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01.02.2014 | Übersichten | Ausgabe 2/2014

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 2/2014

Performance-Oriented Mobility Assessment und Berg Balance Scale im Vergleich

Assessmentinstrumente in der Geriatrie und geriatrischen Rehabilitation

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 2/2014
Autor:
M.Sc. S. Schülein

Zusammenfassung

Hintergrund

Für eine effiziente Behandlungsplanung innerhalb geriatrischer Einrichtungen ist u. a. die rechtzeitige Identifizierung sturzgefährdeter Personen äußerst wichtig. Dazu lassen sich das Performance-Oriented Mobility Assessment (POMA) und die Berg Balance Scale (BBS) einsetzen. Ziel dieser Untersuchung war eine Abwägung, inwieweit eine der beiden Assessments unter dem Gesichtspunkt der Praktikabilität und Aussagekraft favorisiert werden kann.

Methode

Gesichtet wurden deutsch- und englischsprachige Beiträge zu Assessmentverfahren ab dem Zeitpunkt der jeweiligen Erstpublikation. Ergänzt wurde die Recherche durch den Abgleich der Literaturangaben der identifizierten Arbeiten.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 19 Studien in die Bearbeitung der Fragestellung einbezogen. Die Anzahl der untersuchten Patienten lag bei n = 712 (Durchschnittsalter 74,1 Jahre) für das BBS und n = 743 (Durchschnittsalteralter 75,7 Jahre) für das POMA. Für die Sensitivität der BBS wurden Werte zwischen 84 und 95,5 %, für die des POMA zwischen 64 und 95,5 % beschrieben. Die Werte für die Spezifität lagen bei 76,5 und 95,5% für die BBS und zwischen 60 und 100 % für das POMA. Die Stärken der BBS liegen in der etwas genaueren Erfassung der Verlaufsuntersuchung der Balance und der Vorhersage des Sturzrisikos. Die Schwächen der BBS sind zum einen ein höherer Zeitaufwand und zum anderen Nachteile bei den Verlaufskontrollen der Gehfähigkeit. Die Vorteile des POMA liegen in einer genaueren Erfassung von Veränderungen der Gehfähigkeit, in der Möglichkeit der getrennten Erhebung von Gleichgewichts- und Gehfähigkeit sowie in einem geringeren Zeitaufwand.

Schlussfolgerung

Es wird vorgeschlagen, das POMA als schnellen Screeningtest zur Verlaufsmessung des Sturzrisikos und/oder zur Verlaufskontrolle der Gehfähigkeit einzusetzen. Bei Auffälligkeiten hinsichtlich eines erhöhten Sturzrisikos im POMA sollte die BBS hinzugezogen werden. Ebenso sollte die BBS zur Verlaufskontrolle der Balance sowie zur Vorhersage des aktuellen Sturzrisikos zum Einsatz kommen. Dringend erforderlich ist eine autorisierte validierte deutsche Übersetzung des POMA.

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Literatur
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