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Niedrige Seroprävalenz von Hepatitis C bei Flüchtlingen in Deutschland im Jahr 2015

  • 01.02.2017
  • Originalien
Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Über die Seroprävalenz von Hepatitis C bei Flüchtlingen, die im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen sind, gibt es bisher keine validen Informationen.

Ziel der Arbeit

Dokumentation der Seroprävalenz von Anti-HCV bei Flüchtlingen und Asylbewerbern in Norddeutschland im Jahr 2015.

Material und Methoden

Im August 2015 wurden im Rahmen einer medizinischen Erstversorgung bei 236 Flüchtlingen zwischen 3 und 74 Jahren HCV-Antikörper bestimmt.

Ergebnisse

76,7 % der Flüchtlinge waren männlich, das mittlere Alter lag bei 28,7 ± 11,8 Jahren. 10,0 % waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bei nur einem männlichen Flüchtling (1/236; 0,42 %) war die Testung auf Anti-HCV reaktiv.

Schlussfolgerungen

Die Analyse der Migrantenseren zeigt insgesamt eine niedrige Prävalenz der Hepatitis-C-Virusinfektion bei Flüchtlingen und Asylbewerbern. Die Prävalenz bei Migranten unterscheidet sich nicht von der Prävalenz in der deutschen Normalbevölkerung. Ein systematisches Screening aller Asylbewerber auf Hepatitis C scheint somit nicht gerechtfertigt. Bekannte Risikofaktoren und klinische Manifestationen sollten aber, genauso wie in der deutschen Allgemeinbevölkerung, zu einer Testung führen.
Titel
Niedrige Seroprävalenz von Hepatitis C bei Flüchtlingen in Deutschland im Jahr 2015
Verfasst von
Dr. A. Jablonka
P. Solbach
B. Ringe
B. T. Schleenvoigt
C. Dopfer
A. Hampel
R. E. Schmidt
G. M. N. Behrens
Publikationsdatum
01.02.2017
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Notfall + Rettungsmedizin / Ausgabe 1/2017
Print ISSN: 1434-6222
Elektronische ISSN: 1436-0578
DOI
https://doi.org/10.1007/s10049-016-0198-x
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