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Slow Care – Pflegen ohne Zeitdruck

Perspektiverweiterungen für Pflegende

Über dieses Buch

Dieses essential befasst sich mit der Reflexion des eigenen Zeit- und Pflegeverständnisses. Adelheid von Spee geht in dem Band dem Zeitdruck durch Sprache, z.B. durch das Benutzen von Beschleunigungswörtern wie: „mal eben, schnell noch, kurz mal….“, nach und sensibilisiert für die Sprache als ein Werkzeug der Entschleunigung. Im Zentrum des Buches wird der Frage nachgegangen, wie Pflege in angemessener Geschwindigkeit gestaltet werden kann, so dass alle am Pflegeprozess beteiligten Personen mitgehen können und eine professionelle pflegerische Wahrnehmung und Beobachtung möglich ist. Das Buch leitet dazu an, die eigenen Slow Care Momente wahrzunehmen und zu sammeln und richtet den Blick auf das Gelingende.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Einleitung

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Verrichten Sie noch oder gestalten Sie schon? Pflegen ohne Zeitdruck geht unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht. Täglich jagen Sie durch den verdichteten Pflegealltag und sichern maximal das Überleben. Gleichzeitig gibt es Momente in der täglichen Arbeit, die als sinnvoll erlebt werden.
  3. Kapitel 2. Zeit und Geschwindigkeit

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Zeit gibt den Rahmen vor, in dem gepflegt wird. Zunehmende Arbeitsverdichtung im Pflegealltag lässt oft das Gefühl aufkommen: „Wir haben keine Zeit.“ Dieses Defiziterleben verführt kompensatorisch zur Erhöhung der Geschwindigkeit. Doch mit zunehmender Geschwindigkeit steigen die Fehlerquoten.
  4. Kapitel 3. Pflegen auf Augenhöhe

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    In der Pflege gestalten wir unsere Pflegebeziehungen durch ein passgenaues Maß von Distanz und Nähe. Passgenau sind die Nähe und Distanz immer dann, wenn sie für alle Beteiligten an der Beziehung stimmig erlebt werden. Distanz kann Schutz geben und Unsicherheit verbergen und Nähe gibt Geborgenheit.
  5. Kapitel 4. Sprache und Zeitdruck

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Auch durch Sprache gestalten wir Beziehung und strukturieren Handlungen. Sprache ermöglicht Aushandlungsprozesse. Mit Sprache können wir Nähe und Distanz als auch die Geschwindigkeit regulieren.
  6. Kapitel 5. Gut für sich sorgen

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Nur wer gut für sich selbst sorgt, kann auch gut für andere sorgen. Die Pflegetätigkeit setzt eine hohe Selbstreflexion voraus. Gerade im Stress, wo der Zugriff auf das eigene Denkvermögen emotional stark überlagert ist, bedarf es einer besonderen Achtsamkeit.
  7. Kapitel 6. Slow Care Momente sammeln

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Immer seltener erleben die Pflegenden ein Zufriedenheitsgefühl mit dem eigenen Tun. Sie mobilisieren ihre letzten Reserven durch die Erhöhung des Arbeitstempos und stellen resigniert fest, dass dies die Komplexität nicht auflöst. Rationierungen werden vorgenommen, indem beispielsweise die Körperpflege minimiert wird.
  8. Kapitel 7. Fazit

    Adelheid von Spee
    Zusammenfassung
    Slow Care versteht sich als eine Haltung, durch die es im Pflegealltag gelingt, immer häufiger Situationen zu gestalten, die mit dem eigenen Pflegeverständnis konform gehen. Je häufiger es uns im Pflegealltag glückt, für gelingende Slow Care Momente zu sorgen, desto höher ist die Arbeitszufriedenheit. Slow Care will dazu ermutigen, sensibler für die erfolgreichen Situationen zu werden und darüber zu sprechen.
  9. Backmatter

Titel
Slow Care – Pflegen ohne Zeitdruck
Verfasst von
Adelheid von Spee
Copyright-Jahr
2019
Electronic ISBN
978-3-658-24433-0
Print ISBN
978-3-658-24432-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-24433-0

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