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2018 | Physiotherapie | Buch

Betriebliche Gesundheitsförderung

Ein Leitfaden für Physiotherapeuten

verfasst von: Melvin Mohokum, Julia Dördelmann

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Dieses Buch zeigt Physiotherapeuten in Ausbildung, Studium und Praxis, wie die Umsetzung präventiver Maßnahmen inklusive individueller Konzepterstellung in der betrieblichen Gesundheitsförderung gelingt.Die Vorteile von Maßnahmen zur Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter haben viele Unternehmen längst erkannt. Auch der Staat und die Krankenkassen fördern Präventionskonzepte im Setting Betrieb. Die erfahrenen Autoren erklären, wie Sie Zugang zu Unternehmen erlangen, Aufträge erfolgreich akquirieren und maßgeschneiderte Konzepte erstellen.Lernen Sie von den Experten, wie Sie Ihre Kompetenzen und Erfahrungen als Therapeut richtig einsetzen, um professionell in das Tätigkeitsfeld betriebliche Gesundheitsförderung einzusteigen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Grundlagen und Entwicklungen
Zusammenfassung
Zunächst werden in diesem Kapitel die wichtigsten Grundlagen und Grundbegriffe im Zusammenhang mit der betrieblichen Gesundheitsförderung beschrieben. Es werden die nationale sowie die globale Entwicklung der betrieblichen Gesundheitsförderung bis in die Gegenwart erläutert und mithilfe eines Zeitstrahls visualisiert. Ebenfalls werden die unterschiedlichen Motivationen und Vorteile der BGF für Betriebe und Physiotherapeuten aufgezeigt. Auch wird in diesem Kapitel beschrieben, warum Physiotherapeuten eine prädestinierte Berufsgruppe zur Durchführung von Maßnahmen der BGF darstellen. Aktuelle bzw. potenzielle Barrieren werden aufgezeigt, und es wird erläutert, mit welchen Handlungsstrategien der Physiotherapeut diesen begegnen kann. Mit Blick auf die Zielgruppe der BGF werden anhand des Stufenmodells der Partizipation, welches von Wright und Mitarbeitern entwickelt wurde, unterschiedliche Partizipationsstufen mit Beispielen erklärt.
Melvin Mohokum, Julia Dördelmann
2. Zugang zur Zielgruppe
Zusammenfassung
Kapitel 2 vermittelt die ersten Schritte als Physiotherapeut im Tätigkeitsfeld der BGF. Die dargestellte Vorgehensweise dient als Orientierungshilfe, um einen erleichterten Einstieg zu haben und erste Hürden erfolgreich meistern zu können. Das Kapitel beginnt mit den Zugangswegen zur Zielgruppe und der dazugehörigen Akquisearbeit. Darauf folgen Hintergründe und Tipps zum zielführenden Auftreten in den Betrieben. Thematisiert wird nicht nur der Zugang in die Betriebe, sondern auch der Zugang zu den Angestellten mittels verschiedener Motivationsstrategien. Einige Themen, wie Verhandlungen und Marketing, werden aufgrund der Vollständigkeit genannt, aber in einem Extrakapitel noch mal gesondert aufgeführt und vertieft.
Julia Dördelmann
3. Ganzheitliches Gesundheits- bzw. Krankheitsverständnis am Beispiel von Rückenschmerzen
Zusammenfassung
In der arbeitsmedizinischen und arbeitspsychologischen Literatur existiert eine Reihe von Modellen und Theorien, die die gesundheitlichen Auswirkungen einer Arbeitsbeanspruchung erklären und beschreiben. In diesem Kapitel werden einige wichtige Modelle vorgestellt, die zur Erklärung von Wirkzusammenhängen in der BGF herangezogen werden. Am Beispiel von Rückenschmerzen wird der Zusammenhang zwischen Prävention, Therapie und Arbeit im Rahmen der BGF verdeutlicht.
Melvin Mohokum
4. Konzeptentwicklung
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die Grundlagen des Projektmanagements erklärt und mit praktischen Beispielen aus der BGF illustriert. Es werden unterschiedliche Methoden zur Projektführung, -steuerung, -kontrolle und zur Zielerreichung vorgestellt. Der Leser soll die Relevanz des Projektmanagements verstehen und Projektmanagement im Kontext der BGF praktisch anwenden können. Ein weiterer wichtiger Bestandteil stellt die Evaluation von Konzepten, Maßnahmen und Projekten in der BGF dar. Der Leser lernt unterschiedliche Möglichkeiten der Evaluation (Kennzahlen, Fragebögen, Assessments etc.) kennen, die er dann in das jeweilige Setting übertragen kann.
Melvin Mohokum
5. Angebotsunterbreitung und Vertragserstellung
Zusammenfassung
In Projekten zur BGF steckt viel Arbeit und Energie. Damit sich der Aufwand lohnt, ist es wichtig, seine Leistungen erfolgreich an die Zielgruppe heranzutragen, sein Angebot gewinnbringend zu kalkulieren und sich die Zusammenarbeit schriftlich bestätigen zu lassen. In diesem Kapitel wird zunächst erläutert, wie ein zielgruppenorientiertes Angebot erstellt wird. Anhand von Beispielen werden unterschiedliche Angebotsformen, wie beispielsweise eine pauschale oder aufgeschlüsselte Preisangabe, aufgezeigt. Darauf aufbauend folgt das Verfassen von Verträgen. Nach Klärung des Aufbaus von Angebot und Vertrag wird ein besonderes Augenmerk auf die Kostenkalkulation von BGF-Projekten gelegt. Danach folgen rhetorische Tipps zu Vertragsverhandlungen. Das Kapitel schließt mit Informationen zum Versicherungsschutz während der Umsetzung von BGF-Maßnahmen ab.
Julia Dördelmann
6. Marketing
Zusammenfassung
Kapitel 6 befasst sich mit den verschiedenen Bestandteilen eines effektiven Marketing-Mixes. Aufgrund der vielen Facetten und Möglichkeiten können nicht alle Medien und Gestaltungsprinzipien gleichermaßen besprochen werden. Der Leser soll für das Thema sensibilisiert werden, um gewinnbringend zu arbeiten. Eine Marketingstrategie ist erfolgreicher, wenn sie aktuell, ehrlich und authentisch ist. Das Kernprodukt sollte leicht zu erfassen sein, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe zu wecken. In diesem Kapitel wird ein Überblick gegeben über die Bestandteile eines Marketing-Mixes, das Heilmittelwerbegesetz und Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, Akquisegespräche, innerbetriebliches Marketing und Aufbau und Umsetzung von Präsentationen mit der Wahl der richtigen Medien.
Julia Dördelmann
7. Finanzierungshilfen
Zusammenfassung
Abhängig von der Art der Kostenübernahme und der Finanzierungshilfen existieren unterschiedliche Leistungsanforderungen an Angebote der BGF. Grundsätzlich gibt es drei Varianten der Kostenübernahme. Entweder zahlt der Betrieb selbst oder die Krankenkassen übernehmen die Kosten komplett oder beteiligen sich zu einem bestimmten Prozentsatz daran. Bei allen Varianten spielen der § 20 und spezieller die §§ 20a und 20b des SGB V eine zentrale Rolle. Kapitel 7 soll dem Leser einen Überblick über Finanzierungshilfen und Anforderungen der Kostenträger an die Physiotherapeuten verschaffen. Als Grundlage des Kapitels dienen der Leitfaden Prävention in der Fassung von 2014 (GKV Spitzenverband in Zusammenarbeit mit Krankenkassen auf Bundesebene 2014) und § 3 Nr. 34 Einkommensteuergesetz (EstG) in der aktuell gültigen Fassung.
Julia Dördelmann
8. Ergonomie am Arbeitsplatz mit Praxisbeispielen

In diesem Kapitel wird ergonomisches Basiswissen vermittelt und die praktische Anwendung anhand von Beispielen demonstriert. Auf wichtige Verordnungen, Richtlinien und Gesetze wird Bezug genommen. Momentan sind in Deutschland ca. 43,8 Mio. Menschen erwerbstätig, davon sind rund 18 Mio. Büroarbeitsplätze. Damit arbeitet fast jeder zweite Erwerbstätige in der Bundesrepublik Deutschland an einem Büroarbeitsplatz – und das branchenunabhängig. Dabei ist die Tendenz in Handel, Handwerk und Dienstleistung weiter steigend. In diesem Kapitel wird gezeigt, wie ein Büroarbeitsplatz ergonomisch richtig eingestellt wird und worauf ein Physiotherapeut achten soll. Weiterhin werden eine Checkliste zur Verfügung gestellt, Tipps für Büroangestellte vermittelt sowie spezielle Ausgleichsübungen demonstriert. Ebenfalls werden praktische Tipps an einem Nicht-Büroarbeitsplatz erläutert.

Melvin Mohokum, Julia Dördelmann
9. Kommunikation
Zusammenfassung
Betriebliche Gesundheitsförderung als Physiotherapeut zu praktizieren heißt viel zu kommunizieren. Ein Großteil einer Auftragsdurchführung im Rahmen der BGF besteht in der Kommunikation. Kommunikation mit unterschiedlichen Akteuren wie beispielsweise mit dem Gesundheitsmanager, der Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt, dem Abteilungsleiter und der eigentlichen Zielgruppe, den Mitarbeitern. Kommunikation ist aber auch in unterschiedlichen Situationen gefragt wie in Vorträgen, in Einzelcoachings, bei Evaluationsgesprächen, in E-Mails usw. Auch wenn bei einem Physiotherapeuten umfassendes Fachwissen vorhanden ist, so reicht das für eine erfolgreiche Auftragsdurchführung meist alleine nicht aus. Ein professionelles Kommunikationsverhalten ist die Basis einer gesunden Geschäftsbeziehung (nicht nur in der BGF) und trägt wesentlich zu einer gelungenen Auftragsdurchführung bei. Nicht nur der Inhalt einer Nachricht ist wichtig, oft ist es entscheidend, wie etwas gesagt wird.
Melvin Mohokum
10. Recherche und Informationsbeschaffung in der BGF
Zusammenfassung
Der reflektierte Praktiker sollte in der BGF zur Durchführung von anwendungsorientierten Maßnahmen selbstständig auf möglichst wissenschaftliche Fachinformationen zugreifen und diese in der entsprechenden Maßnahme umsetzen. Wissenschaftliche Informationen kommen nicht nur der Theorie, sondern gleichermaßen der Praxis zugute. Theorie und Praxis lassen sich besser miteinander kombinieren und das eigene Handeln kann kritisch hinterfragt werden. Um eine am aktuellen Wissensstand orientierte Behandlung bzw. BGF-Maßnahme durchzuführen, ist es wichtig, sich die neuesten Erkenntnisse auf wissenschaftlichem Niveau anzueignen und diese zu verarbeiten. Zur Wissensgenerierung gibt es unterschiedliche Methoden wie beispielsweise die Expertenbefragungen und das Durchsuchen von Literaturdatenbanken. Dieses Kapitel vermittelt praxisrelevantes und sofort anwendbares Wissen rund um das Thema Informationsbeschaffung in der BGF auf der Grundlage authentischer Beispiele.
Melvin Mohokum
11. Business-Knigge
Zusammenfassung
Im Umgang mit Geschäftspartnern gelten bisweilen andere Spielregeln und Gepflogenheiten als im Umgang mit Patienten. In der BGF werden Physiotherapeuten automatisch auf neue Situationen treffen, in denen das richtige Verhalten neben der fachlichen Kompetenz Bestandteil einer guten Geschäftsbeziehung ist. In diesem Kapitel wird eine Auswahl an Situationen beschrieben, die so oder so ähnlich in der Praxis eintreten können. Reell entstehende Situationen können dadurch in der Praxis besser antizipiert werden. Wird jemand von einer Situation überrascht, fehlt meist die Zeit, um wohlüberlegt reagieren zu können – dadurch kann der Betroffene leicht ins Fettnäpfchen treten. Ziel des Kapitels ist es, mögliche Situationen im BGF-Praxisalltag vorzustellen sowie Interesse für das Thema Business-Knigge zu wecken. Auch möchte das Buch Physiotherapeuten für korrektes Betragen im Umfeld von Wirtschaftsunternehmen sensibilisieren. Dies führt zu mehr Selbstsicherheit und dementsprechend zu einem erfolgreichen, souveränen Auftritt.
Melvin Mohokum
Backmatter
Metadaten
Titel
Betriebliche Gesundheitsförderung
verfasst von
Melvin Mohokum
Julia Dördelmann
Copyright-Jahr
2018
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-54694-9
Print ISBN
978-3-662-54693-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-54694-9