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01.02.2014 | Konzepte - Stellungnahmen - Leitlinien | Ausgabe 1/2014

Notfall +  Rettungsmedizin 1/2014

Medizinisches Simulationstraining luftgestützter Bergrettungseinsätze (MedSim-BW-ZSA)

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 1/2014
Autoren:
Prof. Dr. V. Lischke, A. Berner, U. Pietsch, J. Schiffer, L. Ney

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Patientenversorgung im Gebirge erfordert von Bergwacht-Einsatzkräften (BW-EK) und Bergwacht-Notärzten (BW-NA) ein hohes Maß an medizinischer und bergrettungstechnischer Handlungssicherheit sowie Kenntnisse im „Crew Ressource Management“ (CRM). Bei Einsätzen unter Verwendung der Rettungswinde des Rettungshubschraubers (RH) ist eine hohe Reaktions- und Handlungssicherheit erforderlich, die stärker auf fähigkeits- und regelbasierte als auf wissensbasierte Handlungselemente zurückgreift.

Methode

Um die komplexen und zeitkritischen Aktionen zu trainieren, wurde am „Bergwacht-Zentrum für Sicherheit und Ausbildung“ (BW-ZSA) ein „Medizinisches Simulationstraining“ (MedSim) für luftgestützte Bergrettungseinsätze als Pilotprojekt entwickelt. Am BW-ZSA steht eine RH-Simulations-Anlage zum Training von Winden-/Taurettungen zur Verfügung. In zufällig zusammengestellten Teams nahmen BW-NÄ und BW-EK am MedSim-BW-ZSA Pilotprojekt teil. Nach theoretischer Vorbereitung erfolgte das praktische Simulationstraining in unterschiedlichen komplexen Einsatzszenarien in absturzgefährlichem Gelände. Diese beinhalteten den Antransport von Helfern und Rettungsmaterialen, die Versorgung und Transportvorbereitung des Patienten bis zum Abtransport, ggf. arztbegleitet unter Beatmung und Monitoring, mittels Rettungswinde. Die wissens-, regel- und fähigkeitsbasierten Handlungselemente der medizinischen und rettungstechnischen Einsatzbearbeitung sowie menschlich bedingte Fehler während des MedSim-Trainings wurden dokumentiert und im Debriefing aufgearbeitet.

Erste Ergebnisse

Die Absolventen attestierten dem Pilotprojekt MedSim-BW-ZSA, welches weiterentwickelt wird, hohe Praxisrelevanz und Praxisnähe. Langfristig könnte sich hierdurch eine nachhaltige Verbesserung der Performance und Sicherheit des medizinischen/bergrettungstechnischen Personals bei RH-Einsätzen im Gebirge entwickeln.

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Literatur
Über diesen Artikel

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