Angst vor unzureichender Versorgung VdK-Umfrage: Mehrheit zweifelt an sicherer Pflege
- 02.03.2026
- Pflegereform
- Nachrichten
Die Sorge vor unzureichender Pflege ist groß: Laut einer aktuellen Umfrage glauben 55 Prozent der Menschen in Deutschland nicht, im Alter gut versorgt zu werden. Der VdK fordert einen Kurswechsel.
Mehr als die Hälfte (55 % ) der Deutschen glaubt nicht daran, bei Pflegebedürftigkeit im Alter ausreichend gepflegt zu werden. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Erhebung im Auftrag des Sozialverbands VdK hervor. Nur 30 Prozent halten es dagegen für wahrscheinlich oder eher wahrscheinlich, dass sie im Alter die Pflege erhalten, die sie benötigen.
Wenn es um die Sicherstellung der Pflege geht, sieht eine große Mehrheit zudem klar den Staat in der Pflicht. 82 Prozent schreiben ihm eine große oder sehr große Rolle bei dieser Aufgabe zu. 72 Prozent sehen aber auch die Person selbst in der Verantwortung, 59 Prozent die Familie oder Angehörigen.
Staatliche Verantwortung
Vor dem Hintergrund möglicher Leistungskürzungen im Zuge der geplanten Pflegereform warnt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Der Staat muss mehr Verantwortung übernehmen, statt sich zurückzuziehen.“
Statt Kürzungen brauche es gesicherte Pflege vor Ort. Der VdK plädiert dafür, Pflege zur Pflichtaufgabe der Kommunen zu machen. „Diese sind nah am Menschen, kennen lokale Bedürfnisse und können passgenau handeln. So entsteht Handlungsdruck vor Ort, anstatt Abhängigkeit von Leistungserbringern“, so Bentele.
Für die Analyse wurden vom 6. bis 9. Februar 2026 insgesamt 2.204 Mitglieder des YouGov-Panels befragt. (ne)