- Verfasst von
- Dr. Gerald Gatterer
- Mag. Antonia Croy
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
Die demographische Entwicklung prophezeit uns: Wir werden alle älter. Die hinzugewonnene Lebenszeit kann aber oft ein Leben mit Krankheit, Behinderung und der Pflegeabhängigkeit von anderen Menschen sein. Das Buch zeigt das Leben mit einer dementiellen Erkrankung und dient als praxisorientierter Leitfaden für das Zusammenleben mit von Demenz betroffenen Personen. Klar und verständlich werden die Ursachen der Erkrankung sowie Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie besprochen. Fachleute aus den Bereichen Medizin, Pflege, Psychologie und Angehörigenbetreuung geben praxisrelevante Lösungen, für die im Verlauf der Erkrankung auftretenden Probleme, vom Erkennen der ersten Symptome bis hin zum Abschiednehmen. Die zweite Auflage wurde komplett aktualisiert und überarbeitet, ergänzt wurden Kapitel zur Demenz aus der Sicht der Betroffenen sowie zur Sexualität im Alter. Professionelle Helfer der Altenpflege sowie Betroffene und deren Angehörige erhalten einen detaillierten Überblick zur Betreuung und Versorgung von dementiell erkrankten Menschen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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Theoretischer Teil
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Frontmatter
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Kapitel 1. Einleitung
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungJeder von uns hat schon öfter erlebt, dass ihm entfallen ist, was er gerade sagen wollte. Auch so manche Telefonnummer kann man sich nicht und nicht merken. Solche Konzentrationsschwierigkeiten sind oft verbunden mit Übermüdung oder Unaufmerksamkeit, aber prinzipiell besteht kein Grund zur Besorgnis. Wenn jedoch wichtige Fähigkeiten des täglichen Lebens plötzlich schwerer fallen sollte man auch an die Möglichkeit einer beginnenden Demenzerkrankung denken. -
Chapter 2. Veränderungen von Leistungen im höheren Lebensalter
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungAltern betrifft sowohl biologische, psychologische, kognitive, emotionale als auch soziale Prozesse. Trotzdem kann man nicht von einem allgemeinen Abbau im Alter sprechen. In diesem Kapitel werden die normalen Altersveränderungen dargestellt, um sie von krankhaften Alterungsprozessen abgrenzen zu können. -
Kapitel 3. Die Demenz
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungEine Demenz ist ein krankhafter Abbauprozess des Gehirns der verschiedene Krankheiten als Ursachen haben kann. Die häufigste Ursache ist die Alzheimer-Krankheit. Im Rahmen einer Demenz kommt es zu vielfältigen Veränderungen der kognitiven, emotionalen, sozialen und motorischen Funktionen. In der neuesten Fassung des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-5) wird der Begriff durch die Diagnosengruppe „neurokognitive Störungen“ ersetzt. In diesem Kapitel werden die Ursachen einer Demenz diskutiert und therapeutische Möglichkeiten dargestellt. -
Chapter 4. Ethische Aspekte und Überlegungen zur Betreuung demenziell erkrankter Menschen
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungJeder Mensch, der – sei es im privaten oder beruflichen Umfeld – in Kontakt mit demenziell erkrankten Menschen kommt, spürt sehr rasch, welch großes Feld der ethischen Fragestellungen sich auftut. Ziel dieses Beitrags ist es, einen Teil dieser Fragestellungen zu benennen und sie auf ihren ethischen (Konflikt)Gehalt zu untersuchen.
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Praktischer Teil
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Kapitel 5. Prävention demenzieller Erkrankungen
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungDa etwa 30–50 % aller Demenzerkrankungen auf Risikofaktoren zurückgeführt werden können, erscheint es sinnvoll, präventiven Aspekten eine grössere Bedeutung beizumessen. Dies auch deshalb, da durch die steigende Lebenserwartung in Zukunft mit mehr Menschen zu rechnen ist, die kognitive Defizite aufweisen. Prävention bezieht sich hierbei auf die Vermeidung primärer Risikofaktoren, wobei auch ein gesunder Lebensstil eine wesentliche Rolle spielt. Sekundärprävention besteht in einer frühen Diagnostik und Behandlung der Demenzerkrankung. -
Kapitel 6. Erste Zeichen
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungEine Demenz beginnt oft mit nur leichten Veränderungen in der Persönlichkeit, dem Denken und dem Verhalten. Da aber eine Behandlung möglichst frühzeitig beginnen sollte, ist es wichtig, auch erste Anzeichen abklären zu lassen. Dies auch deshalb, da nicht jede Gedächtnisstörung Zeichen einer Demenz ist, aber wenn sie unbehandelt bleibt, sich eine solche infolge Inaktivität, einer Depression oder sonstiger körperlicher oder sozialer Probleme entwickeln kann. -
Chapter 7. Diagnosestellung
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungUm rechtzeitig eine Therapie einleiten zu können und um andere kognitive Störungen von einer Demenz abzugrenzen, ist es wichtig, die ersten Symptome multiprofessionell abklären zu lassen. Dies geschieht meist in einem Prozess, der beim Hausarzt beginnt, der weitere diagnostische Maßnahmen einleitet. -
Kapitel 8. Die Krankheit schreitet fort
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungIm weiteren Verlauf einer Demenzerkrankung nehmen die Symptome und die Individualität des Betroffenen meist zu. Insofern ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse des Erkrankten zu beachten und Machtspiele zu vermeiden. Wird dies nicht getan, kommt es oft zur Eskalation von Situationen, die vermeidbar wären. Gerade Bevormundung und gut gemeintes, ständiges Korrigieren und Kontrollieren schafft emotionale Spannungen. -
Chapter 9. Eine stationäre Betreuung wird notwendig
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungEntsprechend der aktuellen Sicht der Betreuung von Menschen mit Demenz stellen stationäre Betreuungsformen die letzte Möglichkeit dar, wenn andere Alternativen nicht ausreichen. Entsprechend internationalen Entwicklungen und Untersuchungen wünscht sich die Mehrzahl aller älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib zu Hause. Das erscheint auch deshalb zielführend, da Ressourcen zu Hause infolge von Automatismen des Altgedächtnisses möglichst lange genutzt werden können. -
Chapter 10. Abschiednehmen
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungBei fortschreitender Erkrankung sind Angehörige meist mit dem Prozess des Abschiednehmens konfrontiert. Dies bezieht sich jedoch nicht nur auf den Menschen selbst, sondern auch auf die eigenen Lebensbereiche und Rollen. -
Chapter 11. Pflegerische Aspekte bei der Betreuung demenzkranker Menschen
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungPflegerische Aspekte spielen eigentlich erst ab dem Stadium einer mittelgradigen bis schweren Demenz eine wesentliche Rolle, bzw. wenn sonstige körperliche Erkrankungen oder Probleme, die nicht unmittelbar mit der Demenz verbunden sein müssen, auftreten. Pflege orientiert sich meist nach einer Pflegeplanung, die mit dem Betroffenen bzw. dessen Angehörigen abgesprochen wird und aufgrund körperlicher Erfordernisse notwendig ist. Insofern handelt es sich um einen Behandlungsvertrag, dem der Betroffenen zustimmen muss, bzw. der infolge einer Gefährdung gerichtlich definiert wurde. Auch hier kommen gesetzliche Bestimmungen wie etwa das Erwachsenschutzgesetz zum Tragen. -
Chapter 12. Die Rolle als Angehöriger im Verlauf der Demenzerkrankung
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungIm Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung, sind Sie als Angehöriger eines Menschen mit Demenz mit vielen unerwarteten Problemen konfrontiert. Sie müssen lernen, mit weitreichenden Veränderungen Ihres bisherigen Lebens und den vielfältigen Anforderungen, die plötzlich an Sie gestellt werden, fertig zu werden und die unterschiedlichsten Aufgaben zu bewältigen. Dieses Handbuch soll Ihnen bei der Bewältigung Ihrer Aufgaben helfen und Ihnen Antworten auf im Alltag auftretende Fragen geben. -
Kapitel 13. Kommunikation und Kontaktaufbau mit Menschen mit Demenz
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungKommunikation und Interaktion sind wesentliche Aspekte bei der Betreuung von Menschen mit Demenz in unterschiedlichen Stadien der Erkrankung. Insofern sollen in diesem Kapitel die wesentlichen Faktoren für eine gelungene Kommunikation aus einer personenzentrierten Sicht dargestellt werden. -
Kapitel 14. Hilfen für Betroffene
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungKognitive Beeinträchtigungen und Störungen werden heute in zunehmendem Maß schon recht früh erkannt und diagnostiziert. Somit rücken Menschen in den Anfangsstadien einer möglichen demenziellen Erkrankung stärker in den Blickpunkt. Die Betroffenen entsprechen zunehmend nicht mehr dem herkömmlichen Bild der Menschen, die in erster Linie Versorgung und Pflege brauchen, sondern sind über lange Zeit in der Lage, Entscheidungen zu treffen, ihre Bedürfnisse mitzuteilen und ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Es geht darum, Fähigkeiten zu erhalten, die Teilnahme am sozialen Leben zu fördern und den Wunsch nach Selbstbestimmung anzuerkennen. In vielen Ländern haben Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen diese Entwicklung aufgegriffen und bieten Menschen, die mit dem Vergessen leben, Mitsprache, Gruppentreffen und Beratung von Betroffenen für Betroffene an. -
Kapitel 15. Demenzerkrankungen in der Zukunft
Gerald Gatterer, Antonia CroyZusammenfassungTrotz aller Bemühungen ist es in den letzten Jahren nicht gelungen, den biologischen Mechanismus der Alzheimer-Demenz zu klären. Genetische Langzeitstudien bei sog. Alzheimer-Familien versuchen hier Klarheit zu bringen. Insofern ist entsprechend internationaler Schätzungen bis zum Jahr 2050 mit einem drastischen Anstieg der Erkrankungen infolge Zunahme der Lebenserwartung zu rechnen. Neue Studien zeigen aber auch, dass möglicherweise durch einen gesünderen Lebenswandel und ein aktiveres Leben dieser Anstieg nicht so dramatisch ausfallen könnte. Neue Probleme ergeben sich jedoch durch das immer geringere Alter der erkrankten Personen sowie durch die Demenzerkrankungen bei Menschen mit Migrationshintergrund.
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Backmatter
- Titel
- Leben mit Demenz
- Verfasst von
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Dr. Gerald Gatterer
Mag. Antonia Croy
- Copyright-Jahr
- 2020
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-58267-1
- Print ISBN
- 978-3-662-58266-4
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-58267-1
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