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05.01.2022

Meine Eltern sind „anders“ – Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil

Zeitschrift:
HeilberufeScience
Autoren:
Sophia Stübe, Karoline Schermann
Wichtige Hinweise

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Zusammenfassung

Hintergrund

Das Leben mit einem Elternteil mit einer psychischen Erkrankung kann beängstigend, verwirrend und traurig sein. Die ständige Konfrontation mit der Erkrankung des Elternteils kann bei den betroffenen Kindern zu einem inneren Konflikt führen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Resilienz des Kindes. Je besser das Kind es schafft, seine sozialen sowie persönlichen Ressourcen im Sinne eines Puffereffekts zu nutzen, umso stärker ist seine Resilienz.

Ziel

Das Ziel ist, präventive als auch unterstützende Maßnahmen aufzuzeigen, welche von Pflegefachpersonen durchgeführt werden können, um die Resilienz von Kindern mit einem psychisch erkrankten Elternteil zu stärken.

Methodik

Für die narrative Literaturübersichtsarbeit erfolgte eine strukturierte Literaturrecherche von April bis Juli 2020 in pflegewissenschaftlich relevanten Datenbanken. Gesamt konnten 6 Studien in diese Arbeit inkludiert werden.

Ergebnisse

Die unterschiedlichen Aspekte, Stärkung der Resilienz durch Gespräche mit den Pflegefachpersonen und Stärkung der Resilienz durch Peergroups kristallisierten sich für die Kinder als essenzielle Themen heraus. Vor allem durch die offene Kommunikation lernen Kinder, mit der Erkrankung ihrer Eltern umzugehen und diese zu akzeptieren. Pflegefachpersonen können die Betroffenen unterstützen, individuelle Ziele für die Zukunft zu entwickeln.

Schlussfolgerung

Kinder mit einem psychisch erkrankten Elternteil stellen eine vulnerable Bevölkerungsgruppe dar. Daher sollen Pflegepersonen die Kinder eines psychisch erkrankten Elternteils im stationären Setting mitbetreuen, ihre Situation wahrnehmen, Gesprächstermine mit den betroffenen Kindern planen und spezielle Edukationsprogramme im Sinne der Psychoedukation für sie anbieten.

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Literatur
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