Stress entsteht zu einem erheblichen Teil im Kopf. Wie wir Anforderungen und unsere eigenen Kompetenzen zur Anforderungsbewältigung einschätzen und welche persönliche Bedeutung wir den Anforderungen zuschreiben, das ist ausschlaggebend dafür, ob überhaupt und wie heftig Stressreaktionen ausgelöst werden. Dabei bilden gewohnheitsmäßige stressverschärfende Denkmuster und persönliche Stressverstärker in Form von absolutistischen Motiven den Hintergrund für die aktuellen Bewertungsprozesse. In diesem Kapitel werden wir uns ausführlich mit diesen subjektiven Prozessen der individuellen Stressverarbeitung befassen.