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2018 | OP und OTA | Buch | 2. Auflage

OTA-Lehrbuch

Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz

herausgegeben von: Margret Liehn, Jens Köpcke, Heike Richter, Leonid Kasakov

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Der vielseitige und interessante Beruf des „OTA“ (Operationstechnischer Assistent) hat sich mittlerweile in den OP-Sälen etabliert. Dieses Lehrbuch begleitet die Auszubildende in ihrer dreijährigen Ausbildung. Schritt für Schritt wird der Leser durch alle Aufgabenbereiche geführt – von der Hygiene über die Patientenbetreuung, die Vor- und Nachbereitung von Operationen bis hin zum Instrumentieren. Auch Bereiche außerhalb der Operationsabteilung wie z.B. Notaufnahme, Endoskopie und ZSVA werden anschaulich bearbeitet.

Merksätze, Fallbeispiele und Praxistipps erleichtern das Lernen, zahlreiche Abbildungen und Grafiken veranschaulichen die Thematik, Fragen am Ende der Kapitel helfen das Gelernte zu überprüfen.

Neu in der 2. Auflage: Komplett aktualisiert und erweitert, vierfarbige Abbildungen, neues Thema „Erfolgreich lernen“, Fragen am Ende der Kapitel.

Das Standardwerk, das alle geforderten Ausbildungsinhalte vereint und auf ein Lernen ohne medizinische und pflegerische Vorkenntnisse abgestimmt ist: Für Auszubildende zum täglichen Gebrauch und erfolgreichen Lernen - und für Lehrende und Dozenten die ideale Vorbereitung auf den Unterricht!

Inhaltlich nach den DKG-Empfehlungen ausgerichtet und vom OTA-Schulträgerverband empfohlen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

I Kernaufgaben der OTAs

Frontmatter
1. Hygiene
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können den Begriff «nosokomiale Infektion» definieren, kennen verursachende Mikroorganismen und ihre Auswirkungen. Typische Infektionsquellen, Erregerreservoires und Übertragungswege sind bekannt. Maßnahmen zur Vorbeugung nosokomialer Infektionen werden angewendet. Sie beherrschen die «Non-touch-Technik» im Umgang mit Sterilgut, können sich und das OP-Team nach der chirurgischen Händedesinfektion steril ankleiden, Instrumentiertische steril abdecken, Sterilgüter fach- und sachgerecht entnehmen und dem Standard entsprechend auf dem Instrumententisch platzieren. Als «Springer» können sie die benötigten Sterilgüter fachgerecht bereitstellen. Sie können sich so verhalten, dass eine unbeabsichtigte Kontamination von sterilen Medizinprodukten vermieden wird, und in ihrem unmittelbaren Umfeld tätige Personen überwachen und ggf. korrigierend eingreifen. Die Entsorgung von kontaminierten Instrumenten und Materialien kann fach- und sachgerecht durchgeführt werden.
Gerlinde Schiefen, Helena Schulz, Johan Wieman, Margret Liehn
2. Medizinisch-technische Geräte
Zusammenfassung
Die kennen die verschiedenen Arten der Stromversorgung, verstehen die Funktionsweisen einer RLT-Anlage in den Operations- und Funktionsabteilungen. Sie verstehen die Zusammensetzung der Endoskopietürme und die Funktionen der einzelnen Geräte. Sie können die Gerätetürme betriebsbereit machen, die Zusatzmaterialien anschließen und die Bilddokumentationen gewährleisten. Die Auszubildenden beherrschen den Umgang mit den verschiedenen Chirurgie-Motoren-Systemen und deren Endgeräten. Sie kennen die Wirkungsweisen und Sicherheitsvorschriften von Lasersystemen und OP-Navigationssystemen. OP-Mikroskope können angewendet bzw. vorbereitet werden. Sie können eine Blutleere oder Blutsperre herbeiführen. Die Auszubildenden kennen die Auszubildenden kennen die Gefahren und Schutzmaßnahmen bei der Anwendung medizinischer Gase. Sie Auswirkungen von HF-Strömen und können HF-Stromquellen zur Anwendung vorbereiten. Sie erarbeiten sich einen Überblick über radiologische Diagnostikverfahren.
Sebastian Hambloch, Martina Stegers, Stefan Flender, Annegret Nietz, Anett Gudat, Maret Auerbach, Lisa Wiechmann, Conny Fachinger, Alexander von Kajdacsy, Nadin Horn, Roman Fischbach, Margret Liehn, Jens Köpcke
3. Patienten fachkundig begleiten und betreuen
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können Patienten in den Funktionsbereichen fachgerecht betreuen und begleiten. Sie können sich über den Patienten und über bevorstehende Eingriffe informieren. Dabei können sie die für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Patienten relevanten Daten erfassen. Sie nehmen die individuellen psychischen und physischen Bedürfnisse und Ressourcen des Patienten wahr und können ihr Verhalten und ihr Handeln entsprechend ausrichten. Dabei berücksichtigen sie insbesondere altersbezogene, geschlechtsbezogene und soziokulturelle Aspekte. Sie können ihr Verhalten den wechselnden Erfordernissen kontinuierlich anpassen.
Jens Köpcke, Margret Liehn
4. Springertätigkeit
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können den Patienten sach- und fachgerecht ein- und ausschleusen. Sie können die notwendigen Prophylaxen durchführen und die Patientensicherheit gewährleisten. Sie können den Patienten für den anstehenden Eingriff sach- und fachgerecht lagern, beachten seine individuellen Bedürfnisse und die Maßnahmen der Prophylaxe. Die Auszubildenden können den OP-Saal/Eingriffsraum präoperativ vor- und postoperativ nachbereiten. Sie können die entsprechenden Instrumente und Materialien zusammenstellen und Personen beim sterilen Ankleiden und dem Herstellen von sterilen Flächen fachgerecht assistieren. Sie können Sterilgüter korrekt öffnen und anreichen. Sie verstehen die unterschiedlichen Versorgungsmöglichkeiten von Präparaten, bakteriologischen Abstrichen und Zytologien und können diese weiterleiten. Die postoperative Patientenversorgung und Assistenz bei der Wundversorgung einschl. Sicherung von Drainagen und Ablaufsystemen für den Patiententransport wird durchgeführt.
Candy Agopian, Denise Oppermann, Anett Gudat, Jens Köpcke, Martina Stegers, Ina Welk, Sylvia Grüning
5. Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können in akuten Notfallsituationen lebenserhaltende Sofortmaßnahmen einleiten und dabei bedarfsgerecht handeln. Sie kennen die notwendigen Maßnahmen für die Versorgung der Bevölkerung in Katastrophenfällen. Sie kennen Feuerschutz- und Evakuierungsmaßnahmen sowie Alarmpläne im Brandfall und können diese anwenden. Sie können das Spannungsfeld von Triage im Katastrophenfall und der Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Individualgesundheit erklären.
Kurt Fellenz

II Spezielle Aufgaben der OTAs im OP

Frontmatter
6. Instrumentiertätigkeit
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die rechtlichen Aspekte ihrer Tätigkeiten als instrumentierende Kraft und können die damit verbundene Verantwortung in ihrem Handeln erkennen und beachten. Sie können die Planungsaufgaben einer OTA sowie deren Überwachungsaufgaben fach- und sachgerecht durchführen. Sie können die Zählkontrolle der blutstillenden Textilien und der Instrumente fach- und sachgerecht durchführen und entwickeln einen Rundumblick in Bezug auf Hygiene im OP-Saal und der präoperativen Patientenvorbereitung sowie der Sicherstellung der perioperativen Sicherheit des Patienten. Sie kennen die geplanten Operationsabläufe, halten Blickkontakt zum OP-Gebiet und können vorausschauend und situationsgerecht instrumentieren. Sie geben intraoperativ klar verständliche Anweisungen an ihren Springer. Nach jedem Eingriff schließen sie die Dokumentation mit ihrer Abschlusskontrolle und Unterschrift ab. Die Auszubildenden kennen und beachten die für sie relevanten Regelungen des Arbeitsschutzes.
Roksana Ressmann, Martina Stegers, Margret Liehn
7. Allgemein- und Viszeralchirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Allgemein- und Viszeralchirurgie und können bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Dazu erarbeiten sie sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden.
Jens Köpcke, Candy Agopian, Tabea Krause, Nadin Möbius, Maik Jelinski, Sybille Gläß, Denise Oppermann, Margret Liehn
8. Orthopädie und Traumatologie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik und Behandlungsverfahren in der Orthopädie und Traumatologie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Orthopädie und Traumatologie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Sie erarbeiten sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden.
Olga Aßmann, Jens Köpcke, Silke Meister
9. Handchirurgie

Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Handchirurgie und sind in der Lage, diese Eingriffen vorzubereiten und sie vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Sie verschaffen sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Handchirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren sowie über mögliche Komplikationen. Sie erarbeiten sich Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können das Grundinstrumentarium, die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der Handchirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.

Sabine Schwenkner, Gabriele Walura
10. Gefäß-, Thorax- und Kardiochirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Gefäß-, Thorax- und Kardiochirurgie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder (Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren, typische Komplikationen). Sie erarbeiten sich Kenntnisse der anatomischen, physiologischen, pathophysiologischen und mikrobiologischen Gegebenheiten. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Sie kennen die notwendigen speziellen operations-/eingriffsspezifischen Patientenlagerungen. Dazu können die Auszubildenden das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der Gefäß-, Thorax- und Kardiochirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Sebastian Hambloch, Nina Weber, Waldemar Fechner, Margret Liehn, Nora Krischke – Ramaswamy
11. Gynäkologie, geburtshilfliche Operationen und Mammachirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der gynäkologischen und Mammachirurgie und können bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden gynäkologischen Krankheitsbilder. Sie erarbeiten sich Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie und kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können die notwendigen speziellen operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen) herbeiführen bzw. kontrollieren. Sie können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der gynäkologischen und Mammachirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Ulrike Havemann
12. Urologie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Urologie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Urologie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Sie erarbeiten sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können die notwendigen speziellen operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen allein oder mit Hilfe von anderen (Operateur) herbeiführen bzw. die Qualität der Patientenlagerung kontrollieren und ggf. modifizieren.
Brigitte Lengersdorf, Annegret Nietz
13. Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Sie erarbeiten sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie und kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und ihre Wirkung erklären.
Stefan Flender, Margret Liehn
14. HNO-Heilkunde
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der HNO-Heilkunde und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der HNO-Heilkunde, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Deshalb erarbeiten sie sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der HNO-Heilkunde zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Brigitte Lengersdorf
15. Neurochirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Neurochirurgie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Sie verschaffen sich einen Überblick über die Krankheitsbilder in der Neurochirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und typische Komplikationen. Deshalb erarbeiten sie sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die bei diesen Verfahren häufig eingesetzt werden. Sie können die operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen herbeiführen. Die Auszubildenden können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der Neurochirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Tanja Sadelfeld, Jens Köpcke, Margret Liehn
16. Augenheilkunde (Ophtalmologie)
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Augenheilkunde und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Sie erarbeiten sich Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden, und können die operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen herbeiführen. Grundinstrumente, spezielles Instrumentarium, Geräte und Materialien, die in der Augenchirurgie benötigt werden, können ausgewählt, sach- und fachgerecht eingesetzt und deren Wirkung erklärt werden.
Brigitte Lengersdorf, Mandy Strzodka
17. Plastische Chirurgie – Ästhetische Chirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Plastischen Chirurgie und können bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht instrumentieren. Dazu verschaffen sie sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der plastischen Chirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und deren typische Komplikationen. Daher erarbeiten sie sich entsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie. Sie kennen die Medikamente, die im Rahmen dieser Verfahren häufig eingesetzt werden. Die Auszubildenden können die notwendigen speziellen operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen herbeiführen kontrollieren. Sie können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Birgit von Essen
18. Kinderchirurgie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Abläufe der typischen operativen Diagnostik- und Behandlungsverfahren in der Kinderchirurgie und sind in der Lage, bei diesen Eingriffen vorausschauend und situationsgerecht zu instrumentieren. Sie verschaffen sich einen Überblick über die entsprechenden Krankheitsbilder in der Kinderchirurgie, deren Ursachen, Klinik, Diagnostik- und Behandlungsverfahren und typische Komplikationen. Daher erarbeiten sie sich enstsprechende Kenntnisse der anatomischen, physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der speziellen Mikrobiologie und die typischerweise eingesetzten Medikamente. Die Auszubildenden können die notwendigen speziellen operations- und eingriffsspezifischen Patientenlagerungen herbeiführen. Sie können das Grundinstrumentarium und die speziellen Instrumente, Geräte und Materialien, die bei Operationen in der Kinderchirurgie zur Anwendung kommen, auswählen, diese Instrumente fach- und sachgerecht einsetzen und deren Wirkung erklären.
Ines Stubbe
19. Organspende und Transplantation
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können die Begriffe «Organspende» und «Transplantationsmedizin» definieren. Sie kennen die Möglichkeiten, die die Transplantationschirurgie bietet und verstehen die Aufgabe der DSO. Sie kennen das Ziel des Transplantationsgesetzes. Die Auszubildenden verstehen, nach welchen Kriterien ein Organempfänger ausgesucht wird. Sie wissen, wann ein Patient als Spender in Frage kommt. Die Auszubildenden kennen den Ablauf einer Organentnahme, die Vorbereitung und die Durchführung.
Torsten Biel, Ulrike Wirges, Heiner Smit

III Spezielle Aufgaben der OTAs außerhalb des OPs

Frontmatter
20. Ambulanz bzw. Notfallaufnahme
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können bei der Ablauforganisation in einer Ambulanz/Notfallaufnahme mitwirken und die Patienten fachkundig aufnehmen, begleiten, betreuen und bei der Versorgung fachkundig assistieren. Sie sind mit den Routineabläufen der Patientenversorgung, Verwaltung und Materiallogistik vertraut. Sie kennen die Wirkungen und Nebenwirkungen der geläufigen Medikamente und wissen, wie diese verabreicht werden. Sie kennen die Vorschriften und Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes. Die Auszubildenden können auf Anordnung subkutane und intramuskuläre Injektionen selbstständig durchführen sowie Infusionen, Punktionen, intravenöse bzw. intraarterielle Injektionen fachgerecht vorbereiten und bei der Durchführung dieser Maßnahmen mitwirken. Sie können Wunden fachgerecht versorgen bzw. bei der Versorgung assistieren. Sie können aseptische Wundverbände, Stützverbände, Schutzverbände und immobilisierende Verbände (Kunststoff/Gips/Schienen) anlegen bzw. bei der Anlage assistieren.
Maret Auerbach, Robert Buder, Jochen Kircheis, Roksana Ressmann, Martina Stegers, Margret Liehn, Gerd Liehn
21. Endoskopie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden sind in der Lage, administrative Tätigkeiten wie Materiallogistik, Patientenbestellung ambulant und stationär sowie die Organisation des Tagesprogramms zu benennen und unterstützend mitzuwirken. Sie können Patienten fachkundig aufnehmen, begleiten und betreuen. Sie kennen den grundlegenden Aufbau einer Endoskopieeinheit und können die Funktionsweise von medizinisch-technischem Equipment erläutern, das in der Endoskopie zur Anwendung kommt. Sie können die verschiedenen Instrumentarien im Kontext einer Untersuchung sach- und fachgerecht vorbereiten, anwenden und nachbereiten. Das Untersuchungsspektrum mit seinen verschiedenen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ist den Auszubildenden bekannt und sie sind in der Lage, bei der Vorbereitung, Durchführung und der Nachsorge dieser Untersuchungen unterstützend mitzuwirken. In einer Endoskopieabteilung geläufige Medikamente und deren sach- und fachgerechte Vorbereitung sind den Auszubildenden bekannt.
Silvia Maeting, Christine Besser
22. Zentrale Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) oder Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP)
Zusammenfassung
Die Auszubildenden kennen den Aufbau und die Aufgaben einer Zentralen Sterilgutversorgungsabteilung (ZSVA) sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Aufbereitung von Medizinprodukten. Sie können gebrauchte Medizinprodukte nach den Vorgaben geltender Rechtsnormen, Herstellerangaben, Richtlinien und Standards sachgerecht vorreinigen, demontieren und einer Wiederaufbereitung zuführen resp. entsorgen. Sie können Medizinprodukte sachgerecht dekontaminieren, verpacken, sterilisieren und lagern. Sie können die Qualität des Aufbereitungsprozesses unter Einbeziehung der Prozessdaten evaluieren und die Medizinprodukte entsprechend freigeben bzw. einer erneuten Aufbereitung zuführen. Außerdem können sie die Qualität des Medizinproduktekreislaufs sicherstellen und dokumentieren und kennen Aufbau und Wirkungsweise spezieller Geräte, die in der ZSVA angewendet werden. Die Auszubildenden können Hygienerisiken im Umgang mit Medizinprodukten evaluieren und ggf. Optimierungsmaßnahmen einleiten.
Klaus Dieter Harmel
23. Anästhesie
Zusammenfassung
Die Auszubildenden haben Einblick in das Fachgebiet der Anästhesie und dessen rechtliche Besonderheiten. Sie kennen wichtige Grundbegriffe und haben einen Überblick über die wichtigsten Arzneimittel in der Anästhesie. Die Maßnahmen der Narkosevorbereitung und Prämedikation sind bekannt. Sie kennen verschiedene Narkose-, die geläufigen Beatmungsformen und die Maßnahmen zur Vorbereitung der Narkose. Sie haben Einblick in den Aufbau und die Wirkungsweise der Instrumente und Geräte, die in der Anästhesie zur Anwendung kommen, und können diese sach- und fachgerecht anwenden vorbereiten. Die Auszubildenden können den Patienten während der prä-, intra- und postoperativen Phase fachkundig betreuen und bei der Überwachung/Monitoring mitwirken. Sie verstehen die Notwendigkeit und kennen die Möglichkeiten des perioperativen Volumenersatzes. Außerdem erwerben sie Wissen zu Schmerzarten, Schmerztypen, Schmerztherapie und Schmerzassessmentverfahren und können Patienten entsprechend betreuen.
Tobias Horlacher, Gerd Liehn

IV Ausbildungs- und Berufssituation von OTAs

Frontmatter
24. Kommunizieren, beraten und anleiten
Zusammenfassung
Die Auszubildenden erwerben grundlegendes Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Kommunikation. Sie können dieses Wissen und diese Fertigkeiten in Gesprächen mit Patienten, Vorgesetzten und Kollegen anwenden. Dabei beachten sie die notwendige, situationsgerechte Nähe und Distanz. Sie erkennen aktuelle gruppendynamische Prozesse und sind in der Lage, diese in angemessener Form anzusprechen und sich konstruktiv bei der Klärung einzubringen. Zudem sind sie in der Lage mit (berufsbedingtem) Stress, Ärger und Wut so umzugehen, dass ihre psychische und physische Gesundheit nicht gefährdet ist. Die Auszubildenden erwerben die Fähigkeit, relevante Daten und Informationen präzise und zeitgerecht zu übermitteln und zu dokumentieren. Sie entwickeln die Fähigkeit, akut oder chronisch kranke Menschen und/oder deren Angehörige im Rahmen ihrer Fachkompetenz zu beraten. Sie erkennen, wenn sich Beratungsbedarf zeigt, und können dem Patienten/den Angehörigen ein Beratungsangebot unterbreiten.
Jochen Berentzen
25. Berufliches Selbstverständnis
Zusammenfassung
Die Auszubildenden können den OTA-Beruf in seiner Eigenständigkeit verstehen. Auf dieser Grundlage entwickeln sie das Interesse und die Fähigkeit, den Beruf aktiv weiterzuentwickeln. Sie sind durch berufliche Fort- und Weiterbildung in der Lage, auf veränderte berufliche Anforderungen zu reagieren. Sie kennen Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten von Berufsverbänden, Berufsorganisationen und Gewerkschaften, auch hinsichtlich der Entwicklung ihres Berufes. Die Auszubildenden lernen, die eigene psychische und physische Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Sie erkennen und achten religiöse und kulturelle Werte. Anhand von konkreten Falldarstellungen der Ethikberatung im Krankenhaus setzen sie sich mit der Entscheidungsfindung vor dem Hintergrund ethischer Leitlinien auseinander. Sie setzen sich mit den gesellschaftlichen, institutionellen und individuellen Dimensionen des Themas Sterben und Tod auseinander. Sie sind in der Lage, Sterbende adäquat zu begleiten und Tote adäquat zu versorgen.
Heike Richter, Ralf Neiheiser, Olaf Schenk, Judith Schädler, Gerd Liehn, Chris Wolf
26. In Gruppen und Teams zusammenarbeiten

Die Auszubildenden informieren sich über die Zusammensetzung der Arbeitsteams und die verschiedenen Rollen, Funktionen, Aufgaben und Kompetenzen der beteiligten Personen. Sie können ihr eigenes Handeln mit dem Handeln des Arbeitsteams koordinieren. Sie handeln gemäß ihrer eigenen Rolle und Funktion und beachten die Grenzen ihrer eigenen beruflichen Handlungsmöglichkeiten.

Katrin Fromm
27. Lernen planen, durchführen und evaluieren
Zusammenfassung
Die Auszubildenden beachten die Ausbildungs- und Prüfungsempfehlung der DKG als Grundlage ihrer theoretischen und praktischen Ausbildung zur/zum OTA. Sie kennen ihre Rechte und Pflichten als Auszubildende und verhalten sich dementsprechend. Die Auszubildenden sind mit der curricularen Grundlage und dem organisatorischen Ablauf ihrer theoretischen und praktischen Ausbildung vertraut. Sie verstehen die Bedeutung eines handlungsorientierten, fächerintegrativen Curriculums für ihr Lernen und ihre Rolle als Lernende. Sie übernehmen eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Lernprozessen in der Schule.
Heike Richter, Ralf Neiheiser, Perikles Jennrich

V Rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen

Frontmatter
28. Berufliches Handeln
Zusammenfassung
Die Auszubildenden informieren sich über internationale Entwicklungen im Gesundheitswesen sowie über die aktuelle Gesundheitspolitik. Sie berücksichtigen in ihrem beruflichen Handeln die gesundheits- und sozialpolitischen Rahmenbedingungen sowie die zivil- und strafrechtlichen Rahmenbedingungen und die Zuständigkeitsgrenzen ihres Einsatzes. Die Auszubildenden können die für sie relevanten Regelungen des Arbeitsrechts unterscheiden und diese in ihrem Handeln als Auszubildende/Arbeitnehmer berücksichtigen. Sie informieren sich über die gesetzlichen Regelungen, die im Rahmen der Behandlung von Patienten in ihren Arbeitsbereichen beachtet werden müssen, und verhalten sich entsprechend. Die Auszubildenden informieren sich über die für sie relevanten gesetzlichen Regelungen des Arbeitsschutzes und verhalten sich entsprechend.
Britta Marquardt, Judith Schädler
29. Qualitätskriterien
Zusammenfassung
Die Auszubildenden sind umfassend über Methoden und Regeln der Qualitätssicherung im Krankenhaus informiert. Sie planen bevorstehende Eingriffe anhand von Checklisten und Standards und beteiligen sich an der Weiterentwicklung und Umsetzung von qualitätssichernden Maßnahmen. Sie sind in der Lage, Fehler und kritische Ereignisse als solche zu erkennen und diese unter Nutzung der Instrumente des QM-Systems zu melden, Verbesserungsvorschläge zu entwickeln und zu implementieren. Die Auszubildenden erfassen die Bedeutung von Dokumentationsmaßnahmen im Krankenhaus. Sie sind mit den für sie relevanten Dokumentationssystemen im Krankenhaus vertraut und sind in der Lage, die Dokumentationen gemäß den gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben sorgfältig und vollständig zu führen.
Ina Welk
30. Wirtschaftliche und ökologische Prinzipien
Zusammenfassung
Die Auszubildenden erarbeiten sich einen Überblick über die Strukturen und die Organisation eines Krankenhauses. Sie erkennen die Bedeutung der OP-Abteilung als wichtigem Leistungserbringer im Krankenhaus sowie die Bedeutung gesundheitspolitischer Entscheidungen für die Leistungserbringung eines Krankenhauses, insbesondere die Leistungserbringung in den Operations- und Funktionsbereichen. Die Auszubildenden sind über die Bedeutung des OP-Managements informiert und verstehen wesentliche Aufgaben. Sie übernehmen Verantwortung für umweltbewusstes Handeln in ihrem Beruf und in der Gesellschaft und sind sich des Spannungsfelds zwischen ökonomischen und ökologischen Ansprüchen bewusst. Sie tragen aktiv dazu bei, die Behandlung und Versorgung der Patienten mit ökologisch möglichst sinnvollen Mitteln und Methoden unter Aufrechterhaltung der erforderlichen medizinischen Standards zu gewährleisten.
Ina Welk, Heike Richter
31. Gesellschaftlicher Kontext
Zusammenfassung
Die Auszubildenden verstehen die Bedeutung der Grundrechte und der Menschenrechte für sie persönlich und für ihr berufliches Handeln als OTAs. Sie informieren sich über den Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland sowie über die Gewaltenteilung und -kontrolle im parlamentarischen System. Die Auszubildenden können das Gemeinwesen auf den Grundlagen des freiheitlich-demokratischen, föderalistischen und sozialen Rechtsstaats mitgestalten. Sie setzen sich mit den Medien und ihrer meinungsbildenden Wirkung auseinander und erfassen, welchen Einfluss die Medien auf ihre eigene Meinung haben. Sie können Grundstrukturen und Ziele der internationalen Politik, insbesondere die der Europäischen Union, beschreiben. Sie erkennen dabei das Spannungsfeld zwischen innenpolitischen sowie unterschiedlichen nationalen und europäischen Interessen.
Katja Heide
Backmatter
Metadaten
Titel
OTA-Lehrbuch
herausgegeben von
Margret Liehn
Jens Köpcke
Heike Richter
Leonid Kasakov
Copyright-Jahr
2018
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-56183-6
Print ISBN
978-3-662-56182-9
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-56183-6