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01.12.2017 | Leitthema | Ausgabe 4/2018

Notfall +  Rettungsmedizin 4/2018

Patientenversorgung bei Terroranschlägen

Erfahrungsbericht vom Breitscheidplatz in Berlin (19.12.2016)

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. med. T. Hauer, N. Huschitt, F. Klein, S. Poloczek, P. Albers, D. Cwojdzinski, A. Sommerer, W. Schmidbauer, J. Pratschke
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Friemert, Ulm
K. G. Kanz, München

Zusammenfassung

In Europa hat die terroristische Bedrohung in den letzten Jahren zugenommen. Da Lastkraftwagen ohne großen logistischen Aufwand überall verfügbar sind und zugleich ein hohes Zerstörungspotenzial besitzen, wurde dieses Werkzeug bereits mehrfach für Terroranschläge verwendet. Während Verletzungsmechanismus und Verletzungsmuster grundsätzlich Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Fußgängern gleichen, liegen Verletzungsschwere und Zahl der Opfer weit höher. Einsatzkräfte sollten ein besonderes Situationsbewusstsein („situational awareness“) entwickeln, um auch bei weniger offensichtlichen Anschlagsarten die Möglichkeit eines terroristischen Angriffs in Betracht zu ziehen und nach Beurteilung der Lage angemessen reagieren zu können. Bei einem Massenanfall von Verletzten kommt der Sichtung und einer gleichmäßigen Verteilung schwerverletzter Patienten auf die nächstgelegenen geeigneten Krankenhäuser eine entscheidende Bedeutung zu. Die Entscheidung, ob eine Patientenversorgung unter individualmedizinischen Gesichtspunkten möglich erscheint, ist von den Ressourcen abhängig. Eine schnelle und verlässliche Informationsweitergabe an die aufnehmenden Krankenhäuser ist dabei ebenso unerlässlich wie die Rückmeldung der Krankenhäuser über die Versorgungsmöglichkeit von SK-1-Patienten. Bei der klinischen Erstversorgung schwerstverletzter Patienten hat sich die Strategie der mehrstufigen chirurgischen Therapie mit intermittierenden Phasen der intensivmedizinischen Stabilisierung (Damage Control Surgery) bewährt.

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Literatur
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