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2017 | Medizin allgemein | Buch

Debora – Trainingsmanual Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention

verfasst von: Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

Buchreihe : Psychotherapie: Manuale

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Über dieses Buch

Dieses Manual dient der Vorbereitung von Gruppentherapiesitzungen für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, die an einer Depression leiden. Darüber hinaus hat es sich gezeigt, dass dieses Programm auch präventiv einsetzbar ist und dann schon von vorne herein verhindert, dass Rückenschmerzpatienten an einer Depression erkranken. Die Sitzungen sind modular aufgebaut und bieten zudem zahlreiche Arbeitsblätter.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

1. Einleitung
Zusammenfassung
In der Einleitung wird die Relevanz und Notwendigkeit einer frühzeitigen psychologischen Intervention begleitender depressiver Symptome bei unspezifischen chronischen Rückenschmerzen (CRS) dargelegt. Eine somatopsychische Komorbidität beeinflusst die Chronifizierung und Aufrechterhaltung, den Behandlungserfolg sowie die Prognose unspezifischer CRS, sodass indikationsspezifische psychologische Interventionen im Rahmen multimodaler Behandlungsprogramme beim unspezifischen CRS erforderlich sind. Hierzu wurde das Trainingskonzept Debora entwickelt. Das vorliegende Werk gliedert sich in einen theoretischen Teil mit einer Erläuterung beider Störungsbilder, ihrer Komorbidität und der Evaluation des Konzeptes sowie das Trainingsmanual, in dem die 8 Trainingsmodule und 3 Vorträge detailliert vorgestellt und angeleitet werden.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel

Theoretischer Hintergrund

Frontmatter
2. Störungsbild unspezifischer chronischer Rückenschmerz
Zusammenfassung
Rückenschmerzen sind schmerzhafte Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems und gehören in den Bereich der vielfältigen Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens. Die Ausführungen in diesem Kapitel beschränken sich auf die Gruppe der unspezifischen chronischen Rückenschmerzen (CRS), die mit Abstand zur häufigsten Störungsgruppe aller Rückenschmerzen zählt. Neben der Definition und dem Erscheinungsbild, der Epidemiologie, Risikofaktoren, Erklärungsansätze und Folgen sowie Klassifikation und Diagnostik von CRS sind die (multimodalen) Therapiemaßnahmen zusammengefasst, die im Bereich der Rehabilitation schwerpunktmäßig auf eine Schmerzbehandlung abzielen.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
3. Störungsbild unipolare Depression

Depressionen sind psychische Störungen aus dem Bereich der affektiven Störungen (unipolare und bipolare depressive Störungen) und können auch im Rahmen von Anpassungsstörungen auftreten. Die Ausführungen in diesem Kapitel beschränken sich auf die unipolaren depressiven Erkrankungsformen, die zu den häufigsten Ausprägungsformen zählen und bedeutsam mit chronischen Schmerzerkrankungen assoziiert sind. Neben der Definition und dem Erscheinungsbild, der Epidemiologie, Risikofaktoren, Erklärungsansätze und Folgen sowie Klassifikation und Diagnostik von unipolaren Depressionen sind die Behandlungsbausteine und Maßnahmen einer Depressionsbehandlung zusammenfassend dargelegt.

Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
4. Komorbide Depression bei chronischem Rückenschmerz
Zusammenfassung
Depressionen zählen zur häufigsten Komorbidität bei chronischen Rückenschmerzen (CRS), wie die in diesem Kapitel vorgestellten Daten zur Epidemiologie verdeutlichen. Die Ätiologie der somatopsychischen Komorbidität von Rückenschmerzen und Depression ist bis heute nicht vollständig geklärt. Bisher gibt es kein ätiologisches Modell, welches die Komplexität der zeitlichen und kausalen Zusammenhänge hinreichend abbildet. Bekannt ist hingegen, dass das zeitgleiche Vorhandensein depressiver Symptome beim unspezifischen CRS – unabhängig von der Entstehung – zu einem ungünstigeren Krankheitsverlauf und einer ungünstigeren Prognose führt, woraus sich ableiten lässt, dass eine frühzeitige Diagnostik depressiver Symptome sowie deren Prävention und Mitbehandlung unerlässlich sind.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
5. Stand der Therapieforschung
Zusammenfassung
In diesem Kapitel wird der aktuelle Stand der Therapieforschung vorgestellt. Neben Studien zur Wirksamkeit multimodaler Behandlung und Rehabilitation bei unspezifischen chronischen Rückenschmerzen (CRS) werden Ergebnisse zur Notwendigkeit und nachhaltigen Effektivität störungsspezifischer psychologischer Interventionen aus dem ersten Forschungsprojekt sowie Ergebnisse zur Akzeptanz und Durchführbarkeit für das vorliegende Schmerzkompetenz- und Depressionspräventionstraining aus dem laufenden Forschungsprojekt zusammengefasst.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel

Das Trainingsmanual

Frontmatter
6. Einführung in das Trainingsmanual
Zusammenfassung
In der Einführung des Trainingsmanuals werden kurz die Zielgruppe und Ziele des Trainings sowie eingehend die Elemente und Besonderheiten des Trainingskonzeptes erörtert. Neben den Rahmenbedingungen sowie den allgemeinen Hinweisen zur Durchführung finden Sie außerdem einen detaillierten Überblick zu den Methoden, Trainingsmaterialien und Vorbereitungen, die für die Durchführung des Trainings zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention erforderlich sind. Die Traineranleitungen zu den einzelnen Trainingsmodulen sowie das zugehörige Arbeitsmaterial schließen sich in den folgenden Kapiteln an.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
7. Trainingsmodul 1: Verhalten und Schmerz
Zusammenfassung
Bei dem Trainingsmodul 1 handelt es sich um das 1. Basismodul des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention, in dem die Grundlagen des biopsychosozialen Modells und der wechselseitige Zusammenhang von Verhalten und Schmerz vermittelt sowie ungünstige und günstige Verhaltensweisen differenziert werden. Nach einem Überblick zum Gesamttraining und der Etablierung der Gruppenregeln schließt sich eine Wissensvermittlung zu Schmerz und Schmerzkompetenz (biopsychosoziales Modell) und die Betrachtung eigener Verhaltensweisen an, aus der sich der Zusammenhang zwischen Verhalten und Schmerz ableiten und erläutern lässt. Weitere Bausteine von Trainingsmodul 1 umfassen die Einführung trainingsbegleitender Aufgaben sowie Workshops, die von den Teilnehmern eigenständig zu bearbeiten sind. Das 1. Basismodul endet mit der Workshopaufgabe »Der Ring des Königs«.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
8. Trainingsmodul 1a: Aktivitätsmanagement
Zusammenfassung
Das Trainingsmodul 1a des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention stellt das Zusatzmodul zum Trainingsmodul 1 Verhalten und Schmerz dar. Nach einem Einstieg über das Begrüßungsritual und den Überblick zum Trainingsmodul 1a wird die Wechselwirkung von depressiven Symptomen und chronischen Schmerzen vermittelt. Die Auswirkungen ungünstiger Verhaltensstrategien wie Schonen und Durchhalten werden anhand der abwärts- und aufwärtsgerichteten Gefühlsspiralen erarbeitet sowie die Prinzipien ausgewogener Aktivitäten und Steigerung angenehmer Aktivitäten eingeführt. Als Instrument zur Erfassung der Wechselwirkung zwischen angenehmen Aktivitäten, Gefühlen und Schmerzintensität werden die Teilnehmer angeleitet, ein Aktivitäten-Gefühle-Schmerz-Protokoll trainingsbegleitend zu nutzen. Das Trainingsmodul 1a endet mit der Workshopaufgabe, in der die Teilnehmer konkret eine angenehme Aktivität planen.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
9. Trainingsmodul 2: Gefühle und Schmerz
Zusammenfassung
Bei dem Trainingsmodul 2 handelt es sich um das 2. Basismodul des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention, in dem der wechselseitige Zusammenhang von Gefühlen und Schmerz behandelt und zwischen Gefühlen, die Schmerzen verringern bzw. verstärken, differenziert wird. Nach dem Begrüßungsritual erfolgen ein Überblick zum Trainingsmodul 2 und die Besprechung der Workshopaufgabe aus dem Trainingsmodul 1. Der Zusammenhang zwischen Gefühlen und Schmerz wird über die Darstellung und das Erkennen von Gefühlen, eine vertiefende Wissenvermittlung sowie die Bewertung eigener Gefühle hergeleitet. Daneben findet eine Genussübung statt. Auch am Ende von Trainingsmodul 2 wird an die trainingsbegleitenden Aufgaben erinnert sowie eine neue Workshopaufgabe, der »Schnupperspaziergang«, gestellt, die von den Teilnehmern eigenständig zu bearbeiten sind.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
10. Trainingsmodul 2a: Schmerzkommunikation und Gefühle
Zusammenfassung
Im Trainingsmodul 2a des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention wird der Themenbereich Schmerzkommunikation und Gefühle behandelt. Das Begrüßungsritual, die Besprechung der Workshopaufgabe und ein Überblick zum Trainingsmodul 2a bilden den Einstieg. Nach einer theoretischen Einführung zur Kommunikation erarbeiten die Teilnehmer die speziellen Aspekte der Schmerzkommunikation. Die nonverbale Schmerzkommunikation wird an Videobeispielen analysiert, die eigene Schmerzkommunikation reflektiert und auf die Wechselbeziehung zwischen Körpersprache und emotionaler Ebene eingegangen. Das Trainingsmodul 2a beschließt mit der Workshopaufgabe »Rückenstärkung«, die von den Teilnehmern eigenständig durchgeführt wird.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
11. Trainingsmodul 3: Gedanken und Schmerz
Zusammenfassung
In dem Trainingsmodul 3, dem 3. Basismodul des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention, steht der Themenbereich Gedanken und Schmerz im Fokus. Nach dem Begrüßungsritual wird ein Überblick zum Trainingsmodul 3 vermittelt, dem sich die Besprechung der Workshopaufgabe aus dem Trainingsmodul 2 anschließt. Der wechselseitige Zusammenhang von Gedanken und Schmerz wird thematisiert und das Formulieren positiver Gedanken geübt. Daneben spielt die Aufmerksamkeit für die Schmerzwahrnehmung eine wichtige Rolle, und es wird eine Achtsamkeitsübung durchgeführt. Das Trainingsmodul 3 endet ebenfalls mit einer neuen Workshopaufgabe, in der sich die Teilnehmer eigenständig im Rahmen eines Ressourcen-Datings über Ablenkungsmöglichkeiten austauschen.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
12. Trainingsmodul 3a: Positive Veränderung von Gedanken
Zusammenfassung
Das Trainingsmodul 3a des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention stellt das Zusatzmodul zu dem Trainingsmodul 3 Gedanken und Schmerz dar. Nach dem Begrüßungsritual, der Besprechung der Workshopaufgabe und einem Überblick zum Trainingsmodul 2a wird die Bedeutung automatischer negativer Gedanken und Bewertungen vermittelt und anhand von Übungsbeispielen zum Bagatellisieren und Katastrophisieren verdeutlicht. Mithilfe des ABC-Schemas üben die Teilnehmer alternative positive Selbstinstruktionen ein. Abschließend beschreiben die Teilnehmer selbstständig in einem Workshop ihre Stärken.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
13. Trainingsmodul 4: Stress und Schmerz
Zusammenfassung
In dem 4. Basismodul des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention geht es um den wechselseitige Zusammenhang von Stress und Schmerz. Nach einem Begrüßungsritual stellen die Teilnehmer die Ergebnisse des Workshops vor. Danach wird das Stressgeschehen anhand von persönlichen Stresssituationen, Stressreaktionen und Stressverarbeitungsstrategien gemeinsam erarbeitet. Zu diesem Trainingsmodul gibt es zwei Workshopaufgaben: Zunächst wird ein gemeinsames Gruppenfoto für eine positive Erinnerung an den Rehabilitationsaufenthalt gemacht, anschließend formuliert jeder Teilnehmer einzeln einen Brief an sich selbst.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
14. Trainingsmodul 4a: Stressverarbeitung
Zusammenfassung
Das Trainingsmodul 4a des Trainingsmanuals zur Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention beginnt abweichend zu den übrigen Trainingsmodulen mit einem Workshop zur Vorbereitung eines gemeinsamen Abschlussrituals, das am Ende des Modules mit den Teilnehmern praktisch durchgeführt wird, da das Training mit diesem Modul endet. Erst dann schließen sich das Begrüßungsritual und der Überblick zum Trainingsmodul 4a an. Den Teilnehmern wird vertiefend vermittelt, dass die Stressbewältigung einem Problemlöseprozess entspricht (Stresskette). Zudem wird die Unterscheidung günstiger und ungünstiger Stressverarbeitungsstrategien geübt. In einem Rollenspiel werden außerdem günstige und ungünstige Interaktionsstile in einer sozialen Stresssituation differenziert. Das Trainingsmodul 4a endet mit dem Abschlussritual und der Verabschiedung der Teilnehmer aus dem Training.
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
15. Begleitende Vorträge
Zusammenfassung
Für die Psychoedukation wurden im Rahmen des Trainings drei Vorträge entwickelt, die begleitend zu den Gruppentrainings von den Teilnehmern besucht werden sollen und in diesem Kapitel in Zusammenfassungen dargelegt sind. Im Vortrag 1 werden die Grundlagen des biopsychosozialen Modells vermittelt, die anderen beiden Vorträge bieten ergänzendes Wissen zur medikamentösen Schmerztherapie und zu psychischen Komorbiditäten bei chronischen Rückenschmerzen (CRS).
Beate Mohr, Sabrina Korsch, Svenja Roch, Petra Hampel
Backmatter
Metadaten
Titel
Debora – Trainingsmanual Rückenschmerzkompetenz und Depressionsprävention
verfasst von
Beate Mohr
Sabrina Korsch
Svenja Roch
Petra Hampel
Copyright-Jahr
2017
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-52739-9
Print ISBN
978-3-662-52738-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-52739-9