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Erschienen in: ProCare 3/2020

01.04.2020 | editorial

Mensch und Maschine

verfasst von: Verena Kienast

Erschienen in: ProCare | Ausgabe 3/2020

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Auszug

Die Digitalisierung oder digitale Transformation in allen Lebensbereichen öffnet viele Möglichkeiten und wirft auch jede Menge Fragen auf. Von der Unterstützung formal-administrativer Prozesse bis zum selbstlernenden, sozial agierenden Roboter beschäftigen sich Experten mit den Folgen dieser Entwicklungen für den Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft. Elektronisch gesteuerte Maschinen haben sich in der aktuellen weltweiten Krise durch das Corona-Virus als neutrale und nicht ansteckungsgefährdete Werkzeuge als hilfreich erwiesen. Sie wurden beispielsweise in Asien für Desinfektions- und Überwachungsaufgaben eingesetzt. Serviceroboter können bestimmte Funktionen erfüllen, sie werden bereits als Bezugsobjekte in manchen Altenheimen eingesetzt oder auch als Motivation und Anleitung in der Physiotherapie. Der soziale Aspekt in dieser Interaktion ist freilich noch ein weites Feld für die Forschung. „Menschen reagieren auf die Maschinen, als wären sie ein lebendiges Wesen“, berichtete Ilona Kickbusch von der Schweizer Stiftung CAREUM und lange Jahre bei der Weltgesundheitsorganisation tätig, beim Pflegemanagement Forum in Wien. Und die Nutzer schreiben Maschinen viel mehr zu, als sie tatsächlich können. Daraus ergeben sich sowohl soziale als auch ethische Fragen. Jedenfalls werden wir uns auf die neue Situation einstellen müssen und es wird notwendig sein, Schutzmechanismen einzubauen und zu definieren: Was wollen wir, dass diese Maschinen können soll? Gerade in der Pflege und anderen Gesundheitsberufen, in denen Mangel an Personal besteht, ist es einerseits verlockend, Aufgaben auszulagern, andererseits bestehen genau hier viele Vorbehalte und Ängste. Bei aller sozialen Akzeptanz soll die Maschine den Menschen in der Beziehungsarbeit nicht ersetzen, sie kann aber, verantwortungsvoll und kompetent eingesetzt, sinnvoll unterstützen und Freiraum schaffen für eben diese Beziehungsarbeit und persönliche Beschäftigung mit den Anliegen der Patienten. Darauf sollte in der Entwicklung und im Einsatz geachtet werden, um die Möglichkeiten für alle Seiten positiv zu nutzen …

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Metadaten
Titel
Mensch und Maschine
verfasst von
Verena Kienast
Publikationsdatum
01.04.2020
Verlag
Springer Vienna
Erschienen in
ProCare / Ausgabe 3/2020
Print ISSN: 0949-7323
Elektronische ISSN: 1613-7574
DOI
https://doi.org/10.1007/s00735-020-1161-0