- Verfasst von
- Prof. Dr. Wolfram Ziegler
- Dr. Ingrid Aichert
- Dr. Anja Staiger
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
Über dieses Buch
Dieses Buch aus der Reihe Praxiswissen Logopädie ist ein Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis. Umfassendes Grundlagenwissen zur Sprechapraxie wird ergänzt durch:
Hilfestellungen für die differenzialdiagnostische Abgrenzung, eine anschauliche Darstellung diagnostischer Möglichkeiten, eine umfangreiche Übersicht und kritische Reflexion bekannter Therapieansätze, Therapiebausteine und Orientierungshilfen für die Entwicklung individueller Behandlungskonzepte. Mit zahlreichen Abbildungen, praxisorientierten Tipps, weiterführende Literaturhinweise und Internetlinks sowie ein Anamnesebogen zum Download
Renommierte Autoren transportieren verständlich und praxisnah ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit diesem komplexen Krankheitsbild. Sie rüsten den Leser für eine gut begründete und effiziente Arbeit mit dem Patienten.
Inhaltsverzeichnis
-
Frontmatter
-
1. Sprechapraxie – eine Herausforderung
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungSprechen ist ein Vorgang, dem gesunde Erwachsene keine besondere Aufmerksamkeit schenken müssen: Zunge, Lippen und Kehlkopf bewegen sich wie von selbst, wenn wir im Gespräch Wörter und Sätze formulieren, jemandem etwas zurufen, aus einem Buch vorlesen oder eine Geschichte erzählen. Die ganze Aufmerksamkeit während des Sprechens gehört den Inhalten, den Argumenten, den Reaktionen der Gesprächspartner, dem kommunikativen Austausch. Die Sprechorgane und ihre Bewegungen sind dabei nicht mehr als ein Instrument, das wir mühelos beherrschen. -
2. Theoretische Grundlagen
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungSprechen ist ein Bewegungsvorgang, der viele Besonderheiten gegenüber anderen motorischen Handlungen aufweist. Hier werden vor allem drei Aspekte hervorgehoben: (1) das hohe Ausmaß an sensomotorischer Komplexität und Automatisierung, (2) die Verankerung in Sprache und Kommunikation und (3) die Ausreifung in einem sensomotorischen Lernprozess, der sich über mehr als die erste Lebensdekade erstreckt. -
3. Sprechapraxie: Klinik und Modelle
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungDieser Abschnitt führt in das Störungsbild der Sprechapraxie ein. Er beginnt mit einer modellbezogenen und einer symptombezogenen Definition und skizziert dann die Einordnung der Sprechapraxie zwischen den Dysarthrien einerseits und den aphasisch-phonologischen Störungen andererseits. Am Ende folgt eine Liste von Charakterisierungen des sprechapraktischen Störungsmechanismus. -
4. Symptomatik
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungDas Spektrum der sprechapraktischen Symptomatik ist weit gefächert. Die Störung kann sich bei den betroffenen Patienten individuell ganz unterschiedlich ausprägen, z. B. in Abhängigkeit vom Schweregrad und vom Störungsschwerpunkt, im Zusammenspiel mit weiteren assoziierten neurologischen Sprach- und Sprechstörungen oder auch durch mögliche Versuche der Patienten, ihr artikulatorisches Defizit durch den Einsatz sprechmotorischer Strategien zu kompensieren. -
5. Differenzialdiagnostik und weitere relatierte Syndrome
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungIn diesem Abschnitt werden mit der aphasisch-phonologischen Störung und der Dysarthrie zunächst Syndrome dargestellt, deren Symptomkomplexe einen großen Überlappungsbereich mit der Sprechapraxie aufweisen. Es werden Merkmale herausgearbeitet, die für die klinische Differenzialdiagnostik von besonderer Bedeutung sind. Mit der Beschreibung von Mutismusformen bzw. von Störungen des Sprechantriebs werden anschließend differenzialdiagnostische Sonderfälle aufgegriffen. -
6. Die ICF als Handlungsmodell in der Diagnostik und Therapie der Sprechapraxie
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungIn dem Abschnitt wird anhand von zwei Fallbeispielen demonstriert, wie eine Berücksichtigung von kommunikativen und psychosozialen Aspekten der Sprechapraxie den Blick auf den individuellen Fall erweitert. Der Abschnitt leitet damit zum ICF-Modell der WHO über, das sich durch seinen strukturierten Aufbau auch als Denk- und Handlungsmodell für die sprachtherapeutische Intervention empfiehlt. -
7. Anamnese
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungMit der Anamnese werden die medizinische, die sprachlich-kommunikative sowie die psychosoziale Situation der Patienten erfasst. Die Anamnese stellt einen wesentlichen Teil der Diagnostik dar und bildet das Fundament für die Formulierung rehabilitativer Zielsetzungen unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Betroffenen. Im Folgenden wird auf relevante Aspekte der Anamnese in Anlehnung an das Konzept der internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (WHO 2001) eingegangen. -
8. Diagnostik
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungGemäß dem ICF-Modell sollte die Sprechapraxie als Gesundheitsproblem aus verschiedenen Perspektiven erfasst werden. Im folgenden Kapitel werden diagnostische Ziele unter den Gesichtspunkten der ICF-Komponenten Körperfunktionen sowie Aktivität und Teilhabe definiert. -
9. Therapieplanung
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungAuf der Grundlage einer umfassenden diagnostischen Analyse des Störungsbildes werden die Therapieziele individuell an das Störungsmuster eines Patienten angepasst. Die Ziele, die unmittelbar an der sprechmotorischen Störung ansetzen, sollten sich möglichst daran orientieren, wie sich die Sprechstörung auf die Kommunikation im Alltag auswirkt. In diesem Kapitel werden zunächst grundlegende Aspekte bei der Ableitung von Therapiezielen vorgestellt, bevor auf die Zielerstellung im Rahmen der ICF eingegangen wird. -
10. Therapiebausteine
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungIn der Sprechapraxietherapie können Therapierende aus mehreren unterschiedlichen Aufgabenstellungen wählen. Dabei muss für jeden Patienten individuell entschieden werden, welche Aufgabenstellung und Aufgabenhierarchie sich am besten eignet. Dieses Kapitel gibt einen Überblick über gängige Aufgabenstellungen. Es wird diskutiert, welche Hilfestellungen eine Aufgabe bieten kann und welche spezifische Leistung sie fordert. -
11. Beispiel eines Therapieverlaufs
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungIm Folgenden wird exemplarisch der Therapieverlauf einer Patientin mit schwerer Sprechapraxie und schwerer Aphasie beschrieben. Ausgehend vom sprachtherapeutischen Befund erfolgen die Zielerstellung und die Beschreibung des therapeutischen Vorgehens in der Therapie. -
12. Qualitätssicherung
Wolfram Ziegler, Ingrid Aichert, Anja StaigerZusammenfassungDer Verlauf einer sprachtherapeutischen Behandlung ist von vielfältigen Entscheidungsprozessen geprägt. Die Fähigkeit zur Reflexion der Vorgehensweise ist dabei Voraussetzung für begründete und fundierte Diagnostik- und Therapieschritte. Als Struktur für diesen Reflexionsprozess dient das „Clinical Reasoning“, wobei die Entscheidungsprozesse unter verschiedenen (z. B. prognostischen, pragmatischen oder ethischen) Gesichtspunkten beleuchtet werden. Im Folgenden werden die für die Sprachtherapie als relevant erachteten Reasoningformen beschrieben. -
Backmatter
- Titel
- Sprechapraxie
- Verfasst von
-
Prof. Dr. Wolfram Ziegler
Dr. Ingrid Aichert
Dr. Anja Staiger
- Copyright-Jahr
- 2020
- Verlag
- Springer Berlin Heidelberg
- Electronic ISBN
- 978-3-662-59331-8
- Print ISBN
- 978-3-662-59330-1
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-662-59331-8
Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.