Vielfältige Konzepte, klare Entlastung Modellprojekt zeigt: Springerkonzepte wirken
- 18.09.2025
- Langzeitpflege
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Flexible Personalkonzepte können Pflegekräfte deutlich entlasten. Das geht aus einem bayrischen Modellprojekt an Langzeitpflegeeinrichtungen hervor, das jetzt evaluiert wurde.
Ein verlässlicher Dienstplan kann maßgeblich zur Berufszufriedenheit von beruflich Pflegenden beitragen.
Kurzfristige Personalausfälle stellen auch in Langzeitpflegeeinrichtungen regelmäßig Dienstpläne auf den Kopf. Sie belasten die Stammbelegschaft, führen zu Frust und hohen Kosten. Um diesem Problem zu begegnen, ließ das bayrische Gesundheitsministerium im Rahmen eines Modellprojekts unterschiedliche Springerkonzepte erproben. Die Evaluation durch die Hochschule Kempten zeigt jetzt: Die Konzepte wirken und sorgen für eine spürbare Entlastung der Stammbelegschaft
Am bayernweiten Modellprojekt „Springerkonzepte in der Langzeitpflege“ waren insgesamt 65 ambulante und (teil-)stationäre Langzeitpflegeeinrichtungen beteiligt. Zwischen September 2023 und Oktober 2024 testeten sie unterschiedliche Ausfallkonzepte. Die Kemptener Wissenschaftler begleiteten das Modellprojekt und untersuchten Wirksamkeit, Personalbedarf und prognostizierbare Kosten.
Verlässlichere Dienstpläne und weniger Organisationsaufwand
Laut Abschlussbericht müssen reguläre Mitarbeitende durch flexible Personalkonzepte seltener aus dem Frei einspringen, die Dienstpläne werden verlässlicher. Auch der Planungs- und Organisationsaufwand für Führungskräfte wird deutlich reduziert.
„Die Evaluation des Modellprojekts zeigt, wie Springerkonzepte als innovative Personaleinsatzmodelle zur Entlastung von Pflegekräften beitragen können“, so Projektleiter Johannes Zacher vom Institut für Gesundheit und Generationen (IGG) der Hochschule Kempten. Die Ergebnisse lieferten somit eine fundierte Grundlage für eine zukunftsweisende und nachhaltige Personaleinsatzplanung in der Langzeitpflege. (ne)