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22.02.2016 | Originalien

Mobile geriatrische Rehabilitation in der gesetzlichen Krankenversicherung: Konzeptionelle Ausrichtung und Ergebnisse der bundesweiten Basisdokumentation (Teil 1)

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie
Autoren:
Dr. Matthias Meinck, K. Pippel, N. Lübke

Zusammenfassung

Hintergrund

Versicherte haben einen gesetzlichen Anspruch auf Maßnahmen der mobilen Rehabilitation. Seitens der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wurden Rahmenempfehlungen in der Indikation Geriatrie vorgelegt und eine standortübergreifende Basisdokumentation dieser Rehabilitationsmaßnahmen entwickelt.

Fragestellung

Der Beitrag erläutert Konzeption und ausgewählte Ergebnisse dieser Basisdokumentation.

Material/Methoden

Es wurden 1879 anonymisierte mobile geriatrische Rehabilitationsmaßnahmen der Jahre 2011–2014 aus 11 teilnehmenden Einrichtungen hinsichtlich patienten- und prozessbezogener Merkmale ausgewertet.

Ergebnisse

Die Patienten waren im Mittel 81 Jahre alt und zu 61 % weiblich. Die mobile Rehabilitation wurde zu 84 % nach Krankenhausbehandlung und durchschnittlich über einen Zeitraum von 8 Wochen an 22 Behandlungstagen erbracht. Es lebten 27 % der Rehabilitanden vor Beginn im Pflegeheim, und 73 % war bereits eine Pflegestufe zuerkannt. Der statistisch signifikante Zugewinn im Bereich Selbstversorgungsfähigkeit betrug zum Rehabilitationsende im Barthel-Index 18 Punkte. Die mit Abstand höchsten Therapieanteile wurden von Physio- und Ergotherapeuten, gefolgt von Logopäden und Pflegefachkräften erbracht. Zwischen den Einrichtungen zeigten sich relevante Unterschiede hinsichtlich Indikation, Zugangspfad, Therapiemix, Behandlungsdichte sowie Behandlungsumfang und -dauer. Dabei wurden in Teilen auch einzelne Anforderungen der Rahmenempfehlungen nicht erfüllt.

Diskussion

Die Basisdokumentation ersetzt keine externe Qualitätssicherung mobiler Rehabilitation, schafft jedoch Transparenz in einem weiterhin sehr begrenzten und an den Einrichtungen teilweise unterschiedlich umgesetzten Leistungsangebot. Sie liefert damit Grundlagen für die Weiterentwicklung der ambulant-mobilen Rehabilitation in der GKV.

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Literatur
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