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Klare Kante: Pflegerat beschließt Verhaltenskodex

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Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat einen Kodex verabschiedet, der den Umgang des Verbandes mit extremistischen Parteien und Organisationen regelt. Damit macht der DPR transparent, nach welchen Kriterien er agiert.

Der DPR hat in einem Verhaltenskodex klare Standards für seine Arbeit definiert. Sie gelten für die Kommunikation, interne Abläufe und das Handeln von Gremien und Mitarbeitenden. Mit dem Kodex reagiere man auf die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung, teilte der DPR am Montag mit.

Das Papier soll transparent machen, nach welchen Maßstäben der Pflegedachverband politische Anfragen, Einladungen und öffentliche Auftritte bewertet. DPR-Präsidentin Christine Vogler machte deutlich: „Wir suchen den Dialog mit demokratischen Parteien und Institutionen, ziehen aber eine klare Grenze gegenüber Kräften, die Menschenwürde, Vielfalt und Rechtsstaat infrage stellen.“

Abgrenzung gegen Extremismus und Demokratiefeindlichkeit

Der Kodex legt fest, dass extremistische Parteien und Organisationen „formal korrekt“ behandelt werden. „Weitergehende Formen der Zusammenarbeit“ oder gemeinsame öffentliche Auftritte schließt der DPR kategorisch aus.

So sollen Anfragen dokumentiert und einheitlich beantwortet werden, um Transparenz zu sichern. Öffentliche Stellungnahmen bleiben fachlich-sachlich und "eindeutig in der Abgrenzung zu antidemokratischen Positionen." Damit schaffe der Verband eine klare Linie, die nach innen schütze und nach außen "verlässlich macht, wofür der DPR steht".

„Pflege lebt von Vertrauen, Achtung und einer klaren Orientierung an den Menschenrechten“, so Vogler. Deshalb sei es auch die Verantwortung des DPR, sich an die Seite der Demokratie und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit zu stellen. (ne)

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