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2020 | Medizin allgemein | Buch

Neu in der Dialyse

verfasst von: Ute Schnittert

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe : Neu auf der Fachstation

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Über dieses Buch

Dieses Buch bietet neuen Kollegen und Wiedereinsteigern im Fachbereich Dialyse Unterstützung bei der schnellen Einarbeitung in den neuen Bereich oder auf der neuen Station. Motto: „Keine Angst vor einem Stationswechsel“ Es bietet ein schnelles Nachschlagen in konkreten Situationen und Platz für wichtige Notizen. Checklisten helfen tägliche Abläufe (Visiten, Übergaben, Monitoring) und Vorgänge (Bestellungen) zu optimieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Medizinische Grundlagen

Frontmatter
Kapitel 1. Anatomie und Physiologie der menschlichen Nieren
Zusammenfassung
Die Nieren sind als paariges Organ hinter dem Bauchfell angelegt. Das funktionale Gewebe einer Niere heißt Parenchym. Jede Niere ist mit über 1 Mio. Nephrone ausgestattet. Ein Nephron stellt die eigentliche funktionelle Einheit einer Niere dar und besteht aus Glomerulus und Tubulussystem. Durch das massenhafte Vorhandensein von Nephronen kann das Organ seinen vielfältigen Aufgaben gerecht werden: Kontrolle der Salz- und Wasserausscheidung, Elimination von Giftstoffen und Stoffwechselendprodukten, Regulation des Säure-Basen-Haushaltes, Beteiligung am Stoffwechsel, Produktion hormonartiger Enzyme, Blutdruckregulation, Blutbildung, wichtige Rolle beim Knochenstoffwechsel, Proteohormon Klotho, Ausschüttung von Gewebshormonen.
Ute Schnittert
Kapitel 2. Pathophysiologie
Zusammenfassung
Bei Vorliegen einer akuten oder chronischen Nierenerkrankung stellt sich die Frage nach der Ursache. Für eine Schädigung kommen 2 Regionen infrage: der Glomerulus und das Tubulussystem. Glomerulopathien umfassen entzündliche und nicht entzündliche Erkrankungen am Glomerulus. Interstitielle Nephropathien betreffen überwiegend das tubuläre System der Niere. Daneben gibt es übergreifende Erkrankungen, die z. B. durch Raumforderung gesundes Nierengewebe zerstören.
Ute Schnittert
Kapitel 3. Diagnostik
Zusammenfassung
Durch Gespräch und körperliche Untersuchung gewinnen nephrologische Fachärzte erste Eindrücke von einem Patienten, die durch die Ergebnisse von Laboruntersuchungen ergänzt werden. Neben Blut- und Urinuntersuchungen wird auch die Blutdrucksituation erfasst sowie bildgebende Verfahren zur Anwendung gebracht. Bei regelmäßigen Kontrollen vermittelt die Beobachtung der dokumentierten Ergebnisse einen geeigneten Eindruck von Behandlungsverlauf und Prognose.
Ute Schnittert
Kapitel 4. Nephrologie
Zusammenfassung
Die Nephrologie ist ein Teil des sehr großen Fachbereichs der Inneren Medizin. Durch die physiologischen und pathophysiologischen Hintergründe der renalen Blutdruckregulation erklärt es sich zudem, warum Nephrologen Spezialisten für Bluthochdruckerkrankungen sind. Nephrologen sind somit jene Ärzte, die hinzugezogen werden, um das Vorhandensein einer Nierenerkrankung zu prüfen, eine bestehende Nierenerkrankung zu behandeln und, sofern möglich, im Fortschreiten zu verlangsamen sowie renal- und nicht renalbedingte Bluthochdruckerkrankungen zu diagnostizieren und zu therapieren. Einen weiteren wichtigen Aspekt nephrologischer Arbeit stellt das Themengebiet Nierentransplantation dar.
Ute Schnittert

Der pflegerische Fachbereich Dialyse

Frontmatter
Kapitel 5. Hämodialyse
Zusammenfassung
Für die zunächst gedankliche Reise in die Welt der (Standard-)Hämodialysebehandlung ist es notwendig, sich mit einigen physikalischen Gegebenheiten vertraut zu machen.
Ute Schnittert
Kapitel 6. Weitere Möglichkeiten der Nierenersatztherapie
Zusammenfassung
Der umgangssprachliche Begriff Bauchfelldialyse gibt bereits Auskunft über das Verfahren: Das Bauchfell wird mit seiner großen Oberfläche von durchschnittlich 1,5–2,0 m2 als körpereigene Membran ausgenutzt. Über einen Silikonkatheter wird eine osmotisch wirksame Flüssigkeit in den Bauchraum eingebracht und nach einer Verweilzeit wieder entfernt. Auch hier wird durch diffusiven Stoffaustausch die Entgiftung realisiert. Die Volumenregulation erfolgt über osmotische Prozesse.
Ute Schnittert
Kapitel 7. Andere extrakorporale Blutreinigungsverfahren
Zusammenfassung
Zahlreiche nicht renale Indikationen können es erforderlich machen, Blut außerhalb des Körpers behandeln zu müssen. Verschiedenen Therapiezielen entsprechend gibt es unterschiedliche Geräte und Materialien für spezielle Blutreinigungsverfahren. Bei Plasmabehandlungen wird das an einem Primärfilter abgeschiedene Plasma zu einem Sekundärfilter geleitet, an dem die eigentliche Eliminationsleistung erbracht wird und spezifisch die zu eliminierenden Moleküle zurückgehalten werden. Bei Adsorptionsverfahren wird das abgeschiedene Plasma nicht durch einen Membranfilter geleitet, sondern an einer adsorbierenden Oberfläche entlanggeleitet. Sofern das abgeschiedene Plasma ausgetauscht werden soll, wird es nach der Abscheidung verworfen und durch individuell berechnetes Albumin bzw. durch Frischplasmakonzentrate ersetzt. Wird die Eliminationsleistung direkt am primären Filter erbracht, handelt es sich um Vollblutbehandlungen, die insgesamt seltener zur Anwendung kommen.
Ute Schnittert
Backmatter
Metadaten
Titel
Neu in der Dialyse
verfasst von
Ute Schnittert
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-61015-2
Print ISBN
978-3-662-61014-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-61015-2