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01.08.2011 | Originalien | Ausgabe 5/2011

Notfall +  Rettungsmedizin 5/2011

Notfallmedizinische Ausbildungskonzepte für Studierende der Zahnmedizin

Ergebnisse einer Umfrage an den zahnmedizinischen Fakultäten Deutschlands

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 5/2011
Autoren:
Dr. M. Helm, K. de Buhr, L. Lampl, A. Schramm

Zusammenfassung

Hintergrund und Fragestellung

Die Häufigkeit akut lebensbedrohlicher Zwischenfälle in der zahnärztlichen Praxis hat deutlich zugenommen. Aufgrund des demographischen Wandels ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung weiter anhält. Vom Zahnarzt wird erwartet, dass er eine akute Vitalbedrohung erkennen und zeitgerecht adäquate Maßnahmen zur Stabilisierung der Vitalfunktionen einleiten kann, damit das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Notarztes so kurz wie möglich gehalten wird. Die zahnärztliche Approbationsordnung sieht eine notfallmedizinische Ausbildung bisher nicht vor. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die notfallmedizinischen Lehrveranstaltungen an deutschen Universitätszahnkliniken zu ermitteln.

Material und Methodik

Es erfolgte eine schriftliche Umfrage an allen Universitätszahnkliniken bezüglich der studentischen Ausbildung auf dem Gebiet der Notfallmedizin mithilfe eines standardisierten Fragebogens (Rücklaufquote 75%).

Ergebnisse

An 80% der deutschen Universitätszahnkliniken wird eine notfallmedizinische Ausbildung angeboten. Organisatorisch verantwortlich sind hierfür überwiegend die Abteilung für Anästhesiologie (56%), gefolgt von der Abteilung für Mund-, Kiefer-, und Gesichtschirurgie bzw. Zahn-, Mund- und Kieferchirurgie (44%). Zu 61% haben die Lehrveranstaltungen den Charakter einer Pflichtveranstaltung, wobei bei 38% der Universitäten eine Wissensüberprüfung stattfindet. Hinsichtlich Art und Umfang des Lehrangebotes bieten sämtliche Universitäten (100%) eine theoretische Einführung in die allgemeine Notfallmedizin an, welche um praktische Übungen zum Basic Life Support (BLS) ergänzt werden. Art und Umfang des Lehrangebots zu speziellen Notfallsituationen und Fähigkeiten zu deren Beherrschung (z.B. erweitertes Atemwegsmanagement) sind sehr unterschiedlich.

Schlussfolgerungen

Die notfallmedizinische Ausbildung sollte in der zahnärztlichen Approbationsordnung festgeschrieben werden, um für ein einheitliches Curriculum und letztendlich eine einheitliche notfallmedizinische Ausbildung für Zahnmediziner zu schaffen. Insbesondere bei den erweiterten Notfallmaßnahmen sowie speziellen Notfallsituationen sollten zielgruppengerechte Lösungen vermittelt werden. In diesem Zusammenhang haben praktische Übungen bzw. ein Simulationstraining wesentliche Bedeutung.

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