Weltkrebstag Onkologische Pflege: Drei Millionen Euro für Qualifizierungsschub
- 04.02.2026
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Die Therapien in der Onkologie werden immer komplexer. Damit steigen auch die Anforderungen an Pflegefachpersonen. Die deutsche Krebshilfe hat jetzt ein Programm aufgesetzt, um Fachexpertise in der onkologischen Pflege zu fördern.
Neue Therapien machen auch eine immer engmaschigere Überwachung von Krebspatienten notwendig.
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In Lehre und Forschung zur onkologischen Pflege hinkt Deutschland anderen Ländern hinterher. Dabei wachsen die pflegerischen Herausforderungen gerade in der Onkologie, so die Deutsche Krebshilfe. Immer komplexere Therapien finden in den klinischen Alltag und erfordern ein differenziertes pflegerisches Vorgehen. Hinzu kommen steigende Patientenzahlen und der Mangel an Fachkräften. Vor diesem Hintergrund werden gut ausgebildete pflegerische Fachexpert*innen immer wichtiger.
Drei Millionen Euro für Pflege-Professuren
Um Forschung, Lehre und Versorgung in der onkologischen Pflege nachhaltig zu stärken, hat die Deutsche Krebshilfe daher jetzt ein Förderprogramm aufgesetzt. Das teilte die Organisation anlässlich des Weltkrebstags mit. Insgesamt drei Millionen Euro sollen in zwei Pflege-Professuren in Halle (Saale) und Freiburg fließen. Mit der Förderung können beispielsweise spezielle Master-Studiengängen eingerichtet werden, heißt es.
„Gemeinsam einzigartig“
Der Weltkrebstag findet jährlich am 4. Februar auf Initiative der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) statt. Er hat zum Ziel, die Prävention, Erforschung und Therapie von Krebserkrankungen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. In diesem Jahr steht der Tag unter dem Motto „Gemeinsam einzigartig“.
Damit soll zum Ausdruck kommen, dass Krebspatienten durch ihre Diagnose miteinander verbunden sind und doch jede und jeder einzelne eine eigene Geschichte, eigene Erfahrungen und eigene Bedürfnisse mitbringt – und das auch viele Jahre nach einer Krebserkrankung. (ne)