Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 8/2016

25.11.2015 | Originalien

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzliche Betreuung im unfallchirurgischen Alltag

Zahlen aus einem alterstraumatologischen Zentrum

verfasst von: J. Hack, B. Buecking, C.L. Lopez, S. Ruchholtz, Prof. Dr. C.A. Kühne

Erschienen in: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie | Ausgabe 8/2016

Einloggen, um Zugang zu erhalten

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Unfallchirurgie mit ihrem hohen Anteil geriatrischer Patienten ist oftmals mit der Problematik der Therapieausweitung bei schwer kranken Patienten konfrontiert. Hierbei stellen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder gesetzliche Betreuung eine wichtige Unterstützung der ärztlichen Entscheidung dar.

Ziel der Arbeit

Die Verbreitung von Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und gesetzlicher Betreuung im unfallchirurgisch-geriatrischen Patientengut eines Universitätsklinikums sollte ermittelt werden.

Material und Methoden

Bei allen Patienten, die zwischen dem 01.01.2013 und dem 31.03.2014 im alterstraumatologischen Zentrum unserer Klinik behandelt wurden, untersuchten wir das Vorhandensein der genannten Dokumente und den Ablauf der Erfassung dieser Daten in unserer Klinik.

Ergebnisse

Von 181 Patienten hatten 63 % (n = 114) eines oder mehrere dieser Dokumente. Am häufigsten war die Vorsorgevollmacht bei 33 % der Patienten (n = 59), gefolgt von der Patientenverfügung bei 27 % (n = 48), der gesetzlichen Betreuung bei 20 % (n = 37) und der Betreuungsverfügung bei 7 % (n = 12). In 88 % der Fälle (n = 100) wurde das Vorhandensein dieser Dokumente innerhalb der ersten 24 h nach Aufnahme bekannt. Eine Dokumentation in der Patientenkurve erfolgte in 58 % der Fälle (n = 66).

Diskussion

In unserem Patientengut waren bei einem großen Anteil eines oder mehrere der oben genannten Dokumente vorhanden. Wichtig erscheint in diesem Zusammenhang eine standardisierte Dokumentation, die für alle an der Behandlung beteiligten Personen sichtbar ist.
Literatur
1.
Zurück zum Zitat Diehn T, Rebhahn R (2010) Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. NJW 63:326–313 Diehn T, Rebhahn R (2010) Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. NJW 63:326–313
2.
Zurück zum Zitat Götz I (2015) Einf v § 1896, Randnr.5. In: Bassenge P, Brudermüller G, Ellenberger J et al (Hrsg) Palandt Bürgerliches Gesetzbuch. Verlag C.H. Beck, Munich S 2186 Götz I (2015) Einf v § 1896, Randnr.5. In: Bassenge P, Brudermüller G, Ellenberger J et al (Hrsg) Palandt Bürgerliches Gesetzbuch. Verlag C.H. Beck, Munich S 2186
3.
Zurück zum Zitat Kropp G (2012) Die Vorsorgevollmacht. FRP 9–13 Kropp G (2012) Die Vorsorgevollmacht. FRP 9–13
4.
Zurück zum Zitat Götz I (2015) § 1904, Randnr. 22. In: Bassenge P, Brudermüller G, Ellenberger J et al (Hrsg) Palandt Bürgerliches Gesetzbuch. Verlag C.H. Beck, München, S 2210 Götz I (2015) § 1904, Randnr. 22. In: Bassenge P, Brudermüller G, Ellenberger J et al (Hrsg) Palandt Bürgerliches Gesetzbuch. Verlag C.H. Beck, München, S 2210
5.
Zurück zum Zitat Ström O, Borgström F, Kanis JA et al (2011) Osteoporosis: burden, health care provision and opportunities in the EU: a report prepared in collaboration with the International Osteoporosis Foundation (IOF) and the European Federation of Pharmaceutical Industry Associations (EFPIA). Arch Osteoporos 6:59–155 CrossRefPubMed Ström O, Borgström F, Kanis JA et al (2011) Osteoporosis: burden, health care provision and opportunities in the EU: a report prepared in collaboration with the International Osteoporosis Foundation (IOF) and the European Federation of Pharmaceutical Industry Associations (EFPIA). Arch Osteoporos 6:59–155 CrossRefPubMed
7.
Zurück zum Zitat Buecking B, Wack C, Oberkircher L, Ruchholtz S, Eschbach D (2012) Do concomitant fractures with hip fractures influence complication rate and functional outcome? Clin Orthop Relat Res 470:3596–3606 CrossRefPubMedPubMedCentral Buecking B, Wack C, Oberkircher L, Ruchholtz S, Eschbach D (2012) Do concomitant fractures with hip fractures influence complication rate and functional outcome? Clin Orthop Relat Res 470:3596–3606 CrossRefPubMedPubMedCentral
9.
Zurück zum Zitat Dindo D, Demartines N, Clavien PA (2004) Classification of surgical complications: a new proposal with evaluation in a cohort of 6336 patients and results of a survey. Ann Surg 240:205–213 CrossRefPubMedPubMedCentral Dindo D, Demartines N, Clavien PA (2004) Classification of surgical complications: a new proposal with evaluation in a cohort of 6336 patients and results of a survey. Ann Surg 240:205–213 CrossRefPubMedPubMedCentral
10.
Zurück zum Zitat Lang FR, Wagner GG (2007) Patientenverfügungen in Deutschland: Bedingungen für ihre Verbreitung und Gründe zur Ablehnung. Dtsch Med Wochenschr 132:2558–2562 CrossRefPubMed Lang FR, Wagner GG (2007) Patientenverfügungen in Deutschland: Bedingungen für ihre Verbreitung und Gründe zur Ablehnung. Dtsch Med Wochenschr 132:2558–2562 CrossRefPubMed
11.
Zurück zum Zitat Sommer S, Marckmann G, Pentzek M, Wegscheider K, Abholz HH, Schmitten J (2012) Patientenverfügungen in stationären Einrichtungen der Seniorenpflege. Vorkommen, Validität, Aussagekraft und Beachtung durch das Pflegepersonal. Dtsch Arztebl Int 109:577–583 PubMedPubMedCentral Sommer S, Marckmann G, Pentzek M, Wegscheider K, Abholz HH, Schmitten J (2012) Patientenverfügungen in stationären Einrichtungen der Seniorenpflege. Vorkommen, Validität, Aussagekraft und Beachtung durch das Pflegepersonal. Dtsch Arztebl Int 109:577–583 PubMedPubMedCentral
12.
Zurück zum Zitat Schäufele M, Köhler L, Hendlmeier I, Hoell A, Weyerer S (2013) Prävalenz von Demenzen und ärztliche Versorgung in deutschen Pflegeheimen: Eine bundesweite repräsentative Studie. Psychiatr Prax 40:200–206 CrossRefPubMed Schäufele M, Köhler L, Hendlmeier I, Hoell A, Weyerer S (2013) Prävalenz von Demenzen und ärztliche Versorgung in deutschen Pflegeheimen: Eine bundesweite repräsentative Studie. Psychiatr Prax 40:200–206 CrossRefPubMed
Metadaten
Titel
Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und gesetzliche Betreuung im unfallchirurgischen Alltag
Zahlen aus einem alterstraumatologischen Zentrum
verfasst von
J. Hack
B. Buecking
C.L. Lopez
S. Ruchholtz
Prof. Dr. C.A. Kühne
Publikationsdatum
25.11.2015
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie / Ausgabe 8/2016
Print ISSN: 0948-6704
Elektronische ISSN: 1435-1269
DOI
https://doi.org/10.1007/s00391-015-0981-1