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15.01.2016 | Originalien | Ausgabe 2/2017

Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 2/2017

Leben und Sterben mit Gebrechlichkeit

Qualitative Interviews mit älteren Menschen im häuslichen Umfeld

Zeitschrift:
Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie > Ausgabe 2/2017
Autoren:
Katharina Klindtworth, Karin Geiger, Sabine Pleschberger, Jutta Bleidorn, MPH Prof. Dr. Nils Schneider, Gabriele Müller-Mundt
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Den Leitfaden zum Patienteninterview und eine Tabelle zu den soziodemografischen Grunddaten, der Ausprägung der Gebrechlichkeit und die Entwicklung der Lebenssituation der Patienten, finden Sie online als „Supplementary Material“ unter DOI 10.​1007/​s00391-015-1011-z.

Zusammenfassung

Hintergrund

Ältere, gebrechliche Menschen sind eine zunehmend wichtige Zielgruppe in der Gesundheitsversorgung. Wenig ist über ihr Erleben von Gebrechlichkeit bekannt, insbesondere im Hinblick auf die letzte Lebensphase. Ziel dieser Arbeit ist, die Bedürfnisse der Betroffenen mit Fokus auf die letzte Lebensphase zu erfassen.

Methode

Qualitative Fallverlaufsstudien mit 31 altersgebrechlichen Patienten (≥ 70 Jahre, CSHA-Frailty-Skala-Stadium 6/7) auf Grundlage von leitfadengestützten Interviews, ausgewertet in Anlehnung an die Grounded Theory.

Ergebnisse

Aus der Patientenperspektive zeichnet sich Gebrechlichkeit durch zunehmende Komplexität gesundheitlicher Probleme, erhöhte Vulnerabilität und Abnahme des Leistungsvermögens aus. Gebrechlichkeit wird als ein mit Verlusten auf der physischen, psychischen, sozialen und existenziellen Ebene verbundener Prozess erlebt. Das zentrale Bedürfnis ist der Wunsch „selbstbestimmt im gewohnten Umfeld weiterzuleben und zu sterben“. Die Verwirklichung hängt von den jeweiligen Rahmenbedingungen, wie medizinische und pflegerische Versorgung, sowie persönlichen und sozialen Ressourcen ab.

Schlussfolgerung

In der Versorgung altersgebrechlicher Patienten ist ein biopsychosozialer Ansatz geboten, der den vielfältigen Bedürfnissen auf verschiedenen Ebenen begegnen kann. Von Bedeutung ist eine bedarfsorientierte, niedrigschwellige Primärversorgung durch Hausärzte, Pflegedienste und weitere professionelle Hilfen, unter Einbezug des informellen Netzes. Palliative Versorgungsansätze sollten frühzeitig in den Krankheitsverlauf integriert werden, einschließlich einer vorausschauenden Versorgungsplanung.

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Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie

Print-Titel

• Themenbezogene Hefte behandeln Fragen der Gerontologie, der Biologie und Grundlagenforschung des Alterns und der geriatrischen Forschung

• Erweitert mit Beiträgen zu Therapie, Psychologie und Soziologie sowie der praktischen Altenpflege.  

• Hot topics von Experten knapp, aussagekräftig und provokativ kommentiert

Zusatzmaterial
ESM_ZGG_Supplement2_Tabelle Soziodemografische Grunddaten, Ausprägung der Gebrechlichkeit (t0) und Entwicklung der Lebenssituation der Patienten (n = 31) (DOC 99 kb)
391_2015_1011_MOESM2_ESM.doc
Literatur
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