Zum Inhalt

Palliative Logopädie – Band 3

Angehörigenarbeit

Über dieses Buch

Die Logopädie als therapeutischer Baustein findet nur langsam ihren Platz im interdisziplinären Team des Palliative Care Settings. Dabei gehört zu den Aufgaben von Logopäd*innen und Sprachtherapeut*innen auch die Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen auf der Palliativstation, im Hospiz oder zu Hause. Bei neuro-palliativen Patienten stehen dabei die Behandlung von Schluck-, Sprach-, Sprech- und Stimmstörungen im Fokus.

Dieser Band 3 der dreibändigen Reihe geht auf das Umfeld von Angehörigen und deren gezielten und professionellen Unterstützung ein. Sie lernen Instrumente für das Erkennen von Belastungsfaktoren kennen, wie Umfeldanalyse, Belastungswaage und SUD-Skala und können so gezielt auf eine Entlastung reagieren. In Band 1 erfahren Sie, welche Zielsetzungen, Maßnahmen und Methoden der Bereich der palliativen Logopädie als neuer Fachbereich innerhalb der Logopädie einnehmen kann. Band 2 legt den Schwerpunkt auf Ethik, Beratung und Selbstfürsorge.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Einleitung – die Angehörigenarbeit im Rahmen der palliativ-logopädischen Therapie

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Diese Situation erleben Logopädinnen und Sprachtherapeutinnen im Rahmen der logopädischen Therapie in vielen unterschiedlichen Situationen und nicht nur im palliativen Setting. Was macht aber das Besondere in diesem (neuro-) palliativen Bereich aus und welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Besonderheiten?
  3. Kapitel 2. Krise und Resilienz

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Betroffene mit einer lebensbedrohenden und lebenslimitierenden Erkrankung und deren Angehörige erleben nach der Diagnosestellung eine Ausnahmesituation. Das Leben erfährt eine unfreiwillige Zäsur. Sie verlieren die Kontrolle über den bisher gut bewältigbaren Alltag. Der Betroffene erlebt die Erkrankung unmittelbar, mit dem einhergehenden Schmerz, bereits beginnenden Funktionsverlusten. Die Endlichkeit wird fassbarer, trotz der weiter bestehenden Ungewissheit.
  4. Kapitel 3. Die Angehörigen verstehen: unterschiedliche Belastungsbereiche

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Angehörige gelten in der Palliativ Care als „primary caregivers“. Sie sind die wichtigsten Bezugspersonen und ermöglichen dem Betroffenen, seinen Alltag in vertrauter Umgebung zu leben, solange das möglich ist. Sie vermitteln individuelle Lebensgeschichte, gemeinsame Vergangenheit, Normalität, Stabilität und stellen die Versorgung in vielen Bereichen sicher. Pflegende Angehörige erleben sich im palliativen Kontext in vielen neuen Rollen.
  5. Kapitel 4. Assessments für eine gelingende Angehörigenarbeit

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Als Grundlage für eine an den tatsächlichen Bedürfnissen der Angehörigen orientierte Arbeit eignen sich unterschiedliche Werkzeuge. Im Manual der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin gibt es zum Beispiel ein Formblatt zum Erstellen eines Genogramms. Mithilfe dieses Genogrammes lassen sich die familiären Beziehungen aufzeichnen und einteilen in z. B. pflegende, unterstützende, etc. Angehörige. Es besteht auch die Möglichkeit, im Rahmen einer strukturierten Umfeldanalyse die wesentlichen Beteiligten in dem individuellen System zu erfassen.
  6. Kapitel 5. Formate der Angehörigenarbeit in der Palliativen Logopädie

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Die Formate in der palliativ-logopädischen Angehörigenarbeit unterscheiden sich in ihrer Form und in ihrer Zielsetzung nicht von denen in anderen logopädischen Kontexten. Auch hier geht es um die Bereiche: Information, Beratung, Anleitung, Mediation und Moderation und Schulung. Die Information gibt Sicherheit und Orientierung, die Beratung verhilft zu Deutung, Einordnung und Klärung. Mit Hilfe alltagsrelevanter Anleitung wird über die Handlung eine Kompetenzentwicklung angestoßen, um damit neue Herausforderungen annehmen zu können.
  7. Kapitel 6. Zusammenfassung

    Cordula Winterholler
    Zusammenfassung
    Auch wenn die vorgestellten Ebenen aus der logopädischen Therapie bekannt sind, so fußen sie auf einer speziellen Basis. Diese Basis ist geprägt von einer hohen Emotionsdichte, von Unsicherheit und Unwissenheit darüber, wie sich Krankheitsverläufe, speziell bei neuromuskulären Erkrankungen, darstellen und welche Funktionsverluste als nächste kommen. Es geht nicht um ein vorschnelles Trösten, das Anbieten von fachlich nahe liegenden Interventionen oder das Vorgeben von Lösungen.
  8. Backmatter

Titel
Palliative Logopädie – Band 3
Verfasst von
Cordula Winterholler
Copyright-Jahr
2020
Electronic ISBN
978-3-658-32366-0
Print ISBN
978-3-658-32365-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-32366-0

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.