem Niveau für die Menschen engagieren, die auf ihre Unterstützung angewiesen sind. „Das verdient mehr als abendlichen Applaus vom Balkon, mehr als den steuerfreien Einmalbonus, die kostenlose Pizza aus der Hand oder das Freitaxi zu Schichtbeginn“, so Bienstein weiter.

Aufwertung des Berufs als Lehre aus Coronakrise

Die DBfK-Präsidentin bekräftigte die Forderung des Berufsverbands nach einem Einstiegsgehalt in Höhe von 4.000 EURO brutto für Pflegefachpersonen. Eine angemessene Vergütung müsse zeitnah von den Tarifpartnern ausgehandelt und von der Bundesregierung für allgemein gültig erklärt werden. Zudem sollten Zulagen grundsätzlich der Belastung angemessen und von Steuern befreit werden.

Bienstein: „Die Aufwertung des Pflegeberufs als Lehre aus der Corona-Pandemie beginnt mit angemessener Pflegepersonalausstattung, verlässlichem Arbeitsschutz und politischer Beteiligung auf allen Ebenen – und hört mit einer gerechten, motivierenden Vergütung längst nicht auf“. (ne)

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