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21.07.2021 | Onkologie | Onlineartikel

Wie viele Krebsneuerkrankungen mit Alkohol assoziiert sind

Autor:
Anne Bäurle

Schon moderater Alkoholkonsum kann das Krebsrisiko offenbar erhöhen. Für das Jahr 2020 haben Forschende berechnet, dass weltweit 750.000 Krebsneuerkrankungen mit Alkohol in Verbindung gebracht werden können.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) in Lyon schätzen, dass weltweit fast 750.000 Krebsneuerkrankungen im Jahr 2020 auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen sind (Lancet Oncology 2021; online 13. Juli). Den Berechnungen zufolge entspricht das einem Anteil von vier Prozent an allen Krebsneuerkrankungen.

In Deutschland standen laut Studie im vergangenen Jahr etwa 21.500 erstmals diagnostizierte Krebserkrankungen im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol, das ist ebenfalls ein Anteil von vier Prozent. Damit liegt Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern im Mittelfeld.

Wie das Team um Harriet Rumgay berichtet, ist dabei ein „risikoreicher“ (20–60 g reiner Alkohol pro Tag) und ein hoher Alkoholkonsum (über 60 g reinen Alkohol pro Tag) für einen Großteil der Krebsneuerkrankungen verantwortlich. Allerdings berechneten die Forschenden auch, dass schon ein moderater Alkoholkonsum (unter 20 g Alkohol pro Tag, dies entspricht laut Studie zwei alkoholischen Drinks täglich) mit 103.000 Krebsneuerkrankungen in Verbindung gebracht werden kann.

Männer seien dabei besonders betroffen, auf sie entfielen 77 Prozent aller mit Alkohol assoziierten Krebsneuerkrankungen, berichtet das Team.

Quelle: Ärzte Zeitung

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