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2016 | Pflegepraxis | Buch

Expertenstandards in der Pflege - eine Gebrauchsanleitung

verfasst von: Simone Schmidt

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Sichern Sie die Pflegequalität in Ihrer Einrichtung!

Dieses Buch bietet allen Mitarbeitern und Führungspersonen im Pflegebereich Unterstützung bei der praktischen Umsetzung der Expertenstandards.

Verständlich und konkret beschreibt die erfahrene Autorin, wie die Einführung der Standards in Pflegeeinrichtungen gelingen kann. Diese Gebrauchsanleitung zeigt Ihnen Schritt für Schritt, welche Assessmentinstrumente Sie benötigen, wie man konkret im Praxisalltag mit den Expertenstandards arbeitet und wie man sie in bestehende Pflegeprozesse integriert. Unter Berücksichtigung aller Standardkriterien werden alle veröffentlichten Inhalte systematisch bearbeitet und übersichtlich dargestellt.

So bleibt die Qualität der Pflege Ihren Ansprüchen gerecht und nachweisbar.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Expertenstandards des DNQP
Zusammenfassung
Expertenstandards haben sich in den letzten Jahren fest in der Pflege etabliert, wobei der Nutzen in den Pflegeeinrichtungen sehr unterschiedlich bewertet wird. Über zehn Jahre nach dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz im Jahr 1999 stehen viele Pflegekräfte dem Nutzen von Expertenstandards noch immer skeptisch gegenüber. Ursache hierfür sind vor allem Probleme bei der Implementierung in den Alltag. Um die Bedeutung von Expertenstandards zu ermessen, ist es sinnvoll, sich zunächst mit der Entstehung der Expertenstandards und deren juristischer Bedeutung zu beschäftigen. Dadurch werden Vor- und Nachteile erkennbar, die durch die Veröffentlichung der Expertenstandards entstanden sind. Die Aufgaben des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP als Gremium, das bisher Expertenstandards entwickelt und veröffentlicht hat, werden ebenfalls erläutert, da alle bisher veröffentlichten Standards nach einem einheitlichen Prinzip erarbeitet wurden und deshalb auch eine einheitliche Struktur aufweisen. Die Kenntnisse dieser Strukturen erleichtert die Umsetzung in die Praxis
Simone Schmidt
2. Expertenstandard Dekubitusprophylaxe in der Pflege
Zusammenfassung
Der Dekubitus ist auch durch Medienberichte in den vergangenen Jahren zum „Schreckgespenst der Pflege“ geworden. Immer wieder wurde die Entstehung eines Druckgeschwürs als Pflegefehler gewertet und in etlichen Fällen sogar gerichtlich verfolgt. Seit der Einführung des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe in der Pflege, der vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP erarbeitet wurde, ist die Anzahl der Druckgeschwüre in Heimen und Kliniken von Jahr zu Jahr gesunken, wie eine jährlich stattfindende Studie der Charité in Berlin zeigte. In diesem Kapitel wird zunächst der Inhalt des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe in der Pflege anhand der einzelnen Standardkriterien dargestellt und erläutert. Die einzelnen Abschnitte beschreiben jeweils ein Standardkriterium des Expertenstandards sowie wichtige Maßnahmen und Hilfestellungen für die Implementierung. Berücksichtigt wird der aktualisierte Expertenstandard aus dem Jahr 2010 aber auch relevante Inhalte des ursprünglichen Standards von 2004. Um eine Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden diese Inhalte am Ende des Kapitels separat aufgeführt
Simone Schmidt
3. Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege
Zusammenfassung
Der Expertenstandard Entlassungsmanagement in der Pflege des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP wurde im Jahre 2004 veröffentlicht. Eine Aktualisierung erfolgte turnusgemäß 2009, wobei die Fachöffentlichkeit und eine aktualisierte Literaturstudie einbezogen wurden. In diesem Kapitel wird zunächst der Inhalt des Expertenstandards unter Berücksichtigung der einzelnen Standardkriterien dargestellt. Relevante Informationen aus dem ursprünglichen Sonderdruck werden aufgegriffen. Nach eingehender Literaturrecherche hat sich die Expertenarbeitsgruppe dafür entschieden, die Gültigkeit des Expertenstandards auf die Entlassung aus stationären Einrichtungen einzugrenzen. In der Aktualisierung wird jedoch darauf hingewiesen, dass auch ambulant behandelte Patienten und gegebenenfalls auch Patienten aus medizinischen Versorgungszentren und integrierten Versorgungseinrichtungen zu berücksichtigen sind. Eine Risikoidentifikation, Information und Schulung schon vor der Aufnahme kann ebenfalls erforderlich sein.
Simone Schmidt
4. Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden zunächst die Inhalte der Standardkriterien des aktualisierten Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten Schmerzen des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP aus dem Jahr 2011 mit entsprechender Erläuterung dargestellt. Außerdem erfolgen Hinweise für die Implementierung in den Pflegeprozess und die Implementierung in den einrichtungsinternen Pflegestandard. Dabei werden verschiedene Informationen berücksichtigt, etwa das WHO-Stufenschema, aber auch Aussagen über die Wirkungen und Nebenwirkungen von Analgetika sowie weitere Maßnahmen zur Schmerzreduzierung. Die erforderlichen Formulare, z. B. Schmerzskalen oder Verlaufsformulare, werden im Abschnitt Pflegedokumentation aufgeführt. Organisatorische Besonderheiten in Zusammenhang mit dem Schmerzmanagement sind beispielsweise die Implementierung von Akutschmerzteams, der Umgang mit Betäubungsmitteln, die Vorgaben zur Medikamentenverabreichung und die dazugehörige Dokumentation.
Simone Schmidt
5. Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege
Zusammenfassung
Das Kapitel beschäftigt sich mit dem Expertenstandard Sturzprophylaxe in der Pflege des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP, der im Jahr 2013 zum ersten Mal aktualisiert wurde. Die Vermeidung von Stürzen durch die Beeinflussung von entsprechenden Risikofaktoren und die Umsetzung der Inhalte des Expertenstandards in die Pflegepraxis sind Schwerpunkte dieses Kapitels. Handlungsleitend ist dabei nicht ausschließlich die Vermeidung von Stürzen, sondern auch die Verminderung von Sturzfolgen. Die Inhalte des Expertenstandards können auch auf weniger untersuchte Gruppen, etwa Kinder oder Menschen mit Behinderungen, übertragen werden. Dargestellt wird die Implementierung in den Pflegeprozess, z. B. durch eine Anpassung des Umfelds, durch den Einsatz von geeigneten Hilfsmitteln oder durch Gleichgewichtstraining, sowie die Implementierung in die hauseigenen Pflegestandards. Die erforderlichen Formulare, etwa geeignete Sturzrisikoskalen oder Sturzprotokolle werden vorgestellt, außerdem daraus resultierende organisatorische Besonderheiten, wie die Erhebung einer Sturzstatistik.
Simone Schmidt
6. Expertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege
Zusammenfassung
Die Inhalte des im September 2014 aktualisierten Expertenstandards zur Förderung der Harnkontinenz in der Pflege des Deutschen Netzwerks zur Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP werden in diesem Kapitel erläutert. In der Aktualisierung wurden die Inhalte bestätigt, redaktionell überarbeitet und Kommentierungen konkretisiert. Aufgrund der allgemeingültigen Formulierungen und der Komplexität dieses weitverbreiteten Problems ist die Umsetzung in den einrichtungsinternen Pflegestandard schwierig und sollte über einen längeren Zeitraum als Projekt geplant werden. In diesem Kapitel werden die Inhalte des aktualisierten Expertenstandards beschrieben, um die Implementierung in den Pflegeprozess zu erleichtern, außerdem werden Screening- und Assessmentinstrumente sowie Formulare vorgestellt, die im Alltag hilfreich sind. Die organisatorischen Besonderheiten bei der Implementierung des Expertenstandards Förderung der Harnkontinenz in der Pflege, beispielsweise die Überprüfung der sanitären Anlagen, oder die Aufgaben von Kontinenzbeauftragten werden am Ende dieses Kapitels erläutert.
Simone Schmidt
7. Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden
Zusammenfassung
Der Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP verfolgt nicht das Ziel, detaillierte Angaben zur Behandlung von Wunden und Produkten zur Wundversorgung anzubieten. Vielmehr liegt der Fokus auf den Einschränkungen der Betroffenen durch die Wunde, etwa durch die Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls, durch Abhängigkeit und Einschränkungen im Alltag, durch Veränderungen im sozialen Bereich und durch Schmerzen. Auch in der Aktualisierung 2015 wurde dieses Ziel beibehalten. Der Expertenstandard beinhaltet deshalb Standardkriterien, die Aussagen zur Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden, zur Wiedererlangung von Unabhängigkeit, Lebensqualität und Wohlbefinden treffen. Diese Standardkriterien werden in diesem Kapitel zunächst inhaltlich vorgestellt und anschließend die Implementierung in den Pflegeprozess erläutert. Aufgrund der Komplexität des Themas war es den Experten besonders wichtig, die Informationen so anzubieten, dass die Übersichtlichkeit gewahrt wird.
Simone Schmidt
8. Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege
Zusammenfassung
Das Thema Ernährungsmanagement in der Pflege ist unverändert aktuell und war schon immer ein zentrales Thema, das sowohl für Pflegefachkräfte als auch für Patienten und Bewohner eine bedeutende Rolle spielt. Auch in diesem Kapitel werden zunächst die Inhalte des Expertenstandards Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP zusammengefasst und die Implementierung in den Pflegeprozess erläutert. Die Umsetzung in der Praxis und die Implementierung in den einrichtungsinternen Pflegestandard wird genauer erklärt, etwa durch ein geeignetes Screening und Assessment, durch die Bedarfsermittlung, durch die Unterstützung bei der Nahrungsaufnahme, durch spezielle Maßnahmen, wie Schlucktraining und durch die Planung und Überprüfung der Flüssigkeitsversorgung. Notwendige Formulare, beispielsweise Vorschläge für ein geeignetes Assessment, ein Risikoformular für die Pflegeanamnese, ein Ernährungsplan, ein Ernährungsprotokoll oder ein Formular für die Bilanzierung, werden beschrieben oder im Anhang vorgestellt.
Simone Schmidt
9. Expertenstandard Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen
Zusammenfassung
Die Aktualisierung des Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege bei akuten und tumorbedingten chronischen Schmerzen im Jahr 2011 hat schon im Vorfeld dazu geführt, dass durch die Veränderung der Studienlage eine genauere Definition der Zielgruppen erfolgen sollte. Die Arbeitsgruppe hat deshalb eine Unterteilung in akute und chronische Schmerzen vorgenommen, da das Vorgehen sich deutlich unterscheidet, wenn eine Chronifizierung eingetreten ist. Die Umsetzung der Inhalte des Expertenstandards Schmerzmanagement in der Pflege bei chronischen Schmerzen, herausgegeben vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP erfordert von der Pflegefachkraft neben dem Expertenwissen um ein professionelles Schmerzmanagement auch eine hohe soziale Kompetenz. Dies ist die Folge der Berücksichtigung von psychosozialen Faktoren im Umgang mit dem Thema Schmerz. Diese Faktoren gründen auf der Berücksichtigung des bio-psycho-sozialen Modells als mehrdimensionales Konzept, das über die medizinische Betrachtungsweise hinaus auch andere Dimensionen der Entstehung und Folgen chronischer Schmerzen betrachtet.
Simone Schmidt
10. Expertenstandard Erhaltung und Förderung der Mobilität in der Pflege
Zusammenfassung
Der Auftrag zur Entwicklung des ersten Expertenstandards nach § 113a SGB XI zum Thema Mobilität wurde im Jahr 2013 an das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege DNQP vergeben. Der Entwurf wurde dann im März 2014 auf der Konsensuskonferenz vorgestellt und diskutiert. Dieser konsentierte Entwurf wird nun seit Beginn des Jahres 2015 modellhaft in Pflegeeinrichtungen implementiert, wobei im Unterschied zu den bisherigen Expertenstandards nicht das DNQP hierfür verantwortlich ist. Mit einem Ergebnis der modellhaften Implementierung wird dann Mitte des Jahres 2016 gerechnet, wobei neben der Praxistauglichkeit auch die Einführungs- und Dauerkosten für die Einrichtungen ermittelt werden sollen. Wenn dieses Ergebnis vorliegt, entscheiden die Vertragspartner über die für alle Pflegeheime und Pflegedienste verbindliche Einführung. Mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger ist die Umsetzung verpflichtend. In diesem Kapitel werden die Inhalte des konsentierten Entwurfs vorgestellt.
Simone Schmidt
Backmatter
Metadaten
Titel
Expertenstandards in der Pflege - eine Gebrauchsanleitung
verfasst von
Simone Schmidt
Copyright-Jahr
2016
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-47727-4
Print ISBN
978-3-662-47726-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-47727-4