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01.03.2013 | Originalien | Ausgabe 2/2013

Notfall +  Rettungsmedizin 2/2013

Management des akuten Myokardinfarkts – 1991 bis 2009

Erfahrungen der Universitätsklinik für Notfallmedizin Wien

Zeitschrift:
Notfall + Rettungsmedizin > Ausgabe 2/2013
Autoren:
D. Roth, M. Koreny, R. van Tulder, B. Heidinger, C. Havel, H. Herkner, W. Schreiber

Zusammenfassung

Hintergrund

Die ischämische Herzkrankheit ist eine führende Ursache von Krankheit und Tod. Im Wiener AKH obliegt der Universitätsklinik für Notfallmedizin gemeinsam mit der klinischen Abteilung für Kardiologie das Management von Patienten mit akutem Myokardinfarkt. Die entsprechenden Behandlungskonzepte haben dabei in den letzten 20 Jahren erhebliche Veränderungen erfahren.

Material und Methoden

Alle Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt werden seit 1991 in einem Register erfasst. Dieses orientiert sich an den Standards der European Society of Cardiology und umfasst neben demographischen Daten und Risikofaktoren Informationen zur klinischen Präsentation des Patienten, EKG-Veränderungen, Laborparameter, präklinische und klinische Therapie sowie Ergebnisse der Herzkatheteruntersuchungen. Diese Daten wurden mit dem österreichischen Sterberegister abgeglichen.

Ergebnisse

Im Zeitraum von 1991 bis 2009 wurden 7144 Patienten mit akutem Myokardinfarkt erfasst, davon 4171 (58,4%) ST-Hebungsinfarkte (STEMI) und 2417 (33,8%) Nicht-ST-Hebungsinfarkte (NSTEMI) sowie 556 (7,8%) Patienten, bei denen keine Zuordnung möglich war. Die jährliche Patientenzahl stieg von 160 auf 549. 1377 (19,3%) Patienten wurden aus einem anderen Krankenhaus in das AKH zutransferiert; 919 (12,9%) mussten kardiopulmonal reanimiert werden. Die primäre Reperfusionstherapie für STEMI verschob sich im Beobachtungszeitraum von 65,3% Lyse und 5,3% primärer perkutaner Koronarintervention (pPCI) zu 2,6% Lyse und 85,9% pPCI. Die 30-Tage-Mortalität betrug 7% für STEMI und 6% für NSTEMI.

Schlussfolgerung

Die Behandlungskonzepte des akuten Myokardinfarkts sind einem stetigen Wandel unterworfen. Aufgabe notfallmedizinischer Einrichtungen muss es daher sein, mit diesen Entwicklungen gemeinsam mit allen beteiligten Partnern Schritt zu halten.

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Literatur
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