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23.05.2018 | Themenschwerpunkt | Ausgabe 4/2018

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 4/2018

Operatives Risiko geriatrischer Patienten in der Herzchirurgie

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Dr. B. Frilling, W. von Renteln-Kruse, A. Rösler, F.-C. Rieß

Zusammenfassung

Hintergrund

Trotz großer Fortschritte in der interventionellen Kardiologie benötigen immer noch viele geriatrische Patienten einen herzchirurgischen Eingriff. Der Abschätzung des operativen Risikos kommt daher eine große Bedeutung zu.

Ziel der Arbeit

Der prognostische Aussagewert des Geriatrischen Assessments für die Abschätzung des operativen Risikos soll evaluiert werden.

Material und Methoden

Zwischen 2008 und 2009 erhielten 500 Patienten ein Geriatrisches Assessment vor einem dringlichen oder elektiven herzchirurgischen Eingriff. Primäre Endpunkte waren hospitaler Tod bzw. Tod bis 30 Tage nach dem Eingriff sowie Schlaganfall. Sekundärer Endpunkt war die Kombination aus Tod, Schlaganfall und hospitalen Komplikationen.

Ergebnisse

Das mittlere Alter der Patienten betrug 77,1 ± 4,6 Jahre; von den Teilnehmenden waren 44,3 % Frauen. In 49,2 % war der Aortenklappenersatz die primäre OP-Indikation und in 38,8 % die KHK. Die Hälfte der Patienten (56,5 %) zeigte eine funktionelle Beeinträchtigung in einer oder mehreren der bewerteten Domänen. Signifikante Einschränkungen in der Hirnfunktion fanden sich in 11,8 % und in der Mobilität bei 2,4 % der Patienten. Die Dreißigtagemortalität betrug 2,9 %, und ein Schlaganfall trat bei 1,4 % der Patienten auf. Nach multivariater Analysis blieb die eingeschränkte Hirnfunktion unabhängig mit der operativen Mortalität assoziiert („odds ratio“ [OR] 3,8; 95 %-Konfidenzintervall [95 %-KI] 1,2–12,7).

Schlussfolgerung

Die perioperative Mortalität älterer Patienten in der Herzchirurgie ist niedrig. Ein im Geriatrischen Assessment nachgewiesener eingeschränkter Funktionsstatus ist mit einer erhöhten Mortalität assoziiert. Die eingeschränkte Hirnfunktion ist ein unabhängiger Prädiktor der postoperativen Mortalität.

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