Skip to main content
main-content

Tipp

Weitere Artikel dieser Ausgabe durch Wischen aufrufen

06.07.2016 | Originalien

Niedrige Seroprävalenz von Hepatitis C bei Flüchtlingen in Deutschland im Jahr 2015

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin
Autoren:
Dr. A. Jablonka, P. Solbach, B. Ringe, B. T. Schleenvoigt, C. Dopfer, A. Hampel, R. E. Schmidt, G. M. N. Behrens
Wichtige Hinweise
A. Jablonka und P. Solbach haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.

Zusammenfassung

Hintergrund

Über die Seroprävalenz von Hepatitis C bei Flüchtlingen, die im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen sind, gibt es bisher keine validen Informationen.

Ziel der Arbeit

Dokumentation der Seroprävalenz von Anti-HCV bei Flüchtlingen und Asylbewerbern in Norddeutschland im Jahr 2015.

Material und Methoden

Im August 2015 wurden im Rahmen einer medizinischen Erstversorgung bei 236 Flüchtlingen zwischen 3 und 74 Jahren HCV-Antikörper bestimmt.

Ergebnisse

76,7 % der Flüchtlinge waren männlich, das mittlere Alter lag bei 28,7 ± 11,8 Jahren. 10,0 % waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Bei nur einem männlichen Flüchtling (1/236; 0,42 %) war die Testung auf Anti-HCV reaktiv.

Schlussfolgerungen

Die Analyse der Migrantenseren zeigt insgesamt eine niedrige Prävalenz der Hepatitis-C-Virusinfektion bei Flüchtlingen und Asylbewerbern. Die Prävalenz bei Migranten unterscheidet sich nicht von der Prävalenz in der deutschen Normalbevölkerung. Ein systematisches Screening aller Asylbewerber auf Hepatitis C scheint somit nicht gerechtfertigt. Bekannte Risikofaktoren und klinische Manifestationen sollten aber, genauso wie in der deutschen Allgemeinbevölkerung, zu einer Testung führen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

Sie möchten Zugang zu diesem Inhalt erhalten? Dann informieren Sie sich jetzt über unsere Produkte:

Notfall + Rettungsmedizin

Print-Titel

• Praxisorientierte Leitthemen für die optimale Behandlung von Notfallpatienten

• Interdisziplinäre Ansätze und Konzepte

• Praxisnahe Übersichten, Fallberichte, Leitlinien und Empfehlungen

Literatur
Über diesen Artikel
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.


    Sollte ich von der Zeitschrift nicht überzeugt sein, teile ich Ihnen dies bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des dritten Heftes mit.
    Wenn ich die Zeitschrift weiterlesen möchte, brauche ich nichts zu tun und bekomme dann das Jahresabonnement dieser Zeitschrift zum Gesamtpreis von 198,- € im Inland (Abonnementpreis 169,- € plus Versandkosten 29,- €) bzw. 215,- € im Ausland (Abonnementpreis 169,- € plus Versandkosten 46,- €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 16,50 € im Inland bzw. 17,92 € im Ausland.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.


    Alle genannten Preise verstehen sich inklusiver deutscher gesetzlicher Mehrwertsteuer.
    In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Wenn das Jahresabonnement nicht bis spätestens 30 Tage vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird, verlängert es sich automatisch jeweils um ein weiteres Jahr.

    Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.