Skip to main content
main-content

2017 | Pädiatrie | Buch

Phonetische und phonologische Störungen bei Kindern

Aussprachetherapie in Bewegung

verfasst von: Martina Weinrich, Heidrun Zehner

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe : Praxiswissen Logopädie

insite
SUCHEN

Über dieses Buch

Dieses Lehrbuch bietet im Bereich der Kindersprache tätigen Logopäden umfassendes Praxiswissen zur Diagnostik und Therapie kindlicher Aussprachestörungen.
Die erfahrenen Autorinnen vermitteln kompakt die Grundlagen zu Phonetik und Phonologie sowie zum physiologischen Lauterwerb und erläutern die genaue Befunderhebung auch unter Aspekten von ICF. Sie stellen bewährte Therapiemethoden vor und zeigen das konkrete Vorgehen in der individuellen Therapiegestaltung. Profitieren Sie von zahlreichen praktischen Anregungen und Spielideen zur Lautbildung und –Verwendung. So gelingt die vielfältige und erfolgreiche Behandlung von Aussprachestörungen, die gleichzeitig die Sprachverarbeitungsfähigkeiten des Kindes miteinbezieht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Kindlicher Lauterwerb und Aussprachestörungen
Zusammenfassung
Die Laute sowie das Lautsystem der deutschen Sprache werden unter phonetischen und phonologischen Gesichtspunkten beschrieben. Es wird erklärt, wie sich der physiologische Lauterwerb beim Kind vollzieht und welche Voraussetzungen dafür nötig sind. Störungsformen in der Aussprache betreffen sowohl Fehlbildungen aufgrund artikulationsmotorischer Schwierigkeiten wie auch Einschränkungen in der regelhaften Anwendung der Laute. In diesem Zusammenhang wird die Unterteilung von Aussprachestörungen in phonetische und phonologische Störungen thematisiert. Eine weitere differenzierte Einteilung unterschiedlicher Ausspracheauffälligkeiten sowie mögliche Symptome werden näher erläutert. Auch mögliche Ursachen für das Auftreten einer phonetisch-phonologischen Störung werden aufgeführt und ihre Bedeutung für die Unterscheidung spezifischer Störungsformen dargestellt.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
2. Anamnese
Zusammenfassung
Am Beginn einer sprachtherapeutischen Behandlung steht die Erhebung der Anamnese. Dieses Erstgespräch bietet Eltern und Kind die Gelegenheit, die Therapeutin und ihr geplantes Vorgehen schon ein wenig kennenzulernen. Umgekehrt kann sich auch die Behandlerin ein Bild vom Therapiekind und dessen Familie machen. Damit diese erste Kontaktaufnahme gut gelingt, sind einige Punkte zur Gestaltung des Gesprächs zu beachten. Diese Aspekte sowie Ziele und Inhalte der Anamnese werden im Kapitel ausgeführt.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
3. Diagnostik
Zusammenfassung
Die Diagnostik ist die Voraussetzung, um eine Therapie effektiv planen zu können. In diesem Kapitel werden Ziele und grundsätzliche Aspekte zur Durchführung der logopädischen Untersuchung dargestellt und verschiedene Möglichkeiten des Vorgehens skizziert. Weiterhin werden verschiedene Testverfahren zur Überprüfung der Sprachentwicklung und weiterer Teilleistungen vorgestellt. Es wird ein praktikabler Weg beschrieben, wie ein Kind in seiner Ganzheit diagnostisch eingeschätzt werden kann. Der Schwerpunkt der vorgestellten Verfahren liegt auf der phonetisch-phonologischen Untersuchung. Die abschließende Auswertung der Diagnostikergebnisse ermöglicht das Formulieren einer Diagnose. Diese erlaubt das Ableiten einer patientenorientierten Therapieplanung.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
4. Gängige Therapiekonzepte
Zusammenfassung
Die Auswahl an Therapiemethoden zur Verbesserung der Aussprache ist riesig, ständig werden alte Methoden weiterentwickelt und neue konzipiert. In diesem Kapitel werden unterschiedliche Verfahren zur Behandlung von phonetischen oder phonologischen Aussprachestörungen dargestellt. Für die Behandlung phonetischer Störungen wird das Vorgehen nach Van Riper sowie die bewegungsunterstützte Lautanbahnung BULA dargestellt. Im Zusammenhang mit phonetischen Aussprachestörungen sind auch myofunktionelle Therapieansätze wie z. B. der Ansatz nach Kittel zu sehen. Das Metaphon-Konzept sowie die Psycholinguistisch orientierte Phonologie Therapie P.O.P.T sind Therapieprogramme für Kinder mit sprachsystematischen Schwierigkeiten der Lautverwendung.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
5. Therapieplanung
Zusammenfassung
Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der konkreten Gestaltung einer phonetisch-phonologischen Therapie. Die Planung des Therapieaufbaus und Gedanken zur methodischen Umsetzung der gewählten Ziele stehen am Beginn jedes Therapieprozesses. Um eine Therapie möglichst effektiv durchführen zu können, berücksichtigt die Therapeutin unabhängig vom zu behandelnden Störungsbild außerdem die Beziehungsgestaltung und Motivierung des Kindes. Zentraler Gedanke ist schließlich die Wahl des Therapieansatzes. Diesbezüglich werden die Einsatzmöglichkeiten der einzelnen Therapiebausteine (Kap. 6) dargestellt. Eine Therapie von Aussprachestörungen bei Erwachsenen und bei Kindern mit umfassenden Sprachentwicklungsstörungen oder -behinderungen muss in besonderer Weise gestaltet werden. Auch die Arbeit mit mehrsprachigen Kindern erfordert spezifische Überlegungen. Dazu werden mögliche Vorgehensweisen skizziert. Bei phonetisch-phonologischen Störungen, die im Rahmen komplexerer Sprachentwicklungsstörungen auftreten, sowie assoziierten Auffälligkeiten ist der Kontakt zum verordnenden Arzt und ggf. zu anderen therapeutischen Berufsgruppen Bestandteil des therapeutischen Vorgehens.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
6. Therapiebausteine
Zusammenfassung
Dieses Kapitel stellt die unterschiedlichen Bausteine dar, die in der Therapie mit ausspracheauffälligen Kindern zur Anwendung kommen. Es werden zunächst Aspekte der Therapie beschrieben, die die Verbesserung der Aussprache begleitend unterstützen, wie zum Beispiel das Training der auditiven Sprachverarbeitung sowie der mundmotorischen Fähigkeiten des Kindes. Die Beratung und Anleitung der Eltern bzw. der Bezugspersonen bei phonetisch-phonologischen Störungen hat besonders im Hinblick auf den Transfer der Laute oder Lautgruppen Bedeutung. Umfassend wird die spezifische Therapie der Aussprachestörungen behandelt. Das vorgestellte Therapievorgehen zur Behandlung phonetischer Störungen ist eine Komposition bewährter Ansätze, welche in optimaler Weise die Individualität des Kindes berücksichtigt. Die Behandlung der phonologischen Störungen unterscheidet sich grundlegend von der Therapie phonetischer Störungen. Zentrales Merkmal der phonologisch ausgerichteten Therapie ist die Arbeit mit Lautklassen bzw. Wortstrukturen. Vor allem der Verbesserung der auditiven Wahrnehmung kommt dabei besonderes Gewicht zu. Die verschiedenen Therapieansätze lassen sich patientenorientiert auswählen und individuell kombinieren. Praktische Übungen, zahlreiche konkrete Spielideen und die Umsetzung der bewegungsunterstützten Lautanbahnung BULA runden das Kapitel ab.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
7. Qualitätssicherung
Zusammenfassung
Viele verschiedene Bausteine tragen zur Qualitätssicherung von gesundheitsbezogenen Dienstleistungen bei. Auf der einen Seite werden umfassende Forschungsarbeiten durchgeführt, die unter der Fragestellung des Evidenznachweises auf sprachtherapeutische Verfahren blicken. Auf der anderen Seite gibt es individuell durchgeführte Maßnahmen, die zur Verbesserung der Behandlungsqualität des einzelnen Praktikers führen. Im Folgenden werden einige Maßnahmen vorgestellt, die der Qualitätssicherung dienen. In diesem Zusammenhang werden die Prinzipien der evidenzbasierten Praxis beschrieben, deren unterschiedliche Parameter in der wirksamen Gestaltung der Therapie zu berücksichtigen sind. Für die Therapieplanung sind viele Aspekte zu beachten, um geeignete Therapieschwerpunkte sowie den passenden Therapieansatz wählen zu können. Manche der Überlegungen verlaufen sehr bewusst, andere finden eher implizit statt. Die Prozesse der therapeutischen Entscheidungsfindung oder des Clinical Reasoning werden vorgestellt und anhand von Beispielen erläutert.
Martina Weinrich, Heidrun Zehner
Backmatter
Metadaten
Titel
Phonetische und phonologische Störungen bei Kindern
verfasst von
Martina Weinrich
Heidrun Zehner
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-52773-3
Print ISBN
978-3-662-52772-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-52773-3